12. Juni 2012

Rio+20 Der Wassermelonen-Gipfel

Die Menschheit soll in eine weltweite zentrale Planwirtschaft hineingetrickst werden

Ein „Ökologist“ ist ein totalitärer Sozialist, dessen wahres Ziel darin besteht, Sozialismus und zentrale Planwirtschaft unter dem Vorwand neu zu beleben, „den Planeten“ vor dem Kapitalismus „zu retten“. Er ist Außen „grün“, aber Innen rot und daher ist es angemessen, ihn als „Wassermelone“ zu bezeichnen.

Ein Umweltschützer ist im Gegensatz dazu jemand, der wirklich daran interessiert ist, umweltbezogene und ökologische Probleme zu lösen und die Tier- und Pflanzenwelt und ihren Lebensraum zu schützen. Er schlägt nicht vor, dass die Regierung durch Verstaatlichung von Boden und anderen Ressourcen eine Trennung von Mensch und Natur erzwingt, dass Privatbesitz konfisziert, die Aufzucht verschiedener Arten von Tieren verboten, die Aufnahme menschlicher Nahrung reguliert wird und so weiter. Er ist kein sozialistischer Ideologe, der darauf versessen ist, den Kapitalismus zu vernichten. Er veröffentlicht nicht den Wunsch, dass sich ein „neuer Virus“ entwickelt und Millionen tötet, so wie einst der Gründer von „Earth First“. In den meisten Fällen sucht er nach Wegen, die kapitalistischen Institutionen zu nutzen, um die ökologischen Probleme zu lösen. Es gibt sogar einen neuen Namen für so eine Person: „Enviropreneur“. Oder er nennt sich „marktwirtschaftlicher Umweltschützer“, der versteht, wie Eigentumsrechte, Gewohnheitsrecht und Märkte viele Umweltprobleme lösen können und in der Tat gelöst haben.

Angesichts der Unterschiede zwischen einem Ökologisten und einem Umweltschützer sollte „Wassermelonen der Welt vereinigt euch“ das Motto des demnächst stattfindenden „Erdgipfels“ in Rio sein, der am 19. Juni beginnt. Auf dem Treffen wird es endloses Gemauschel darüber geben, wie man vorgehen soll, unter  Federführung der Bürokraten der Vereinten Nationen eine zentral geplante Weltwirtschaft zu schaffen, im Namen des neuesten Euphemismus für sozialistische Planwirtschaft: „Nachhaltige Entwicklung“. Das bedeutet nicht, dass die Wassermelonen der Welt Erfolg haben werden; lediglich, dass sie so zahlreich sind wie Fliegen in einer Viehherde und niemals ihren Hirngespinst einer zentral geplanten, sozialistischen Weltwirtschaft aufgeben werden, egal wie albtraumartig Sozialismus für Millionen von Menschen auf der ganzen Welt gewesen ist.

Veröffentlicht und angeregt wurde die Wassermelonen-Strategie durch eine der grauen Eminenzen des akademischen Sozialismus, den verstorbenen Ökonomen Robert Heilbroner, der am 10. September 1990 im „New Yorker“ einen Essay mit dem Titel „Nach dem Kommunismus“ verfasste. Geschrieben inmitten des weltweiten Kollapses des Sozialismus und der Erkenntnis, dass sozialistische Regierungen während des 20. Jahrhunderts mehr als 100 Millionen ihrer eigenen Völker als Teil des „Preises“ zur Einführung ihres „sozialistischen Paradieses“ umgebracht haben, war Heilbroners Essay ein riesiges Schuldeingeständnis – siehe dazu „Death by Government“ von Rudolph Rummel. Er schrieb sogar die Worte „Mises hatte Recht“ über das inhärente Scheitern des Sozialismus, und bezog sich dabei auf die Schriften von Ludwig von Mises in den 1920ern und 1930ern, die sehr ausführlich erklärten, warum Sozialismus in einem Wirtschaftssystem niemals funktionieren kann – siehe dessen Buch „Sozialismus“.

Nach seinem Eingeständnis, dass er ein halbes Jahrhundert lang, in dem er seine akademische Laufbahn der Werbung für den Sozialismus in Amerika widmete – das verschleierte Ziel seines „The Worldly Philosophers“, das ihn zum Millionär machte  –,  total falsch gelegen hatte, bedauerte Heilbroner schmerzlich, dass „ich nicht sehr zuversichtlich bin über die Aussicht, dass der Sozialismus als wichtige Form der volkswirtschaftlichen Gestaltung fortbesteht...“. Während die allermeisten Menschen der Welt den Niedergang dieser teuflisch-bösartigen Institution unbändig feierte, heulte Heilbroner darüber in seine Suppe.

Statt sich der Realität des inhärent Bösen in allen Arten des Sozialismus zu stellen, intonierte Heilbroner, dass „der Kollaps der Planwirtschaften uns dazu gezwungen hat, den Sinn des Sozialismus zu überdenken“. Da er im „New Yorker“ schrieb, nahm Heilbroner natürlich an, dass sämtliche von „uns“ Lesern sozialistische Ideologen wie er seien. Schließlich, fuhr er fort, ist „Sozialismus eine generelle Beschreibung einer Gesellschaft, in der wir unsere Enkelkinder würden leben lassen wollen.“ Aber „was bleibt dann übrig“ vom „ehrenwerten Titel des Sozialismus,“ fragte Heilbroner.

Der Mann war offensichtlich deprimiert und niedergeschlagen, dass die Geschichte bewiesen hatte, dass seine akademische Karriere ein kompletter Schwindel war, aber er war nicht bereit, diese Tatsache zuzugeben oder davon Abstand zu nehmen, denselben Betrug zu verüben, den er mindestens das vergangene halbe Jahrhundert verübt hatte. Ein neuer Vorwand muss erfunden werden, sagte er, der die Öffentlichkeit zur Duldung einer Einführung des Sozialismus täuscht oder einlullt. Dies könnte eine Weile dauern, sagte er, und wenn „wir“ erfolgreich sind, „können unsere Urenkel oder Ururenkel darauf vorbereitet werden, sozialen Vereinbarungen zuzustimmen, denen unsere Kinder und Enkel nicht zustimmen würden.“

Heilbroners empfohlener Vorwand wurde von ihm wie folgt erklärt: „Man kann jedoch ... den Sozialismus auf eine andere Weise betrachten. Es geht darum, ihn als die Gesellschaft vorzustellen … wie sie sich entwickeln muss, damit die Menschheit die ökologische Belastung bewältigen kann, die das wirtschaftliche Wachstum auf die Umwelt ausübt.“ „Wir“ Sozialisten müssen, anders gesagt, sämtlich zu Wassermelonen werden. Wenn genügend Mitglieder der Gesellschaft mit dieser List getäuscht werden können, dann muss der „Kapitalismus überwacht, reguliert und dermaßen eingedämmt werden, dass die endgültige soziale Ordnung nur noch mit Schwierigkeit Kapitalismus genannt werden kann.“ Genau das wird beim kommenden „Erdgipfel“ in Rio diskutiert werden.

Information:

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 9.6.2012 auf der Webseite lewrockwell.com unter dem Titel „The Watermelon Summit“ veröffentlicht. Übersetzung für ef-online von Robert Grözinger.


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Thomas J. DiLorenzo

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