André F. Lichtschlag

Jg. 1968, Gründer und Herausgeber der Zeitschrift "eigentümlich frei", Verleger (ef und Lichtschlag Buchverlag).

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SPD-Einheitsbrei: Rumfordsuppe für alle

von André F. Lichtschlag

Deutschland auf dem Weg nach unten

Dass Deutschland sich in Richtung Entwicklungsland zurückbewegt, ist für kundige Beobachter des immer korrupteren Apparats offensichtlich. Die politische Ausbeutung der letzten Leistungsträger nimmt mit jedem Nachrichten- und Parlamentssitzungstag zu. An der Ziellinie dieser Entwicklung winken bereits die bunten Fahnen Simbabwes und Nordkoreas. Der natürliche Verfall der neosozialistischen Infrastruktur in Bildung, Medizin, Landwirtschaft oder Verkehr – Monopole werden nun einmal stetig teurer und qualitativ immer schlechter – erinnert die, die sehen wollen, bereits an die DDR in den siebziger Jahren. Dennoch verweigern Politiker gewöhnlich eine ehrliche Zwischenbilanz auf ihrem langen Weg zum Bankrott.

Alkoholisierte Menschen aber, sagt man, sind ehrlich. Die SPD in ihrem rauschhaften Zustand der Selbstzerstörung bestätigt diese alte Volksweisheit und fordert in ihrem jüngsten „Aktionsplan gegen Kinderarmut“ umfragetrunken, der Staat solle „allen Kindern ein gesundes Mittagessen bereitstellen.“ Wir halten einen Moment inne. Und lesen es noch einmal. Öffentliche Suppenküchen? Sind wir tatsächlich schon wieder soweit?

Ein Blick ins Internetlexikon Wikipedia offenbart, welches Menü der sozialdemokratische Küchenchef der bürokratischen Einheitsspeisung uns am Ende einschenken wird: „Suppenküchen, früher auch Suppenanstalten genannt, entstanden im 18. Jahrhundert in vielen europäischen Großstädten. Die bekannteste Standardsuppe dieser Einrichtungen wurde die Rumfordsuppe, deren Rezept etwa 1790 von Benjamin Thompson, Earl von Rumford, ersonnen wurde. Ihre Zubereitung war billig, gleichzeitig galt sie als nahrhaft. Alternativen waren Kartoffelsuppe oder Kohlsuppe. Im Jahr 1797 wurde in München die Rumfordsuppe als optimale Speise eingeführt, die wenig später in Hamburg übernommen wurde.“ Neben der Rumfordschen Suppe wurden bevorzugt „Mehlsuppe, Linsen, Erbsen, Bohnen, Graupen, Gries, Hirse, Buchweizen-Grütze, Kartoffelsuppe, Fleisch mit Graupen an den Sonn- und Festtagen, und Erbssuppe“ verteilt.

Natürlich ist auch die nahrhafte – oder im SPD-Deutsch heute „gesunde“ – Rumfordsuppe nur ein sozialdemokratischer Zwischenschritt auf dem Weg ins rote Gleichheitsparadies. Am Ende steht die nordkoreanische Grassuppe für alle. Während, wir wollen realistisch bleiben, die roten Parteiführer von Frau Wagenknecht zum Hummeressen geladen werden.

12. Juni 2008

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