17. Juni 2010

BRD-Präsident Muttis Super-Gau(ck)

Die Tätowierung der Villa Hammerschmidt

Joachim Gauck und Christian Wulff sind der Fleisch gewordene Beleg dafür, dass „Mutti Merkel“ den Instinkt verloren hat. Der beleidigte „Hotte“ Köhler war zumindest noch ein Kandidat des gelb-schwarzen Traumbündnisses, dem leider die Worte fehlten, um die „geistig-politische Wende“ auszurufen.

Ganz egoistisch habe ich als Berufspendler Köhlers Forderung, den Benzinpreis weiter nach oben zu schrauben, gar nicht witzig gefunden. Ich gehe fest davon aus und stelle hiermit eine formelle Anfrage: Ist es richtig, dass unser Bundespräsident a. D. auf sein lebenslanges Privileg, kostenlos im Daimler herumkutschiert zu werden, verzichtet und stattdessen dem Tankwart seines Vertrauens immer fünf Euro pro Liter in die Hand drückt, um das Klima zu schützen?

Doch zurück zu den beiden „frischen“ Kandidaten. Als Bild-Zeitungsredakteur würde ich titeln: „Wird Wulff zu Muttis Super-Gau(ck)?“ Die Kanzlerin scheint ja total erstaunt zu sein, dass selbst in Rudimenten noch konservative Erzeugnisse des Springer-Verlages sich so gar nicht für den reinen Parteisoldaten aus Niedersachsen erwärmen konnten.

Zieht ein Tattoo in die Villa Hammerschmidt ein? Diese Frage stellen wir uns mit Blick auf die – zugegebenermaßen dekorative – entblößte Schulter der Bettina Wulff. Wie dem auch sei: Merkel hat fertig, wenn sie den Schwiegersohntypen aus Osnabrück/Hannover nicht über die Ziellinie bringt.

Und Gauck? Auf seine Kandidatur hätten Union und FDP selber kommen müssen. Eine breite Mehrheit für einen Bürgerpräsidenten, und die Alt-Kommunisten in der Schmollecke. Das wäre ein schönes Bild gewesen, wenn Parteitaktik nicht über die Staatsräson gesiegt hätte.


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