26. Mai 2009

FrankreichNeue Gerüchte über Ministerposten für Klima-Skeptiker

Claude Allègre auf dem Weg in die Regierung?

Zunächst war es nur ein Aprilscherz, den um ihre Pfründe fürchtende Vertreter der politisch korrekten Klimakatastrophen-Lehre offenbar gezielt im Internet lanciert hatten, um die Anhänger des „Weltklima-Rates“ IPCC vor dem absehbaren Scheitern des „Klima-Gipfels“ gegen Ende des Jahres in Kopenhagen zu warnen und gegen die drohende Kürzung des Etats für „Klimaforschung“ zu mobilisieren. Der französische Staatspräsident, so hieß es, sei drauf und dran, den weltbekannten Geologen und ehemaligen sozialistischen Erziehungs- und Forschungsminister Claude Allègre zum Minister seiner gemäßigt rechten Regierung zu ernennen. Zur Disposition stehe das von Sarkozys Parteifreund Jean Louis Borloo gehaltene Ministerium für Umwelt und Nachhaltigkeit.

Allègre ist für die religiöse Gemeinde der Gaia-Anbeter ein rotes Tuch. Denn der 1986 mit dem Craaford-Preis, der dem Nobelpreis ebenbürtigen höchsten Auszeichnung für Geologen, ausgezeichnete ehemalige Chef des Pariser Instituts de la Physique du Globe hat in einer Reihe populärer Sachbücher kundgetan, dass er die Warnungen vor einer drohenden Klimakatastrophe für ausgemachten Schwindel hält. Er ging sogar so weit, den ihm aus seiner Ministerialzeit persönlich bekannten Ex-US-Vizepräsidenten Al Gore als „Gauner“ zu bezeichnen, der die Angst der Menschen, ihnen könne der Himmel auf dem Kopf fallen, zu Geld mache.

Am vergangenen Wochenende kam in französischen Sonntagszeitungen nun die Nachricht, die Ernennung Allègres stehe unmittelbar bevor. Sofort meldete sich TV-Star Nicolas Hulot, Frankreichs Chef-Kassandra, zu Wort. Er nehme es Allègre zwar ab, ernsthaft davon überzeugt zu sein, dass der Klimawandel nicht auf menschliche Einflüsse zurückgeht. Doch gehe es nicht an, einem Mann, der anders denke als die im IPCC versammelten 2.500 Forscher und Funktionäre, ein öffentliches Amt anzutragen. Dann müsse sich Frankreich vor dem Nobelpreis-Komitee rechtfertigen, das Al Gore und den IPPC im Jahre 2007 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet hat. Die Nominierung Allègres wäre ein „tragisches Signal“ für den Kopenhagener Klimagipfel. Man dürfe jetzt nicht die Klimapolitik der Konjunkturpolitik opfern. Denn um die Welt zu retten, genüge es nicht, auf „grünes“ Wachstum zu setzen. Man müsse den Menschen klar machen, dass schmerzhafte Opfer unvermeidlich sind.

Das lässt tatsächlich nur einen Schluss zu: Würde Allègre tatsächlich in unserem Nachbarland Minister, wäre das eine gute Nachricht für alle, die sich eine Spur gesunden Menschenverstands bewahrt haben. Denn dann wäre ein Platzen der „grünen“ Blase anlässlich des Klimagipfels von Kopenhagen sehr wahrscheinlich.


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