Athanasios

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Athanasios die Glosse: Geronimo, der letzte Talibaner

von Athanasios

Wider die Zweifler

Der Feind der Menschheit, der Sprengmeister des Welthandelszentrums, ist in einer pakistanischen Stadt, die so ähnlich heißt wie „Attentat“ und „Blutbad“ zusammen, von einer amphibischen Einheit erlegt worden. Nach einem uralten islamischen Brauch, den amerikanische Volkskundler rechtzeitig in apokryphen Suren des Koran entziffert hatten, wurde der Mann mit dem US-Codenamen „Geronimo“ auf einem nuklearen Flugzeugträger in die See geworfen wie schon Piraten und Indianer vor ihm. Der Talibaner-Häuptling sei gefallen, erfuhr Präsident Obama per Livestream: „Geronimo EKIA“ — Enemy Killed In Action. Ein Foto vom Leichnam lässt an seiner Identität auch uns keinen Zweifel.

Wie zu erwarten, melden Verschwörungstheoretiker trotzdem ihre wirren Zweifel an. Sie behaupten, das Foto sei mit einer Bearbeitungssoftware gefälscht worden. Die Pixel um die Wunden in der Augenpartie seien nicht so angeordnet, wie sie es sein sollten. Das Beweisfoto sei eine Montage aus einem alten Bild des berühmten Arabers und der Aufnahme einer unbekannten Leiche, die jene Wirrköpfe eigens aus den Untiefen der Suchmaschinen exhumiert haben. Auch wenn es sich für einen aufgeklärten Menschen von selbst verbietet, solche abstrusen Theorien widerlegen zu wollen, möchte ich sie im Vorbeigehen umstoßen. Dass die Kopfhaltung und die Grimasse vom toten und vom lebendigen Hassprediger übereinstimmen – ist das nicht der beste Beweis für die Echtheit des Bildes?

Noch im Tod ist die Verachtung für das Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht von seinen wulstigen Lippen gewichen. Mit keiner Software der Welt wäre ein Schandmal zu produzieren, wie es sich Geronimo im Terrorpalast von Attentatbad vor Verstocktheit auf die Stirn geschrieben hat. Wir wollen uns seine Züge gut merken! Womöglich graben sie Wind und Wetter bald in die Felsen von Mount Rushmore. Zwischen Crazy Horse und George Washington.

04. Mai 2011

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