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![]() Studierte Rechtswissenschaften in Wien und Madrid. Mitarbeiter am Institut für Wertewirtschaft; seine Beiträge geben jedoch nicht unbedingt die Meinung des Instituts wieder. ef-Sucheef-EinkaufspartnerWenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button: ef auf FacebookBesuchen Sie uns auch auf Facebook: |
Integration: Totale Beschulung oder Ghettosvon Ralph Janik Vom Scheitern der Moderne Spätestens seit der Sarazzin-Debatte in Deutschland beziehungsweise dem Erfolg der FPÖ H.C. Straches mit rein auf das „Ausländerthema“ fokussierten Wahlkämpfen in Österreich wird Integration verstärkt thematisiert. Dies ist insofern beachtlich, als das Thema in den Jahrzehnten davor, wenn überhaupt, so mit Samthandschuhen angefasst wurde. Wer nichts Falsches sagen will, für keinen Sturm der Empörung sorgen möchte, sagt lieber gar nichts. Aufgrund dieses Schweigens oder Kleinredens wurden Menschen wie Sarazzin, die im Wahrnehmen vieler Menschen „endlich einmal die Wahrheit sagen“ oder Parteien wie die FPÖ groß. Mittlerweile scheint der öffentliche und mediale Druck zu groß, als dass der Bereich Integration weiterhin als ein Randthema behandelt werden könnte – und die Folgerungen aus der Erkenntnis, dass es hier Probleme gibt, sprechen eine altbekannte Sprache. Denn das Integrationsproblem gilt vielen als Problem der Erziehung, was durchaus richtig ist. Es ist allgemein bekannte Tatsache, dass erfolgreiche und/oder gebildete Eltern ihren Status ebenso weitergeben wie dies bei weniger gebildeten oder einkommensschwachen Schichten der Fall ist. Um es bildlich auszudrücken: Ein Kind, das vom Fernseher erzogen wird, wird tendenziell weniger Chancen haben als eines, das in die Klavierstunden geschickt wird und ab und an mit den Eltern in Ausstellungen und ins Theater geht. Kurzum: Bildung und mit ihr oft Erfolg werden weitergegeben. Übertragen auf Integration heißt das, dass Kinder aus Einwandererfamilien, die einem einkommensschwachen und bildungsfernen Milieu entstammen, nur in Ausnahmefällen einen höheren Bildungsweg ergreifen werden; und deshalb werden sie auch nur wenig Anstrengungen unternehmen, sich zu integrieren und umgekehrt, am Arbeitsmarkt als „Ungebildete“ auf wenig Gegenliebe stoßen – und hier ist laut Integrationsforschern anzusetzen. Der Schluss, den diese ziehen, ist einfach und logisch; wenn Bildung weitergegeben wird, muss der Staat eingreifen, um mit dieser Endlosschleife brechen. "Österreichs System hält das Elternhaus für den besten Ort für die Kinder. Die Bildungschancen werden massiv weitervererbt", so etwa Barbara Herzog-Punzenberger, ihres Zeichens Immigrationsforscherin. Aus dieser Erkenntnis heraus fordert sie mehr Ganztagsschulen, mehr Kinderbetreuung und die Gesamtschule. Herzog-Punzenberger ist nur eine von unzähligen Stimmen, die derartige Forderungen um der Integration willen stellen. Mehr Schule, frühere Kinderbetreuung (Stichwort „verpflichtendes“ Kindergartenjahr) und eine Schule für alle, frei von Selektion. Unter dem Deckmantel der Integration wird eine viel tieferliegende Wahrheit im politischen Denken ersichtlich – die Familie, so offenbart dieses Zitat, gilt als Problem. Sie ist nicht der beste Ort für die Kinder, vor allem nicht bei sozial schwächeren Familien. Sie ist die Wurzel des Übels Ungleichheit. Also muss die Obrigkeit eingreifen und sich der Kinder annehmen. Da es der Integration wegen geschieht, stößt sich auch niemand an diesen Aussagen – vielmehr noch, Einwanderer gelten als kulturell minderwertig und diesen Nachteil gilt es eben zu beheben. Das Tückische daran ist, dass dieser Denkschritt eine gewisse Richtigkeit mit sich bringt, so lange man im alltagspolitischen Denken verhaftet bleibt. Je weniger Schule, desto eher die Chancen, dass Kinder in die Fußstapfen ihrer Eltern treten, zumindest dann, wenn diese keinen hohen Bildungsethos aufweisen. Kinder aus Familien, die zu Hause eine andere Sprache sprechen, treten ihren Bildungsweg in der Tat oftmals mit sprachlichen Defiziten an, die mit Fortlauf ihrer Beschulung nicht mehr ausgemerzt werden und sich in sämtliche Bereiche des Unterrichts übertragen. Das Endergebnis ist allgemein bekannt – kaum gebildete junge Menschen ohne Perspektive, dafür mit viel Frust und angelernter Ablehnung gegenüber der Mehrheitsgesellschaft. Die eigene Schwäche wird in eine Stärke umgedeutet; Besinnung auf die eigene, überlegene Kultur, Ablehnung der „gottlosen“, wenig ehrenhaften Kultur des Landes, das man nicht als seine Heimat erachtet. Keine guten Aussichten für gelungene Integration. In der Tat könnte hier aus Sicht einer Mikro-Perspektive eine mögliche frühe Beschulung, im Idealfall mit möglichst früh einsetzendem Kindergartenjahr, mit entsprechenden Förderprogrammen und vielleicht auch noch ausgewogener sozialer Durchmischung Abhilfe schaffen. Kinder würden mit der Mehrheitsgesellschaft konfrontiert (et vice versa), Sprachdefizite könnten behoben werden, und man könnte archaische Verhaltensmuster eigenständig ablegen, weil man die Alternativen kennt. In der Makro-Perspektive offenbaren sich hinter dem Anspruch, durch obrigkeitliche Ausgleichsmaßnahmen Integration vermittels Bildung schaffen zu wollen, weniger wohlklingende Perspektiven. Am Rande sei bemerkt; es geht bei genauerer Betrachtung nicht in erster Linie um Integration, sondern um die fehlende Gleichheit hinsichtlich der Bildungswege, die nur bei Immigranten besonders stark zu Tage tritt. Integration ist dieser Tage ein willkommenes Vehikel bei der Herstellung von Gleichheit. Dazu empfiehlt es sich, die Auswirkungen der Forderungen der Bildungsapologeten in concreto zu betrachten, wie sie bereits jetzt (teilweise) vorhanden sind: So wäre soziale Durchmischung angesichts der verschiedenen Wohnorte nur möglich, wenn man die Kinder quer über die jeweilige Region zuteilen würde; also „reiche Kinder“ in ärmere Viertel und umgekehrt, ungeachtet der damit verbundenen Aufwendungen. Weiters folgen Maßnahmen, auch Kindern aus bildungsferneren Schichten einen möglichst frühen Zugang zu bestmöglicher Bildung angedeihen zu lassen, der Versuch der Bildungsschichten, ihren Kindern einen Vorteil gegenüber dem Programm für die Allgemeinheit zu verschaffen, auf den Fuß. Eltern, die sich sorgen, dass ihr Kind in seiner Entwicklung durch Nachzügler gehemmt wird, sind dann umso mehr bemüht, dieses in privaten Institutionen unterzubringen. Es ist ein Wettlauf um die beste Bildung, den die einzelnen Bildungs„schichten“ untereinander führen. Ein Wettlauf, bei dem bildungsferne Schichten oft gar nicht teilnehmen wollen, da sie andere Präferenzen haben – eben, das Kind selbst aufzuziehen, in eigener Kultur und Sprache, späteren Nachteilen zum Trotz. Daher ist „Chancen-Gleichheit“ bei näherer Betrachtung Gleichheit, da sie auch jene erfassen will, die diese Chancen gar nicht wollen – also Gleichheit. Durch den Wettlauf um gute Bildung, an dem einige gar nicht teilnehmen, würden die verpflichtenden Kindergärten und Gesamtschulen also erst recht zu etwas, das man eigentlich vermeiden wollte – Sammelbecken für (bildungsferne) Immigrantenkinder, weit davon entfernt, Chancengleichheit zu bieten. Die Antwort folgt auf den Fuß; künstliche Verteuerung von besseren Privat-Angeboten aufgrund der Ausweitung des staatlichen Angebots, das es immer mehr wenig betuchten Eltern verunmöglicht, ihren Kindern eine alternative Betreuung/Bildung zu bieten und, daraus folgend, spezielle Förderungen, um auch einkommensschwachen Eltern eine solche zu ermöglichen. Zweiteres ist in Wien im Bereich der Kindergärten umgesetzt worden. Mit dem Ergebnis, dass zumindest jene, die ein Interesse daran haben, ihre Kinder trotz finanziellen Unvermögens zu fördern, von dieser Maßnahme Gebrauch machen können, wobei auch hier die Frage nach der Distinguierung im Raum stehen würde, sobald die Qualität der Betreuung unter den Nachzüglern leidet. Da jedoch nur wenige, bzw. Menschen mit Interesse an Bildung für ihre Kinder davon Gebrauch machen, eben weil sie kein Interesse an Chancengleichheit, bzw. höherer Bildung haben, tritt diese Entwicklung nicht ein – im Prinzip bleibt ja alles wie gehabt, nur dass die Teuerung aufgrund der Ausweitung des staatlichen Angebots durch Förderungen abgefedert wurde. Chancengleichheit mittels Förderungen und dem Schaffen von Möglichkeiten nützt also nur jenen, die auch ein Interesse an bestmöglicher Bildung haben. Eltern, die ihren Kindern trotz einer schwachen Einkommenssituation eine gute Bildung angedeihen lassen, haben dies seit je her geschafft. Es ist weniger das Geld als der Bildungsethos, der entscheidende Bedeutung hat. Um ein Beispiel zu nennen Die Kinder iranisch-stämmiger Taxilenker, die gebildeten Häusern entstammen, deren Studien aber in Österreich nicht anerkannt wurden, besuchen heute die Universitäten. Umgekehrt wird ein Kind, dem als archaisch geltende Werte von Ehre, Stolz und Religion vermittelt werden, die letztlich über Bildung stehen, allen Förderungsmöglichkeiten zum Trotz tendenziell keinen Aufstieg schaffen, sofern ein solcher auch nicht angestrebt wird. Es ist bei der Frage der Gleichheit immer unerlässlich, zu fragen, wann der Idealzustand der Integration und der Gleichheit, der also auch bildungsferne Schichten erfasst, erreicht ist und welche Mitte dafür als geeignet gelten. Die Antwort ist so einfach wie – aus Sicht der Integrationspolitik in Europa – schwerwiegend; es gibt keinen Idealzustand der Gleichheit. Das Werk, zu dem Befürworter von Ganztagsgesamtschulen ab Säuglingsalter eintreten, lässt sich nicht vollenden; genau weil sie eine Utopie darstellt, treten die Agenten der Gleichheit umso vehementer auf und kennen keine Grenzen ihres Eingriffsspektrums. Frühe Beschulung mag in den Augen vieler einige positive Effekte mit sich bringen, vor allem im Bereich der Sprachkompetenz – bei näherer Betrachtung handelt es sich dabei jedoch um möglichst weitgehende Nivellierung von Unterschieden aller Art, die sich im Moment regen Zuspruchs erfreut, weil sie im Namen der Integration geschieht. Schließlich tritt die Sehnsucht nach einer Gemeinschaft, die von einem Grundkonsens geprägt ist, der ein friedliches Miteinander ermöglicht, gerade in Zeiten von Globalisierung und Immigration, offen zu Tage und manifestiert sich in obrigkeitlichen Homogenisierungsansprüchen über die Jüngsten – eben, weil die Familie, so das Diktum, nicht der beste Ort für Kinder ist, stellt sie doch einen Hort der Konservierung von Unterschieden dar, was sie zum natürlichen Feind der Gleichheit macht. Erst, wenn man den entscheidenden Faktor Familie auf ein Minimum zurückgestutzt hätte, würde man merken, dass es immer noch Menschen gibt, die aus Sicht des Bildungsweges von Gesamtschule & Co. stärker profitieren als andere, etwa, weil sie andere Talente haben oder das jeweilige Schulsystem besser auf sie zugeschnitten ist als auf andere. Genau aus dieser Erkenntnis heraus sollte man ein möglichst breites Angebot an Bildungsformen wollen; doch anscheinend braucht es ein komplettes Scheitern einer für alle gleichen Bildung, um zu erkennen, dass auf die Vielfalt der Menschen auch eine Vielfalt der Bildungswege und Möglichkeiten zu folgen hat. Mit vermeintlichen Nachteilen, weil viele von dieser Freiheit auf eine Art Gebrauch macht, die anderen missfallen könnte. Hier liegt gerade die Krux, in der gegenwärtigen Situation in Europa Integration mit Freiheit vereinbaren zu wollen. Denn ohne herrschaftliche Ansprüche auf Homogenisierung kommt es zu keiner Integration, geschweige denn zu Assimilation, vor allem dann nicht, wenn die Zuwanderung ohne Kriterien wie Leistungsbereitschaft oder Qualifikation erfolgte (siehe unten). Es gibt in diesem Bereich also zwei Möglichkeiten, die mit allerlei Nachteilen verbunden sind – man kann dem Ruf der Moderne folgen und Zwangsbeschulung so bald und intensiv wie möglich fordern - mit den oben beschriebenen Folgen, dass dieser Prozess, einmal in Gang gesetzt, kein Ende und keine Grenzen kennt. Oder aber man kann die Freiheit der Bildungswege betonen, mit dem für viele problematischen Effekt, dass Bevölkerungsgruppen die Werte ihres Gastlandes nicht annehmen, sich also nicht integrieren, weil sie es auch keine Notwendigkeit dafür sehen. Dass es also zur Herausbildung einer bildungsfernen „Parallelgesellschaft“ kommt, die, wenn sie einen entsprechend wehrhaften kulturellen Hintergrund aufweist, früher oder später in Konflikt mit der Mehrheitsgesellschaft geraten muss. Wie man es dreht und wendet, den goldenen Mittelweg zwischen diesen beiden Möglichkeiten scheint es nicht zu geben, wie die aktuelle Situation, zeigt, die eine Mischform aus beiden darstellt, die keine der gewünschten Auswirkungen, wohl aber die negativen mit sich bringt – Integrationsprobleme trotz Zwangsschule also. Dies wiegt aufgrund der verfehlten Einwanderungspolitik der Vergangenheit umso schwerer, denn das Pendel schlägt zu Gunsten der Gleichheit aus, verspricht sie doch eine Entschärfung (und keine Verschärfung, wie man sie von einem Rückbau staatlichen Anspruchs im Bildungsbereich erwartet) kultureller Konflikte, die in den 1960er und 1970er Jahren angelegt wurden. Angela Merkel hatte Recht, als sie sagte, Multikulti sei gescheitert; aber „Multikulti“ sollte in Wahrheit niemals ein friedliches Miteinander der Kulturen bedeuten; Multikulti sollte darauf hinauslaufen, dass Angehörige anderer Kulturkreise ohne jegliches Zutun merken, wie überlegen der Westen und seine Verheißungen von Selbstbestimmung und Freiheit ist und ganz von selbst ihre Wurzeln ablegen und nur einige wenige, als unbedeutend angesehene kulturelle Eigenheiten und Bräuche bewahren. „Multikulti“ ist folglich deswegen gescheitert, weil Angehörige anderer Kulturen oftmals nicht bereitwillig jene des „Westens“ annahmen, wie vielfach vermutet, sondern sich umso stärker zurückgezogen, bzw. eigene Hybridkulturen (Stichwort „Euro-Islam“) geschaffen haben. Jetzt, wo sich immer mehr herausstellt, dass die Assimilation nicht im erwünschten Maße stattgefunden hat, werden die gewählten Mittel intensiver, Freiwilligkeit wird durch Zwang ersetzt. Die Moderne zeigt ihre Krallen und ihre Schwäche, wenn sie und ihre Werte in Frage gestellt werden. Denn gerade eine überlegene Kultur sollte von selbst angenommen, bzw. angestrebt werden – Zwang, Werte vermittels Beschulung aufzudrücken, und der Zwang sich anzupassen, offenbaren ein viel tieferliegenderes Integrationsproblem – die Werte des Westens sind nicht so verlockend, wie angenommen, zumindest nicht für Angehörige sämtlicher Kulturkreise. Vor allem der heftig diskutierte Islam empfand vieles, das als „westlich“ gilt, als abschreckend – und das sind nicht nur Toleranz und Freiheit, sondern auch die Aushöhlung der Familie (siehe oben), Materialismus und Wertebeliebigkeit; Dinge, die auch vielen Menschen des westlichen Kulturkreises missfallen. Insofern liegt das Wesen der Integrationsproblematik tiefer, als dass es sich mit Ansprüchen der Homogenisierung beheben ließe, die nur auf einen immer weitergehenden Eingriff der Obrigkeit auf die Familie hinausliefe (um beim Eingangsthema zu blieben) – und damit auf eine jener Schattenseite der westlichen Kultur, die dazu führt, dass die „westliche Kultur“, wie sie sich in Europa geriert und selbst wahrnimmt, anderswo nicht als überlegen und erstrebenswert wahrgenommen wird. Das wahre Problem mit der Integration könnte also vielmehr daran liegen, dass die Moderne und mit ihr der Westen es verabsäumt haben, die eigene Kultur als eine unter vielen zu begreifen, die nicht nur positiv konnotiert ist und weit davon entfernt, einen Universalanspruch erheben zu können. Eine Kultur, die in ihrem Kern Werte gutheißt, die man durchaus als überlegen erachten kann und sollte, nämlich Toleranz, Freiheit und Selbstbestimmung, die aber in der Realität oftmals Wertebeliebigkeit und hohe obrigkeitliche Ansprüche nach innen (Familien) wie auch nach außen (man denke an die Kriege im Namen der Freiheit, die sich durch die Moderne ziehen, von Napoleon bis zum Irakkrieg) bedeuten. Und die die abgegebenen Versprechen nicht einzulösen vermochte, vor allem für Angehörige wenig gebildeter Schichten. Insofern hätte es Not getan, nicht blind darauf zu vertrauen, dass jeder Einwanderer, unabhängig von dessen kultureller Herkunft, unisono freiwillig die Werte seines Gastlands annimmt, um seine Vergangenheit abzustreifen. Länder wie die USA, Kanada oder Australien, die oftmals als erfolgreiche Beispiele für das friedliche Zusammenleben unterschiedlichster Kulturen gelten, haben zumindest auf der Ebene der Einwanderung einigermaßen gemäß dieser Erkenntnis gehandelt. Auch hier hat Einwanderung in hohem Maße stattgefunden; aber an die Einwanderer wurden Bedingungen gestellt, egal, ob ein Mindestmaß an Qualifikation, Leistung oder dem vorangehenden Erwerb der Sprache. Unter diesen Voraussetzungen war das möglich, was in Europa gescheitert zu sein scheint – es sind vorwiegend jene in das Land gekommen, die die Kultur des Gastlandes zumindest respektieren und in späteren Generationen immer stärker annehmen. Im krassen Gegensatz dazu hat sich in Europa eine wachsende Gruppe gebildet, an die keine Anforderungen gestellt wurden und die sich mit der Kultur ihres jeweiligen Gastlandes wenig identifizieren, bzw. dieser ablehnend gegenüberstehen; nicht zuletzt, weil sie nur deren Schattenseiten kennengelernt haben. Dass man diese Versäumnisse nun mit immer gravierenden Mitteln aufholen möchte, verdeutlicht nur, wie groß diese waren. Und diese Versäumnisse führen zu dem so starken Zuspruch dafür, die Kinder bildungsferner Migrantenschichten durch die Obrigkeit unter dem Deckmantel der Bildung zu assimilieren. Mit den angesprochenen negativen Auswirkungen auf jene, die ihren Kindern eine ihnen entsprechende, gute Bildung bieten wollen. 16. November 2010 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Diesen Artikel teilenAnzeigen |
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