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Athanasios die Glosse: Autofriedhof, bunt und quervon Athanasios Serienbrände im linken Nebel Eine Selbstmordserie unter Kraftfahrzeugen hält die Berliner Polizei in Atem. Als Auslöser ausgeschlossen wird der Klassenkampf, denn in allen Fahrzeugklassen kommt es zum Burn-out: angefangen beim Kinderwagen im Treppenhaus, über den Kleinwagen in Kreuzberg, bis zum Lastwagen, der vor den Lasten des Freihandels in die Felgen geht. Am Montag machte ein Maserati seinem Ausbeuterdasein ein Ende. Der italienische Hersteller will künftig eine Selbstbrandanlage liefern, wie sie Ferrari dem „458 Italia“ auf Kundenwunsch aus dem kommunistischen China in Serien(brand)ausstattung eingebaut hat. Manche mutmaßen, dass die Autos nicht aus freien Stücken auf dem Autofriedhof geendet, sondern Tötungsdelikten zum Opfer gefallen sind. Politische Morde werden allerdings ausgeschlossen. Wirre Einzeltäter und geldgierige Versicherungsbetrüger ahmen linksextremistische Anschläge nur gekonnt nach, so Innensenator Ehrhart Körting von den Sozialdemokraten. Für diese Mutmaßung spricht der Anstieg der Brandstiftungen, seit ein linker Brandstifter auf Bewährung entlassen worden ist und den Einzeltätern als Vorbild wieder mit Grillanzünder vorangehen kann. Der Richter hatte in ihm keinen „Gewaltmenschen“ erkannt. So ähnlich sieht das ein Berliner FAZ-Redakteur. Detlef M. habe sich „in einen Hass gegen BMW, Mercedes und Audi hineingesteigert“, keine Sorge: „Womöglich meint das alles also nicht die Menschen, sondern die Autos.“ Selbst der Regierende Bürgermeister Wowereit stochert „im Nebel“, schließt aber ein linkes Motiv aus, weil die Täterprofile „eine bunte Mischung“ ergäben und die Autos „querbeet“ zu finden seien. Bunt und quer, ganz wie die Hauptstadt. Linke können mit ihren Sturmfeuerzeugen nämlich nur Luxuskarossen anzünden. Wowereit sagt aber auch, man müsse „Kriminalität“ (nicht Terror) zurückweisen, „egal, von wem sie ausgeübt wird.“ Auch, wenn sie von Linken ausgeübt wird, soll das wohl heißen — aus edlen Beweggründen, mit dem richtigen Opfer: Privateigentum, das ja eigentlich Diebesgut ist. 24. August 2011 Unterstützen Sie ef-onlineHat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie uns durch eine Fördermitgliedschaft. Damit helfen Sie uns, unser Angebot stetig weiter auszubauen und genießen zusätzlich attraktive Privilegien. Testen Sie eigentümlich freiProminente Autoren und kantige Kolumnisten wie Bruno Bandulet, Theodore Dalrymple, Carlos A. Gebauer, Jörg Guido Hülsmann, Michael Klonovsky oder Frank Schäffler schreiben jeden Monat exklusiv in eigentümlich frei. Testen Sie ein Magazin, das über das Angebot auf ef-online hinausgeht. Diesen Artikel teilenAnzeigen |
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