13. Dezember 2011

Klima Die Hochstapler von Durban

Sie verkaufen die Mammut-Klimakonferenz als Riesenerfolg

Dossierbild

Die Klimakonferenz in Durban ist vorbei. Die Akteure preisen sie als Erfolg, spucken große Töne. Das tun Akteure nach Riesen-Konferenzen stets. Ein Durchbruch sei gelungen, natürlich nächtens in den letzten Stunden am frühen  Morgen. Von einem „historischen Meilenstein“ ist die Rede, von einem „gewaltigen Schritt vorwärts“ und ähnlich Wohlklingendem mehr. Aber das ist gewaltig hochgestapelt, denn was in Durban nach zwei Wochen ausgehandelt wurde, sind bestenfalls Absichtserklärungen. Sie sollen bis 2015 in einen globalen „Klimavertrag“ für alle Staaten münden und dieser 2020 in Kraft treten. Welche Rechtsverbindlichkeit die für den „Durchbruch“ getroffene Formulierung „vereinbartes Ergebnis mit Rechtskraft“ hat, ist völlig offen; ihre umständliche Seltsamkeit ist dafür bezeichnend genug.

Bestechungsgeld für Entwicklungsländer

 Ein Weltklimafonds wurde schon 2010 verabredet, nun soll das Vorhaben – was für ein überwältigendes Ergebnis – vorangetrieben werden, vertraglich beschlossen ist der Fond also immer noch nicht, welch ein Glück. Ebenso nicht, wer sich mit wieviel an ihm beteiligt, auch das ist erfreulich. Die Industrieländer wollen/sollen ihn nämlich von 2020 an mit jährlich 100 Milliarden Dollar füttern. Die Gelder aus dem Fonds sind als Schutz gegen den Klimawandel für arme Länder vorgesehen. Anders formuliert: Die Entwicklungsländer werden, damit sie mitspielen, mit Geld aus dem Klimafonds bestochen. Wer weiß, wohin diese an sich zweckgebundenen Gelder in diesen Ländern am Ende wirklich fließen.

Das Kyoto-Protokoll verliert bisher Beteiligte

 Das auslaufende „Kyoto-Protokoll“ wird verlängert. Darin hatten die Industriestaaten vereinbart, ihre Emissionen an (vermeintlichen) Treibhausgasen bis Ende 2012 um durchschnittlich fünf Prozent gegenüber 1991 zu vermindern. Sie werden zu weiteren Senkungen aufgefordert. Aber Kanada, Japan, Russland und Neuseeland wollen die Verlängerung nicht mitmachen, vernünftigerweise.

Der Klimaschutz und die Leid-Medien

 Die deutschen Leitmedien, die über die Durban-Konferenz berichtet und kommentiert haben, sind Leid-Medien. Denn wir alle müssen darunter leiden, dass sie den Schwindel um das menschenverursachte technische CO2 nicht beim Namen nennen, obwohl sie darum wissen müssten. Blind beten sie nach, was Politiker, Parteien und andere Profiteure des Schwindels ihnen vorbeten: Das anthropogene „Treibhausgas“ CO2 sei ein Klima-Killer, daher sei sein Ausstoß drastisch zurückzufahren, um das Klima zu schützen. Mit dem anvisierten „Klimavertrag“ will man die Erderwärmung allen Ernstes auf zwei oder 1,5 Grad Celsius begrenzen. Das ist kabarettreif.

Im nächsten Jahr zieht der Klimakonferenz-Wanderzirkus nach Katar. Die Medienvertreter mit den anderen zweitausend Wanderarbeitern sind dann ebenfalls wieder dabei.

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Was Naturwissenschaftler davon halten


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