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Einwurf: Wider die Reproduktionsquoten!von Julia Bug Eine Gegenposition auch zum ef-Mainstream Seit Jahrzehnten tönt das allgemeine Gejammer: Das Menschenweibchen wirft zu wenig Junge. Wo der Konservative seine Nation stärken möchte, sucht der Sozialdemokrat Zahlvieh für die Rentenkasse. Oder alle Politiker suchen schlicht Steuer-Sklaven. So weit so unschön wie verständlich. Warum sich vernünftige Menschen daran beteiligen, ist mir rätselhaft. Wenn es aufgrund Bevölkerungsrückgangs wieder mehr Platz gibt, freuen sich die wenigen doch um so mehr. Und wen stört es, wenn es in 200 Jahren nur noch vierzig Millionen Deutsche gibt? Die dann lebenden vermutlich nicht. Kurz: Solange niemand einen Grund nennt, warum denn gerade die Stagnation der Bevölkerungszahl so toll ist, und warum eine Zu- oder Abnahme der Österreicher oder Bosnier so schlimm ist, solange ist auch eine „ideale gesellschaftliche Reproduktionsquote“ von 2,1 willkürlich. Und Frauen, die ihre Norm nicht erfüllen, sollten wissen und sagen, dass diese Norm unsinnig ist. Tiere paaren sich unreflektiert. Betrunkene Jugendliche häufig auch. Nüchternen, erwachsenen Menschen in Europa sind die möglichen Folgen des Aktes durchaus klar. Der Entscheid für oder gegen Kinder kann bewusst getroffen werden. In der Vergangenheit gab es vielfach schlechte Rechtssysteme und wenig Möglichkeiten, Ersparnis zu bilden. Kinder als Altersversorgung gaben daher das ökonomische Futter für die Reproduktion. Darüber sind wir hinaus. Das in ein Kind investierte Geld kann bei Allianz & Co. geparkt das Alter sichern. Die Menschheit in Mitteleuropa ist vom Reproduktionszwang befreit. Die Menschheit vergreist? Ein toller Markt für die dann wenigen Jungen, mit halbautomatisierten Altenpflegediensten! Vielleicht auch wieder eine Motivation für Menschen, ein Kind in die Welt zu setzen, wenn dessen Lebensstandard nicht so wacklig ist wie heute. Kurz: Kinder sind ein Hobby. Manch einer empfindet Kinder als Quelle von Lärm und Dreck. Andere haben Spaß an Babys oder freuen sich zumindest, wenn das eigene sich gut entwickelt. Die Geschmäcker sind nun mal verschieden, und in einer freien Gesellschaft soll doch jede Familie und jede Frau über ein solch intensives Hobby selbst bestimmen können. Denkste. Die Nachfolger der Mutterkreuzler brauchen Futter für Steuer- und Rentenkasse, und Krieg führt die deutsche Regierung ja auch wieder gerne. Da der Türke und der Jugo seine Frauen auch nicht mehr wie die Karnickel werfen lässt, besinnen die Politiker sich wieder auf „Made in Germany“. Da mit einer Gratiskarte für die Reichsbahn heute keine erfolgreiche Begattung mehr auszulösen ist, soll harter cash die Befruchtung fördern. Erziehungsgeld heißt das. Und es wirkt prächtig! In den Wohnsilos der einschlägigen Asozialen-Ghettos, wo die Mehrheit der Bewohner Stütze kassiert, hört man wieder mehr Kindergeschrei. Und wenn die Else demnächst für den Jupp nicht die Beine breit machen will, heißt es dann: „Denk ans Erziehungsgeld, von nix kommt nix!“ Lediglich ein paar Leute machen sich Gedanken, ob diese Zucht wirklich besser ist als ein Bevölkerungsrückgang. Ob nicht die in Liebe und von klugen Menschen als Hobby in die Welt gesetzte Generation vielleicht lieber auf die Altersgenossen der vierten Asozialen-Generation verzichten würde. Und vielleicht lässt gerade dies manche Frau denken: In diese verrottende Welt setze ich keine Kinder! 21. April 2009 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Diesen Artikel teilenAnzeigen |
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