Athanasios

Athanasios ist die Glosse für die westliche Wertegemeinschaft.

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Athanasios die Glosse: Goethe für'n Arsch

von Athanasios

Integration und Dichtung

Ein evangelischer Ex-Dekan aus Brackenheim hat herausgefunden, dass Johann Wolfgang von Goethe in Wahrheit ein türkischer Dichter gewesen ist. Goethe, dessen Vatersväter sich „Göthe“ schrieben und dessen Kindeskinder ihn „Göte“ schreiben werden, ist der Nachkomme eines von Deutschrittern um 1300 nach Brackenheim verschleppten Türken. Aus seinen türkischen Genen habe Göte die Inspiration zum „West-östlichen Divan“ geschöpft.

Der Religionsstifter der gebildeten Deutschen – ein Türke? Halb so schlimm! Auf dem Stammbaum des russischen Nationaldichters Puschkin wurde vor langem schon ein „Hoftürke“ gesichtet, Gannibal, der Mohr des Zaren Peter. Trotzdem ist es bislang keinem Afrikaner gelungen, in Russland Integrationsminister zu werden, geschweige denn Präsident. Ohne Auswirkungen auf die Goethe-Religion wird die neue Enthüllung aber nicht bleiben. Die Streitfrage, wie die Verse „Gottes ist der Orient, / Gottes ist der Okzident“ zu lesen sind, ist nun beantwortet: Ganz gleich ob Allah nach Osten oder nach Westen angebetet wird, ob in Richtung Jerusalem, Mekka oder Weimar, der Gläubige „ruht im Frieden seiner Hände“. Und in Allahs Hände sind wir Deutsche ja gegeben, seit der „Divan“ 1819 in der Cotta’schen Buchhandlung erschienen ist. Das „fatum mahometanum“, die islamische Prädisposition, sie zirkuliert im Blut unserer Leitkultur.

Die gute Nachricht: Die Integration der Türken war 142 Jahre vor ihrer Ankunft in Deutschland schon geglückt. Warum weigern sich Deutsch-Türken heute, ihren „Urvater“ (wie der Württemberger Dekan seinen Göte nennt) in der Grabmoschee zu Weimar anzubeten? Ganz einfach, in ihrer Muttersprache ist „göte“ wortwörtlich für’n „Arsch“. Höchste Zeit also, den „Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand“ in die Lehrpläne der Haupt- und integrierten Gesamtschulen zu schreiben. Der Ton macht nämlich die Integration.

11. Mai 2011

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