Walter K. Eichelburg

Ist Betreiber der meistgelesenen deutschsprachigen Gold- und Krisenwebsite hartgeld.com. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Investment- und Geldfragen. Er ist Autor zahlreicher Artikel im Finanz- und IT-Sektor und kann unter info@hartgeld.com erreicht werden. Alle Artikel von Walter K. Eichelburg sind als völlig unverbindliche Information anzusehen und stellen keine Anlageempfehlung dar. Jegliche Haftung irgendwelcher Art für den Inhalt oder daraus abgeleiteter Aktionen der Leser wird ausdrücklich und vollständig ausgeschlossen.

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Marktkommentar: Nach der Fannie & Freddie-Krise?

von Walter K. Eichelburg

Jetzt den günstigen Preis zur Eindeckung nutzen!

Nachdem vor zwei Wochen die wirklich große Krise um die beiden halbstaatlichen US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac aufgebrochen ist, wird nun alles getan, um diese Krise unter den Teppich zu kehren. Dazu gehört auch ein großes staatliches Hilfspaket und eine Defakto-Garantie für die von diesen beiden Firmen ausgegebenen MBS(Mortgage Backed Security)-Anleihen über etwa 5.300 Milliarden Dollar.

Die Krise kam eigentlich nicht überraschend, hat man doch die beiden im Zuge der Subprime-Krise letztes Jahr überredet oder gezwungen, von Subprime-Hypotheken bis zu den Jumbo-Krediten (um den Immobilienmarkt in Kalifornien zu retten) alles anzunehmen.

Finanzmärkte

Die Fannie- & Freddie-Krise ist ein gutes Anzeichen, dass die Immobilienkrise jetzt nicht mehr „subprime“ ist, sondern allgemein. Die USA sind bisher am stärksten betroffen, aber Europa holt mächtig auf. Hier sind speziell Großbritannien und Spanien zu nennen, die bereits auf dem selben Weg in die Depression sind wie die USA.

Das Undenkbare ist passiert und die Preise für „Credit Default Swaps“ (CDS, Kreditausfall-Versicherungen) auf Staatsanleihen zeigen es an. Die Ausfallswahrscheinlichkeit von US-Anleihen wird unter anderem wegen des Fannie- & Freddie-Bailouts als um ein vielfaches höher angenommen als die von deutschen Staatsanleihen.

Das nächste „Undenkbare“ wird der weltweite Abverkauf des US-Dollars und aller Wertpapiere davon sein. Viele asiatische Staaten überlegen bereits, wie sie ihre Dollars loswerden können. Es sind leider so viele. Mit dem Zusammenbruch des US-Konsums geht auch diese Lieferanten-Finanzierung zu Ende. Bill Buckler meint, dass der Zusammenbruch des US-Dollars innerhalb einer Woche komplett stattfinden  könnte. Daher wird er derzeit wieder einmal massiv gestützt. Für wie lange?

Gold & Silber

Alle Dollar-Halter werden bei genauer Überlegung feststellen müssen, dass ihnen neben Gold nur sehr wenig Alternativen bleiben. Nichts sonst kann größere Mengen Kapital aufnehmen und bietet wirklichen Vermögensschutz. Auch der Euro ist keine reale Alternative, ist er doch wie andere Währungen auch nur „Toilettenpapier“ – ohne Deckung und überdruckt.

Auch wenn der Zeiger auf der Krisenskala derzeit wieder einmal zurückgebogen wird, um den Anschein einer heilen Finanzwelt zu demonstrieren, sollte jedem klar sein, dass diese Welt in Wirklichkeit in Flammen steht. Nur reale Werte ohne Counterparty (Gegenüber) wie Gold und Silber erhalten das Vermögen. Man sollte den derzeit günstigen Preis zur Eindeckung nutzen: „Buy the Dips“.

Information

Die aktuellen Marktkommentare von Walter K. Eichelburg erscheinen zweiwöchentlich im Rohstoff-Spiegel und jetzt auch auf ef-online. Eichelburg ist Consultant und Investor in Wien. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Investment- und Geldfragen. Er kann unter walter@eichelburg.com erreicht werden. Er betreibt die Gold-Website Hartgeld. Dieser Artikel ist als völlig unverbindliche Information anzusehen und keinerlei Anlageempfehlung. Jegliche Haftung irgendwelcher Art für den Inhalt oder daraus abgeleiteter Aktionen der Leser wird ausdrücklich und vollständig ausgeschlossen.

25. Juli 2008

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