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Aktuelle Nachricht – FDP: Fritz Goergen im Interview

von Redaktion eigentümlich frei

Die FDP ist ein Karriereverein

(ef-DF) Am Mittwoch erschien ein Interview der taz mit dem ehemaligen FDP-Mastermind Fritz Goergen. Goergen gilt als einer der großen Strategen der FDP. Er leitete unter anderem den Landtagswahlkampf des Jahres 2000 in Nordrhein-Westfalen. Die FDP konnte ihr Ergebnis von 4,0 auf 9,8 Prozent verbessern. Bekannter ist er als Erfinder der Strategie 18, die er für Jürgen Möllemann konzipierte.

Goergen erklärt, kein Vorsitzender habe jemals die Partei wie Westerwelle im Griff gehabt. In der FDP habe wie in allen Parteien eine Machtverschiebung zur Führungsspitze stattgefunden. Die FDP sei zu einem reinen Karriereverein geworden. Die Nachwuchskräfte seien nur noch Berufspolitiker. Die FDP sei programmatisch verengt und habe keine Chance, sich in dieser Legislaturperiode aus dem Sumpf zu ziehen. Über Westerwelle sagt er weiter, dieser habe alles erreicht. Niemand könne als FDPler höher aufsteigen als bis zum Vizekanzler. Westerwelle sei vom Karrierewillen angetrieben, nicht von Inhalten. Lindner sei - wie jeder andere - bemerkenswert still, nur Westerwelle rede für die Partei, daran sei die Partei gewöhnt. Lindner habe zwar das intellektuelle Rüstzeug für einen Kurswechsel im Zuge der Erarbeitung des neuen Grundsatzprogramms. Doch glaube Goergen daran nicht. Die FDP habe noch nie ihren Standort im Parteiensystem gefunden.

Quelle

Interview in der taz

28. August 2010

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