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Aktuelle Nachricht – Griechenland: Rezession als Folge der Schuldenkrise

von Redaktion eigentümlich frei

Regierung legt schlechtere Daten als erwartet vor

(ef-DF) Im zweiten Quartal ist die griechische Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorquartal um weitere 1,5 Prozent gefallen, erklärte die staatliche Statistikbehörde. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Minus von 1,0 Prozent gerechnet. In den Quartalen zuvor war die Wirtschaftsleistung jeweils um 0,8 Prozent zurückgegangen. Nun geht man davon aus, dass der von der griechischen Regierung für das Jahr 2010 prognostizierte Einbruch um 4 Prozent noch zu positiv ist. 

Auch die Staatseinnahmen bleiben hinter den Prognosen zurück. Statt eines erhofften Plus von 13,7 Prozent wuchsen diese nur um 4,7 Prozent. Grund ist eine zweimalige Erhöhung der Mehrwertsteuer auf nunmehr 23 Prozent, die wiederum die Inflation auf rund 5 Prozent angeheizt hat. Auf der Ausgabenseite weist der Staatshaushalt seit Januar ein desaströses Defizit von mehr als 12 Milliarden Euro auf, was im Vergleich zum Vorjahr allerdings einen Rückgang um 40 Prozent bedeutet.

Es gibt bei einer Quote von 12 Prozent im Mai rund 40 Prozent mehr Arbeitslose als im Vorjahr, in dem die Quote bei 8,5 Prozent lag. Die Europäische Union und der Internationale Währungsfonds nehmen an, dass die Arbeitslosenquote wegen der schwersten Rezession seit 40 Jahren bis auf 15 Prozent ansteigen könnte.

Schlechte Nachrichten für Griechenland gibt es auch für das griechische Subventionspaket der anderen Staaten. Die Slowakei verweigert die Beteiligung an der auf zunächst drei Jahre angelegten 110-Milliarden-Euro-Kreditlinie. Der slowakische Anteil an der Kreditlinie hätte bis zu 812 Millionen Euro betragen. Der slowakische Finanzminister sieht sein Land als kleiner als Griechenland an und erklärte vor dem Parlament, eine Solidarität der Armen mit den Reichen und der Verantwortungsvollen mit den Verantwortungslosen sei keine wahre Solidarität.

Quellen:

Handelsblatt;

Welt.

12. August 2010

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