07. Januar 2010

Flugzeugsicherheit und Nackscanner Durchsucht die verdächtig starken Arme!

Für ein neues interkulturelles Management

Haben Sie am Dienstag CSI Miami gesehen? Ein kniffliger Fall rund um einen überfallenen Geldtransport. Die Täter waren auf der Flucht. Alles, was die Fernsehkommissare unter der Leitung von David Caruso finden konnten, war ein Fitzel von einer Plastikfolie. Darauf waren einige Striche zu sehen. Die Ermittler fanden heraus, dass es sich um den Schutzumschlag eines Passes gehandelt haben muss. Die Striche wurden per Computer mit allen gespeicherten Amtssiegeln verglichen. Siehe da: Es handelte sich um das Siegel der Schweiz. Es waren also Schweizer Pässe. Jetzt konnten die Diebe gestellt werden, weil die Kriminalen wussten, wohin sie mit der Beute fliehen wollten.

Was sagt uns das? Auch wenn es nur Fiktion war: Wenn amerikanische Behörden – und die Kripo von Miami gehört wohl kaum zu den am besten ausgestatteten – wollen, dann können sie anhand kleinster Hinweise Verbrechen aufdecken und Täter dingfest machen.

Wie kann es also sein, dass Umar Farouk Abdulmutallab zu Weihnachten ungehindert ein Flugzeug nach Detroit besteigen konnte, das er fast in die Luft gejagt hätte? Wozu leisten sich die Amerikaner FBI, CIA, NSA, Heimatschutzministerium und die ganzen anderen Polizeibehörden?

Selbst Präsident Obama nimmt sich der Sache an und beschimpft sie, weil sie unfähig seien. Die Republikaner schäumen. Und erst recht sind die Bürger empört. Was müssen sie jeden Tag über sich ergehen lassen? Zwei Millionen Amerikaner und ähnlich viele Europäer nutzen täglich das Flugzeug. Sie werden gezwungen, ihre Schuhe auszuziehen, ihre Laptops auszupacken, ihre Coladose auszutrinken, überzählige Flüssigkeiten oder Cremes wegzuwerfen. Jeden Tag. Millionenfach. Und dann marschiert ein nigerianischer Mohammedaner, vor dem sein eigener Vater schon gewarnt hat, der sein Ticket bar bezahlt hat, der in Lagos los geflogen ist, der – schließlich – ohne Gepäck reiste, einfach so durch die Kontrollen, als wäre nichts.

Was kommt als nächstes? Wäre es nicht besser, alle Bürger würden sich gleich komplett ausziehen und ihre Kleidung zurücklassen? Handgepäck würde kurzerhand verboten werden. Leider könnte jemand immer noch in seinen Körperöffnungen etwas mitbringen. Lösung: Alle Passagiere werden gezwungen, 24 Stunden vor Reiseantritt zu erscheinen und ihr „Geschäft“ auf einem Flughafenklo unter Aufsicht zu verrichten. Wer nicht aufs Klo muss – kein Problem: Dann gibt es einen leckeren Einlauf. Mit freundlichen Grüßen von Wolfgang Schäuble.

Übertrieben? Ich glaube nicht. Vor dem 11. September hätte niemand Nacktscanner für möglich gehalten. Jetzt werden wir sie wohl erhalten. Und auch noch drastischere Methoden zur Gängelung der Bürger werden kommen, wenn nicht endlich jemand die Rechte der Bürger ergreift und diese sinnlosen wie demütigenden Flughafenkontrollen beendet.

Warum tun wir nicht das Nahe liegende? Schauen wir uns die Täter mal an, die es seit Lockerbie vor über zwanzig Jahren gegeben hat: Sie hatten alle die gleiche Haarfarbe, die gleiche Augenfarbe, eine ähnliche Hautfarbe. Jeder zweite von ihnen hieß Mohammed mit Vornamen. Es waren ausschließlich Moslems.

Warum müssen christliche Reisegäste dann bitte diese ganzen Kontrollen über sich ergehen lassen? Die Antwort ist: wegen der politischen Korrektheit.

Wenn es gegen Leistungsträger geht, dann ist es ok, einige Leute mehr abzukassieren als andere. Schließlich sind sie die „starken Schultern“. Wenn es um Klimawandel geht, dann müssen wir unsere CO2-Emissionen senken, während andere Länder, die nicht zum Westen gehören, ruhig mehr produzieren dürfen, denn wir sind die bösen Industrienationen und früheren Kolonialmächte. Aber bei gemeingefährlichen Terroristen darf der Staat nicht genauer hinschauen.

Wenn die Linken ihr ganzes Gerede über „Diversity“ und interkulturelles Management ernst nehmen würden, dann müssten sie dafür sorgen, dass arabischstämmige, muslimische Fluggäste mit der notwendigen Sorgfalt untersucht werden – statt harmlose Familieväter zu schikanieren, die einen Witz über Sprengstoff in der Unterhose machen.


Artikel bewerten

Artikel teilen

Facebook Icon Twitter Icon VZ Icon del.icio.us Logo Reddit Logo

Anzeigen

Kommentare

Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv Abonnenten der Zeitschrift „eigentümlich frei“ zur Verfügung.

Wenn Sie Abonnent sind und bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, nutzen Sie bitte das Registrierungsformular für Abonnenten.

Mit einem ef-Abonnement erhalten Sie zehn Mal im Jahr eine Zeitschrift (print und/oder elektronisch), die anders ist als andere. Dazu können Sie dann auch viele andere exklusive Inhalte lesen und kommentieren.

drucken

Mehr von Ronald Gläser

Über Ronald Gläser

Anzeige

ef-Einkaufspartner

Unterstützen Sie ef-online, indem Sie Ihren Amazon-Einkauf durch einen Klick auf diesen Linkstarten, oder auf ein Angebot in der unteren Box. Das kostet Sie nichts zusätzlich und hilft uns beim weiteren Ausbau des Angebots.

Anzeige