09. Juni 2012

Athanasios die Glosse Piraten ohne W-Lang

Die Liquid Democracy ersäuft ihre Kinder

Schockierende Interna aus der Piratenpartei sickern aus dem Kabelviewer. Die Presse-Koordinatorin Gefion Thürmer sollte dem Parteivorstand die „Schwachpunkte einzelner Personen“ benennen, um sich „ihrer einfacher entledigen“ zu können. Und Christopher Lang, der Pressesprecher der Piraten im Bund, ist letzte Woche beleidigt zurückgetreten. Auf einer Landesmitgliederversammlung (LMV), das hat der Graf Unheilig der digitalen Aristokratie der FAZ gepetzt, sei er „mit einem Lan-Kabel geschlagen“ worden.

Böse Zungen sagen, er solle froh sein, mit dem Kabel nur geschlagen und nicht erdrosselt worden zu sein. An der Gurgel ist das Lan-Kabel so gefährlich wie ein Garotte, als Schlaginstrument so harmlos wie eine Karotte. Es hätte für den Humanisten, Piraten und Diskordianer (Lang über Lang in Kürze bei Twitter) schlimmer kommen können. Statt einem Parteifreund mit Lan-Kabel hätte ihn ein Lan mit abgesägtem Starkstromkabel erwischen können. Aber in jedem Humanisten steckt ein Homo, und mancher im Geiste Zwieträchtige wünscht sich fürs leibliche Wohlergehen nichts sehnlicher als Concordia, die Eintracht. Es ist der seelische Schmerz, der Langs Nerven kurzgeschlossen hat. Was kann für einen Piraten demütigender sein, als mit einem Netzwerkkabel geschlagen zu werden, jener Geißel der rückständigen Menschheit? Du bist nicht W-Lang, so die Botschaft, sondern nur ein eingestöpselter Stöpsel.

Jetzt heult sich Christopher Lang, der so lichtscheu ist wie Christopher Lee und so furchteinflößend wie Lang Lang, im Internet aus: „ich stand dem Hr. @alx42 im Sichtfeld und er hat geschlagen und getroffen.“ „Ich hab mindestens 4 Zeugen und eine gesamte #LMV mal sehen ob wir eine rechtsstaatliche Partei sind oder nicht“. Die Partei hat Recht, man muss die Schwachstellen, die Lan-Anschlussstellen der Mitglieder finden. Und den Stecker ziehen. Sonst machen die Memmen mit ihrem Rechtsstaat die Demokratie kaputt.


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