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Auf den Spuren von Thomas von Aquin: Die dunklen Götter der Atheistenvon Thomas Fink Das Leben, das Universum und der ganze Rest Es ist verständlich, dass eine beträchtliche Anzahl von Wissenschaftlern Atheisten sind. Die wissenschaftliche Methode, die ihr berufliches Leben regiert, fordert von ihnen, sich ausschließlich mit messbaren Phänomenen zu befassen. Von da aus ist es kein großer Sprung um anzunehmen, dass alles, was nicht gemessen werden kann, auch nicht existiert. Das Konzept des Heiligen kann nicht gemessen werden. Deshalb kann der wissenschaftliche Geist getrost postulieren, dass so etwas wie das Heilige nicht existiert. Von dem Einwand, dass es auch einiges gibt, was nicht messbar ist und offensichtlich existiert, wie zum Beispiel die menschliche Vorstellungskraft, lässt sich dann kein Atheist mehr entmutigen. Gerade in den letzten Jahren wurde von atheistischer Seite noch einmal, unter Führung von Oberguru Richard „Der Gotteswahn“ Dawkins, zum Totalangriff auf die Religion und den Glauben an Gott geblasen. Jedoch, wer den Anspruch der Atheisten, auf wissenschaftliche Stringenz bezüglich der Nichtexistenz Gottes, genauer untersucht, stößt auf verwirrende Rätsel. Man scheint da beim Messen auf kuriose Details gestoßen zu sein, was die Art und Weise der Existenz des Universums betrifft. Es gibt einige lose Enden, die sich nicht zufriedenstellend zusammenknoten lassen, um das Ergebnis noch „wissenschaftlich“ nennen zu können. Zum einen ist nicht genug Masse im Universum vorhanden, um kohärent zu erklären, wie es funktioniert. Tatsächlich ist nicht einmal halb so viel Masse da, wie notwendig wäre. Die Physiker haben sich deshalb entschlossen, dies durch das Vorhandensein von etwas zu erklären, das sie „dunkle Materie“ nennen. Diese „dunkle Materie“ ist unsichtbar und auch unauffindbar, außer durch negative Schlussfolgerung. Denn wenn sie nicht da wäre, würde das wissenschaftliche Modell des Universums keinen Sinn machen. Ein ähnliches Problem gibt es mit Energie. Es scheint zu viel davon zu geben. Deshalb wird die Existenz von „dunkler Energie“ postuliert, welche genauso unsichtbar und unauffindbar ist wie „dunkle Materie“. Soweit alles klar? Nun ist die Forschung über noch ein kleines Detail gestolpert. Als ob die Geheimnisse der dunklen Materie und der dunklen Energie noch nicht verzwickt genug wären, wurde ein weiteres kosmisches Rätsel entdeckt: gigantische Materieflicken scheinen sich mit sehr hohen Geschwindigkeiten in eine einheitliche Richtung zu bewegen, was durch keine der bekannten Gravitationskräfte im beobachtbaren Universum erklärt werden kann. Astronomen haben diesem Phänomen den Namen „dunkle Strömung“ („dark flow“) gegeben. Die Kräfte, die an diesen Materieflicken ziehen, müssen von außerhalb des beobachtbaren Universums stammen, schlussfolgern die Forscher... Astronomen haben riesigen Galaxienhaufen als Strömung durch das Studium einiger der größten Strukturen im Kosmos entdeckt. Diese Zusammenballungen sind Anhäufungen von über 1.000 Galaxien sowie sehr heißen Gasen, welche X-Strahlen emittieren. Diese Cluster bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von 3,2 Millionen Kilometern pro Stunde in die Richtung einer Region zwischen den Konstellationen von Centaurus und Vela. Diese Bewegung unterscheidet sich von der passiven Ausdehnung des Universums (für deren Beschleunigungskraft die so genannte „dunkle Energie“ zuständig ist). Die Astronomen leiten aus ihren Beobachtungen ab, dass die Bewegung dieser Cluster von einer Kraft außerhalb des bekannten Universums verursacht wird. Eine Theorie, genannt Inflation, postuliert, dass das Universum, welches wir beobachten können, nur eine kleine Blase von Raum-Zeit ist, welche seit dem Urknall beständig expandiert. Es muss riesige, massive Strukturen außerhalb des beobachtbaren Universums geben, in Regionen oder Raum-Zeit-Konglomeraten, die aufgrund der beschränkten Ausdehnungsgeschwindigkeit des Lichts niemals vom Menschen beobachtet werden können. Es sind diese Strukturen, die an den Galaxienhaufen ziehen und so das Phänomen, genannt „dunkle Strömung“, hervorrufen. Werden wir uns mal darüber klar, was „die Wissenschaft“ hier behauptet: Die mathematische Kohärenz ihres kosmologischen Modells hängt von der Existenz eines dauerhaft nicht erkennbaren „Anderversums“ ab, welches von nicht definierbaren uns unbekannten physikalischen Gesetzen bewegt wird. Unsere gegenwärtige kosmische Logik bleibt also nur logisch, wenn wir das Vorhandensein einer großen, umfassenden Unlogik postulieren, die wir niemals verstehen können. Behauptet „die Wissenschaft“ also, dass sie etwas nur wissen kann, weil es etwas gibt, das sie niemals wissen kann, dann tritt sie in die Fußspuren von Thomas von Aquin. Dessen Gottesbeweis beruht auf der gleichen Art von Logik. Willkommen im Club. Internet http://www.foxnews.com/story/0,2933,427082,00.html 24. November 2008 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Diesen Artikel teilenAnzeigen |
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