ef-Einkaufspartner

Wenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button:

ef auf Facebook

Besuchen Sie uns auch auf Facebook:
facebook.com/efmagazin

Neue Öko-Studien: Pseudobegründungen für staatliches Handeln

von Libertäres Institut

Pressemitteilung des Libertären Instituts

Robert Grözinger, Diplom-Ökonom und Mitarbeiter des Libertären Instituts, hierzu:

„Sowohl die Studie des WWF als auch die des Beauftragten des britischen Schatzkanzlers malen düstere Prophezeihungen an die Wand, erzählen uns von übermäßigem Ressourcenverbrauch oder von Wirtschaftskrisen, die uns aufgrund des vermuteten Klimawandels drohen. Die Autoren dieser Szenarien ignorieren jedoch einige unangreifbare ökonomische Wahrheiten: Zum einen die Preisbildung am Markt. Wenn etwas knapper wird, wird es bei gleichbleibender Nachfrage automatisch teurer, bei steigender Nachfrage erst recht. Allein die Erwartung höherer Preise in der Zukunft erzeugt höhere Preise in der Gegenwart. Bei solchen Entwicklungen setzt immer eine oft und gerne übersehene Dynamik ein: weil bei Teuerungen der Umsatz pro Einheit steigt, lohnen sich nun auch Produktionsprozesse, Ausbeutung von Rohstoff-Lagern, oder die Herstellung von Ersatzprodukten, die sich bisher nicht gelohnt hatten. Das paradoxe Ergebnis einer befürchteten Verknappung ist daher eine Ausweitung des Angebots.

Es ist also Unsinn, wenn der WWF sagt, der Ressourcenbedarf der Menschheit im Jahr 2050 würde doppelt so hoch sein wie die Fähigkeit der Erde, diese Ressourcen zur Verfügung zu stellen. An solchen Prognosen ist schon vor fast 40 Jahren der Club of Rome gescheitert, und zwar aus den gleichen Gründen.

Ähnlich verhält es sich mit der Studie Sir Nicholas Sterns in Großbritannien. Selbst angenommen, seine Voraussage stimmt, dass die Schäden durch den Klimawandel in den nächsten Jahrzehnten fünf bis zwanzig Prozent des Weltinlandsproduktes kosten soll, heißt das nicht, dass deswegen ausgerechnet Regierungen beauftragt werden müssen, uns alle höher zu besteuern, um diese Schäden zu verhindern. Es wäre viel besser, diese Aufgabe den Versicherungen, den Erfindern und Spekulanten zu überlassen, mithin also der freien, kapitalistischen Marktwirtschaft. Versicherungen haben ein inhärentes Interesse und oft viele Jahrzehnte bis Jahrhunderte Erfahrung darin, selbst langfristige Risiken abzuschätzen. Private Ingenieursgesellschaften haben ein Interesse, im Gegensatz zum Staat, dauerhaft haltbare und wetterfeste Konstrukte zu produzieren. Privateigentum an Tier- und Pflanzenbeständen in der freien Natur erzeugt wirksameren Schutz als staatlich erzwungene Rodungs- und Fangquoten.“

Grözinger meint, die Studie soll den Eindruck erwecken, dass es neben naturwissenschaftlichen Argumenten nun auch ökonomische Argumente für den politisch erzwungenen Klimaschutz gebe. Doch dies sei schlicht nicht der Fall: „Die Studie ist voll von Worten wie ‚könnte sein‘ und ‚möglicherweise‘, genau wie die naturwissenschaftlichen Studien, auf die sie basiert. Der hauptsächliche Zweck der Studie ist es also, eine akademisch klingende Begründung für eine geplante höhere finanzielle Belastung einer verunsicherten Bevölkerung zu liefern.“

Grözinger vermutet noch einen weiteren Zweck. Er erinnert an die fünf Jahre alte Studie des dänischen Statistikers Björn Lomborg, der zu einer gegenteiligen Auffassung als Stern kam: „Ganz offensichtlich ist Sterns Studie auch als Antwort auf Lomborg gedacht. In der Zusammenfassung wird Lomborg aber nicht ein einziges Mal erwähnt. Es ist daher zu vermuten, dass es Stern nicht gelungen ist, Lomborg fundiert zu widerlegen. Statt dessen soll er wohl unter der neuen Studie sozusagen begraben werden.“

ENDE DER PRESSEMITTEILUNG

Hinweis:

Für weitere Anfragen steht der Leiter des Libertären Instituts, David Schah, zur Verfügung:

Tel: ++49(0)173/8517462
E-Mail: info@libertaeres-institut.de

Das Libertäre Institut ist Deutschlands einziger radikal-liberaler und pro-kapitalistischer Thinktank und wirbt für eine libertäre Sichtweise auf alle durch Politikversagen entstandenen Probleme. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite: http://www.libertaeres-institut.de

Postanschrift:

Libertäres Institut
c/o David Schah
Dyroffstr. 4
53113 Bonn

16. November 2006

Unterstützen Sie ef-online

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien.
Klicken Sie hier für Informationen zur Fördermitgliedschaft.

Testen Sie eigentümlich frei

Prominente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht.

Diesen Artikel teilen

Anzeigen