22. Juni 2011

Athanasios die Glosse Merkel bei den Terrorvögeln

Muttchen im Frankfurter "Box-Camp"

Eine flog in das Kuckucksnest, eine Rabenmutter, eine deutsche. Nicht in das Berliner Kuckucksnest, wo sie sonst mit anderen vierjährig Zwangseingewiesenen unter den Fittichen eines mausgrauen Raubadlers den Euro zu retten sich einbildet. Sondern in ein richtiges nach Frankfurt, wo Kuckucksküken aus aller Welt zu Andalgalornissen aufgepäppelt werden. Andalgalornisse sind sogenannte Terrorvögel aus bunter Vorzeit, die zwar weder fliegen konnten noch singen, aber ihrer Beute – wie Boxer angreifend und zurückweichend – das Fleisch vom Leib knabbern.

Was aber wollte Muttchen, das schon angeschlagen wirkte, als es vor stehender Kamera seine Frankfurt-Tournee anleierte, bei den jugendlichen Boxern im Gallusviertel? Ihnen beibringen, wie man seine Beutetiere nicht nur tüchtig verprügelt, sondern auch säuberlich ausraubt? Es wollte im „Box-Camp“ bestaunen, wie es gelingt, durch Kampfsport „Integration in Deutschland möglich zu machen und Jugendlichen eine vernünftige Freizeitbeschäftigung zu ermöglichen.“ Die Terrorvögel boxen in die Luft und schreien: „Wir sind gegen Gewalt!“ Dieser Kampfschrei ist künftig in allen öffentlichen Bereichen auszurufen, wenn das Opfer erledigt ist. So leistet jeder U-Bahn-Boxer seinen Beitrag zu einem besseren Deutschland, bis auch der Aikuchido-Messerkampf in seiner vernünftigen Wirkung gebührend gewürdigt wird.

Integriert ist auch der Horst in Berlin: Der rechte Flügel unterm Adler freut sich, dass die Störenfriede endlich im Camp landen. Der bürgerliche Rumpf glaubt an sentimentale Umerziehungsprogramme, weil sie bei ihm schon gefruchtet haben. Und der linke Flügel findet einfach cool, dass den armen Kids jemand zeigt, wie sie Deutsche boxen. Nur der Freigeist hätte sich gewünscht, dass die Integranden ihrem bürgerlichen Ungehorsam auch im Ring mit Merkel gefolgt wären. Nächstes Mal dann, bei der Wehrsportgruppe in Mäkelborg-Vörpommern.


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