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![]() Studierte Rechtswissenschaften in Wien und Madrid. Mitarbeiter am Institut für Wertewirtschaft; seine Beiträge geben jedoch nicht unbedingt die Meinung des Instituts wieder. ef-Sucheef-EinkaufspartnerWenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button: ef auf FacebookBesuchen Sie uns auch auf Facebook: |
Das männliche Gehirn: Warum Männer anders sind als Frauenvon Ralph Janik Der stete Wandel des männlichen Denkorgans Nach ihrem Bestseller „das weibliche Gehirn: Warum Frauen anders sind als Männer“ aus dem Jahr 2008 legt Louann Brizendine, Professorin an der University of California, mit dem Komplementärwerk zum Gehirn des anderen Geschlechts nach. In sieben Kapiteln beleuchtet sie chronologisch die Entwicklung des männlichen Gehirns und zeigt die (neurologischen) Hintergründe männlichen Verhaltens auf. Dazu bedient sie sich des diesem Genre typischen Aufbaus – Episoden von (oft hilfesuchenden) Eltern Paaren sowie sich selbst, gefolgt von Erklärungen und Beobachtungen, die Forschungsergebnisse aller Art zum jeweiligen Fall bieten – das ganze thematisch nach Alter und jeweiligem Verhaltensmuster gegliedert. Etwa, wieso kleine Jungs nicht gerne mit Mädchen spielen, dazu neigen, riskanten Spielen nachzugehen, als männlich geltende Spielsachen zu bevorzugen und sich zu balgen. Oder, warum sie sich in der Pubertät von ihren Eltern distanzieren, von Gleichaltrigen akzeptiert werden wollen, in der Schule oftmals Konzentrationsschwierigkeiten aufweisen und zu aggressivem Verhalten neigen. Das sich vom abenteuersuchenden Kind über den rebellischen Teenager und nach einer längerfristigen Beziehung suchenden Jung-Erwachsenen zum Vater und letztlich besonnenen, gereiften Herren wandelt. Darüber hinaus beschreibt sie den männlichen Umgang mit Gefühlen, gibt einen sehr kurzen Ausblick auf die Entwicklung des männlichen Gehirns und geht (ebenfalls in sehr kurzer Form) auf die Unterschiede zwischen den Gehirnen heterosexueller und homosexueller Männer ein. Brizendine zeigt die von Geburt an bestehenden männlichen Charakterzüge auf, die sich durch die Umwelt zwar durchaus beeinflussen, jedoch nicht beliebig formen lassen. Das Buch kommt ohne allzusehr ins Detail gehende Experimentbeschreibungen aus und zeigt in kompakter Form die hormonellen Einflüsse, denen das männliche Gehirn im Laufe eines Lebens ausgesetzt ist und die damit verbundene Art männlichen Denkens – was Männern wichtig ist und wieso sie sich verhalten, wie sie sich verhalten. Sie tadelt und wertet nicht, sondern beschreibt und erklärt – ihr erklärtes Ziel ist es, Männern ein besseres Verständnis ihrer tiefsten Antriebe zu geben und Frauen einen männlichen Blick auf die Welt zu bieten. Denn aus den Fortschritten auf dem Gebiet der Gehirnforschung ergibt sich für beide Geschlechter die historisch einmalige Möglichkeit, sich ihrer naturgegebenen Verschiedenheit bewusst zu werden und zu verstehen. Denn, so Brizendine, gerade wenn man sich die eigenen biologischen Voraussetzungen vergegenwärtigt, die Impulsen zugrunde liegen, kann man überlegter handeln, muss kein Sklave der eigenen Emotionen sein. Dadurch wird es Männern wie Frauen ermöglicht, männliche Zeitgenossen jeden Alters besser zu verstehen und auf ihr Verhalten angemessen reagieren zu können. Menschen, die populärwissenschaftliche Bücher zum Thema, wie „Frauen denken anders. Männer auch“ von Simon Baron-Cohen, „Das Geschlechterparadox“ von Susan Pinker oder gar die verstaubten Klassiker wie „Frauen sind anders. Männer auch“ von John Gray oder „warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“ von Allan und Barbara Pease bereits kennen, werden nichts grundlegend Neues erfahren. Der Tenor ist der mittlerweile unter Psychologen und Hirnforschern, die sich mit Geschlechterdifferenzen befassen, altbekannte: Frauen und Männer sind von Geburt an unterschiedlich in der Art, wie sie denken, Dinge wahrnehmen und handeln, und heute ist der Einfluss der Hormone auf die unterschiedlichen Wege, die weibliche und männliche Gehirne nehmen, besser dokumentiert denn je. Wer einen flott lesbaren, gut fundierten Einstieg zum Thema geschlechterbezogene Gehirnforschung und durch sie aufgezeigte Wesenszüge des männlichen Gehirns sucht, einen Einstieg, der ohne allzu aufmacherischen Buchtitel und damit verbundenes Cover daherkommt, ist mit „Das männliche Gehirn“ gut bedient. Menschen, die bereits viel zu dem Thema gelesen haben oder Brizendines umfassenden Vorgänger kennen, werden zumeist etwas enttäuscht sein.
Internet: Buch: Das männliche Gehirn: Warum Männer anders sind als Frauen 16. Juli 2010 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Diesen Artikel teilenAnzeigen |
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