| |||||
![]() Robert Grözinger, Jahrgang 1965, Diplom-Ökonom, ist freier Journalist und Übersetzer. ef-Sucheef-EinkaufspartnerWenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button: ef auf FacebookBesuchen Sie uns auch auf Facebook: |
USA: Ein Hort gewaltiger kreativer Lebensenergievon Robert Grözinger Es gibt Anlass zur Hoffnung, dass diese Energie, trotz aller gegenteiligen Bemühungen der US-Regierung, erhalten bleibt Anfang der achtziger Jahre erhielt ein Mitschüler von mir, einer der besten seines Jahrgangs, ein Stipendium für einen einjährigen Aufenthalt in den USA. Nach seiner Rückkehr sagte er mir, er werde nach dem Abitur dorthin zurückkehren, und wahrscheinlich dort bleiben. Der Grund: „In Deutschland existiert man, in Amerika lebt man.“ Amerika hat viele Bewunderer auf der ganzen Welt, und ich zähle mich dazu. Kürzlich entdeckte ich ein Video, das das Bewundernswerte an Amerika auf den Punkt bringt. Als das iPhone in den USA erstmals zum Verkauf stand, hat sich David Pogue, der Technologie-Redakteur der New York Times, etwas besonderes einfallen lassen. Zur Melodie von Frank Sinatras „My Way“ singt er ein selbstgeschriebenes Lied: „I want an iPhone“. Nicht nur das. In der Schlange jener Menschen, die geduldig darauf warten, das neue Gerät von Apple zu kaufen, findet er etwa ein halbes Dutzend Menschen, die spontan bereit sind, jeweils eine Zeile des Liedes vor laufender Kamera zu singen. Kann man sich das in Deutschland vorstellen: Ein gestandener Redakteur einer angesehenen Tageszeitung lässt sich filmen, während er, zur Feier der Einführung eines neuen Produktes, ein selbstgeschriebenes Lied zu einer bekannten Melodie trällert? Oder dass Menschen, die für dieses Produkt schlangestehen, spontan singen statt maulen? Das ist der Unterschied zwischen „existieren“ und „leben“, den mein Mitschüler meinte. Ein Land, in dem ein solches Ausmaß an kreativer Energie freigesetzt wird, die nicht nur sowas wie den iPhone ermöglicht, sondern auch ein mehr oder weniger spontanes, parodistisches Lied dazu, hat und ist ohne Zweifel was besonderes. Und hat die Bewunderung, die es weltweit erhält, in der Tat verdient. Und dennoch sinkt die Popularität Amerikas seit einigen Jahren bedenklich. Es ist der Krieg „gegen den Terror“, den die USA weltweit zu führen versucht, der ihr harsche Kritik eingebracht hat, auch seitens vieler Menschen, die in der freiheitlichen amerikanischen Verfassung und Gesellschaft ein anzustrebendes Vorbild sehen. Dass Feinde der amerikanischen Idee die USA kritisieren, ist weder neu noch wirklich berichtenswert. Wenn aber auch glühende Verehrer Amerikas in die Kritik einstimmen, dann sollten auch Amerikaner zuhören. Der Zuwachs an Unterstützung, den der Präsidentschaftskandidat Ron Paul anzieht, ist ein handfestes, hoffnungsvolles Zeichen dafür, dass Amerikaner angefangen haben, ihren freundlich gesinnten Kritikern zuzuhören. Auch wenn Paul ohne Chancen bleiben sollte: Es hat ein Umdenkungsprozess begonnen, der jede Unterstützung verdient. Internet: David Pogue singt „I want an iPhone“ David Pogue über die Entstehung und Durchführung seines Musikvideos David Pogue erklärt die Funktionen des iPhone Statistiken über die sinkende Popularität der USA 23. Juli 2007 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Diesen Artikel teilenAnzeigen |
| |||
| Copyright © 2010 Lichtschlag Verlag KG | Design and Programming by greybyte, using Django and Performancing's Modernpaper template. | |||||