Athanasios

Athanasios ist die Glosse für die westliche Wertegemeinschaft.

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Athanasios die Glosse: Gleichstellung für Muslimas!

von Athanasios

Konservativ heute und gestern

Die Rechte täuschte sich über ihr wahres Anliegen, als sie an der Wende zum 19. Jahrhundert die Tradition, die Religion, die Gewohnheit und die Kleinstaaterei verteidigte. Gegen die Revolution, die Menschenrechte, das gesetzte Gesetz und den zentralen Nationalstaat. Heute wissen wir es dank konservativer Medien wie der „Welt“ besser. In Wahrheit hat sie nämlich den Feminismus (und nebenbei die Nation) gegen den Islam zu verteidigen. Linker Islam und rechter Westen, das sind auf unserer Reise nach Jerusalem…

…oder nach Rom die beiden Stühle, um die wir als dritter Anwärter mitlaufen. Was droht uns, wenn wir uns dazwischen setzen? Reinhard Mohr, der Joseph de Maistre des 21. Jahrhunderts, gießt es uns in einem Redeschwall vor die Haferlschuhe: „Richter von Allahs Gnaden“ führen das Subsidiaritätsprinzip ein. Sie entscheiden in ihren Gemeinden, was keiner Entscheidung auf höherer Ebene bedarf. Und sie entscheiden so, wie sie es aus ihrer Religion und ihrer Tradition gewohnt sind. Diese Richter „ohne legale Legitimation“ sind eine Gefahr für die Nation, weil sie „ganz bewusst Legalitätsprinzip und Strafmonopol des Staates unterlaufen.“ Vor allem aber für die Menschenrechte, findet sich doch „keine Gleichstellungsbeauftragte von Ver.di weit und breit, die sich um die Rechte der Mütter und Töchter kümmert, die einfach nur frei leben wollen, mitten in Deutschland.“ – Populisten aller Länder…

…vereinigt euch, die Gleichstellung ist in Gefahr! Schrieb nicht schon der General Leopold von Gerlach an Bismarck, er solle dereinst den gemischten Schwimmunterricht in Preußen einführen, wenn er zum Ministerpräsidenten ernannt werde? Und die Frauenquote, sollte er einmal Reichskanzler sein, im Deutschen Reich? Verzeihen Sie bitte, wenn der Connaisseur die Historie behandelt, als wäre sie ein Witz. Ist sie nicht. Aber den Witzbolden im bürgerlichen Sandkasten ist anders oft nicht beizukommen.

28. September 2011

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