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![]() Athanasios ist die Glosse für die westliche Wertegemeinschaft. ef-Sucheef-EinkaufspartnerWenn Sie ef-online unterstützen möchten, starten Sie bitte Ihre Amazon-Einkäufe mit Klick auf diesen Button: ef auf FacebookBesuchen Sie uns auch auf Facebook: |
Athanasios die Glosse: Im Zwerchfell linksvon Athanasios Jakob Augstein, Dichter der traurigen Gestalt Jakob Augstein, der Sohn von Martin Walser und Rudolf Augstein, fällt durch das männlich gute Aussehen auf, das er vom ersten, und den journalistisch guten Namen, den er vom zweiten Vater geerbt hat. Mit scharfen Beobachtungen oder klaren Gedanken tut er sich nicht hervor – bis zu seiner letzten ‚Spiegel’-Kolumne. Darin entlarvt er die Begeisterung für die Frauen-WM als künstlich, öffentlich verordnet, „von Verbänden, Firmen und Politikern in der Emanzipationsdebatte instrumentalisiert.“ Als ich aber die Kehrtvolte des Marlon Brando in der Journalistenrolle lese, überkommt mich ein Kitzel im Zwerchfell links. Die Inszenierung sei „wie ein Placebo für echte ‚affirmative action’. Es gäbe genug Gründe, die institutionalisierte Förderung von Frauen auszudehnen.“ So textet der Dressurschreiber, der den Applaus der Zuschauer über alles liebt. Der Frauenfußball, er soll also nur davon ablenken, dass in Belgien keine Männer mehr in den Vorstand kommen, bis ein Frauenanteil von lächerlichen 30 Prozent erreicht ist. Drei Prozent weniger als ihr Anteil in Jakobs Elternschaft. Dann kommt mir ein Kitzel im Zwerchfell rechts über die possierliche Piaffe-Pirouette, die der Hengst den emanzipierten Pferde-Liebhaberinnen zum Entzücken andreht: „Sollten die deutschen Frauen die WM gewinnen, könnten sie bei der Feier ihre T-Shirts hochziehen, aber nur so weit, dass die Worte ‚Equal pay now‘ zu sehen sind.“ Aber nur so weit. Zu welchem Schluss käme Jakob, wäre er kein Dressurhengst, sondern ein Kutschergaul – von der Arbeit geschunden, vom Leben gehärtet? Dass man den Fußballfrauen das Gehalt nicht auf Millionenhöhe hochaffirmieren kann, weil sie dieses Geld schlicht nicht erwirtschaften? Dass Frauen anscheinend doch nicht Gleiches können wie Männer, selbst wenn Propaganda und Hormone daran arbeiten? Dass Fußballfrauen nicht die neuen „Afroamerikaner“ sind, höchstens die neuen Vorzeige-Indianer? 06. Juli 2011 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Diesen Artikel teilenAnzeigen |
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