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Schuldenkrise: Und täglich grüßt das Murmeltiervon Frank Schäffler Der Zusammenbruch des Geldsozialismus Was im Spätsommer 2007 die Industriekreditbank (IKB) war und kurze Zeit später der Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers und wieder später der "Staatsfinanzierer" Hypo Real Estate, entwickelt sich wie ein Albtraum immer weiter. Die Schuldenkrise, die das billige Papiergeld der Notenbanken über Jahrzehnte entfacht hat, frisst sich wie ein Geschwür immer weiter ins System. Bald sind wieder die bösen Spekulanten dran, die auf den Niedergang Irlands, Portugals und Spanien setzen. Sicherlich gibt es jetzt auch wieder den Versuch der EU-Kommission und anderer, im Zuge der stockenden Haushaltsverhandlungen mit den Mitgliedstaaten endlich eine eigene EU-Steuer oder eine gemeinsame Euro-Anleihe oder sogar eine Verschuldungsmöglichkeit auf EU-Ebene zu schaffen. Die Gelegenheit ist günstig. Not bricht jedes Gebot, das mussten wir schon bei der Griechenland-Hilfe erfahren. Der Staat hat sich erpressen lassen und ist durch sein Nachgeben erpressbar geworden. Viele haben geglaubt, mit der Griechenland-Hilfe hätten wir ausreichend Zeit gewonnen. Aber schon der Euro-Rettungsschirm hat gezeigt, dass die Einschläge immer näher kommen. Wir leben ohne Frage in einer Zeitenwende. Was in den vergangenen Jahrzehnten regionale Krisen waren, die meist ihre Ursachen auch in einer falschen Geldpolitik hatten, ist zur globalen Deformation der Wirtschaft und ihres Preisgefüges geworden. Das ist eine Krise der Planwirtschaft und zugleich der Marktwirtschaft. Denn die Verteidiger der Marktwirtschaft argumentieren in ihrer Mehrheit auch planwirtschaftlich. Falsche Regulierung, die Notenbanken müssten jetzt eingreifen, um Schlimmeres zu verhindern, in ihrer Geldpolitik müssten künftig auch Vermögenspreisblasen stärker berücksichtigt werden (aktueller EZB-Monatsbericht) und so weiter und so fort. Die Folgen werden eine noch größere Konzentration im Finanzsektor sein, noch "systemrelevantere" Institute werden entstehen, die der Staat dann mit noch mehr Geld retten muss, weil alle in den Abgrund schauen. Diese Institute investieren erneut in Vermögensgüter (amerikanische Immobilien, Rohstoffe, etc.), deren Blasen dann wieder platzen. Ohne die Zahlenklempner in den Notenbanken dieser Welt wäre diese Krise nicht entstanden. Zum zweiten Mal innerhalb von 20 Jahren erleben wir den Zusammenbruch des Sozialismus - heute des Geldsozialismus. Friedrich August von Hayek hat das vorausgesehen. Er war einige Jahre zu früh, als er 1977 in seinem Buch "Die Entnationalisierung des Geldes" schrieb: „Der Vorschlag deutet den einzigen Weg an, auf dem wir noch hoffen können, der anhaltenden Entwicklung aller Regierungen in Richtung auf den Totalitarismus Einhalt zu gebieten, der vielen scharfen Beobachtern als unvermeidbar erscheint. Ich wünschte, ich könnte den Rat geben, langsam vorzugehen. Aber die Zeit mag kurz sein.“ 16. November 2010 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Diesen Artikel teilenAnzeigen |
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