03. März 2009

Der ganz normale Öko-Wahnsinn Mit CO2-gesinnungsfreien Grüßen…

Auch der Papst wird jetzt endlich eingemeindet

Wir sollten Klaus Liedtke, Chefredakteur von „National Geographic Deutschland“  dankbar sein, dass er  die Dimension hinter der CO2-Diskussion plastisch erkennbar gemacht hat, als er Holocaust-Leugner, Klimaskeptiker und Evolutionsgegner in eine Reihe stellte.

Vergessen wir schließlich nicht: Wir sind Deutschland. Wir sind Weltmeister in Säuberung. Wir sind Papst. Wir sind sogar Gegenpapst, das heißt CO2-Päpstin. Wir besetzen mit Schellnhuber, Rahmstorf und Edenhofer die wichtigsten Posten des IPCC zur weltweiten Durchsetzung der CO2-Moral.

Ich will damit nicht sagen, dass wir größenwahnsinnig sind, aber irgendwie scheinen wir Deutschen ein auserwähltes Volk von Weltverbesserern zu sein. Das Geheimnis liegt wohl darin, dass wir so schön bieder daherkommen. Hannah Arendt nannte das „die Banalität des Bösen“.

Heute haben wir Mutti Merkel, die auch als  biedere Fußballfreundin schon beim Volk gut ankam. Dass sie mit Achim Steiner, dem Direktor des UN-Umweltprogramms (UNEP), perfekt den „Doppelpass spielt“, diesem Umstand wird weniger Beachtung geschenkt. Sie beide, Merkel und Steiner wollen eben einen „drastischen Wandel in unserem Leben und in unserer Wirtschaft“, deswegen kommt ihnen der Ruin der Wirtschaft nun sogar sehr zupass, denn das Konjunktur-Wiederaufbauprogramm soll ja eine grüne Welt hervorbringen: „Laufen statt Autofahren“.

Übrigens ist die Firma, die den übergroßen heiligen Strand-Flecht-Stuhl im heiligen Jahr von Heiligendamm herstellte, in den alle Staatschefs reinpassten, gerade pleite gegangen. Aber Frau Merkel wird bis Kopenhagen sicher eine neue Sitzgelegenheit für alle finden. Kooperationspartner nennt man das.

„Auferstanden aus Ruinen seh'n wir alle grün jetzt aus....“ – diese  Eine-Welt-National-Hymne wird gerade durchregiert und durchkomponiert. Auf dem CO2-Konzil von Kopenhagen soll im November dann das CO2-Reich besiegelt werden.

Für jeden CO2-Einheitsmenschen werden dann weltweit gleiche Maßstäbe gelten: Erstens der persönliche Carbon-Fußabdruck, zweitens dass man die CO2-Hymne laut und fehlerfrei singen kann, und drittens, dass man den Test mit dem Klimalügendetektor besteht.

Ich kenne etliche Leute, die diesen Test vermutlich nicht bestehen werden. Um einige ist von denen wird es wohl nicht unbedingt schade sein:

Etwa Chef-Ökonom Walter von der Deutschen Bank mit seiner  Parole „Wer viel qualmt, muss viel zahlen“. Oder RWE-Vorstandsvorsitzender Jürgen Großmann, der sich und RWE mit  CO2-Vorreitertum die Taschen füllt. Laut „FAZ“ steigerte Großmann seine Vorstandsbezüge von 1,7 Millionen im Jahr 2007 auf schlappe 9,1 Millionen im Jahr 2008, mit Kohler, Vahrenholt und dem zynischen Dr. Birnbaum in der Führungsetage wird er im nächsten Jahr sicher noch mehr aus den Stromkunden rausquetschen. Oder Allianz-Vorstandsvorsitzender Michael Diekmann, der mit CO2 kurieren will, dass sich die Allianz an der Dresdner Bank verhob. Oder EnBW-Vorstandsvorsitzender Villis als Erbe und Fortsetzer  der  grünen Kungelei eines CO2-Rambos Utz Classen, damit wir deutschen Verbraucher jedes Jahr Frankreichs Stromversorger EdF etliche Millionen schenken dürfen. Vom schwedischen Staatskonzern Vattenfall mit Josefsson ganz zu schweigen, die sich hier in diverse Stromversorgungs-Unternehmen einkauften, um die Kanzler-Päpstin dahin zu beraten und bestärken, dass sie die wirtschaftliche Braunkohleverstromung – die völlig ohne Subventionen auskam – mit CO2-Zertifikatelasten ruiniert, um in Schweden mit Kernkraft und Wasserkraft richtig Kohle zu machen. Oder schließlich Versand- und Kaufhauskönig Dr. Otto aus Hamburg, der all die CO2-Propheten von Uexküll bis Hermann Scheer üppig sponsert, um mit der Parole „Den Gürtel enger schnallen“ selber dicke Kohle zu machen.

Es gibt da noch ein paar andere mehr willige Helfer in diversen Chefetagen der Öko-Vorreiterwirtschaft, siehe dazu etwa die Initiative 2 Grad.

Sie machen nicht einmal Halt vor frt Instrumentalisierung und Indoktrination von unschuldigen Kindern, um sie ganz offen „als Vervielfältiger in den Familien“ zu benutzen, weil die Erwachsenen diesen grün angestrichenen Wirtschaftsvertretern zu resistent sind gegen die CO2-Umerziehung und Ausbeutung, so Dr. Weinmann von Vattenfall auf dem 2-Grad-Forum Deutscher Unternehmer am 11. Februar in Berlin.

Und wussten Sie schon, dass die CO2-Päpstin ihren Gesandten Staatssekretär Michael Müller nach Rom schickt, um Benedikt als Mitspieler bei den CO2-Weltgemeinwohl-Spielen zu gewinnen? Merkel – Steiner – Benedikt – Schuss: Tor!!!

Dann werden wir Deutschen wirklich omnipotent und omnipräsent sein. Hier ein Auszug aus dem BMU-Terminkalender: Samstag, 07. März, Vatikan- Stadt, 11:00 Uhr: Parlamentarischer Staatssekretär Michael Müller nimmt am Symposium „CELAM-Misereor – Das Weltgemeinwohl angesichts knapper Ressourcen“ teil und hält eine Rede zum Thema „Wo kann sich die Kirche positionieren? – Die Kirche als Akteur“. Ort: Domus Sanctae Marthae, Citté del Vaticano.

Mit CO2-gesinnungsfreien Grüßen (solange das noch möglich ist)…

Internet

Initiative 2 Grad

Carbon-Fußabdruck 

Test mit dem Klimalügendetektor


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Hanna Thiele

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