24. Juli 2012

Christenverfolgung in Syrien Arme Maria!

Im Libanon gibt‘s noch eine Zuflucht

Vor einiger Zeit durfte ich Ihnen an dieser Stelle einen absurd angehauchten Bericht über einen Spielenachmittag meiner Tochter, den sie mit einer kleinen Freundin aus dem Libanon in der untypischen und umso sympathischeren Multikulti-Zone Berlin-Dahlem verbracht hatte, präsentieren.

Heute ist das eingetreten, was in diesem komischen Bericht als Befürchtung steht: Die Christen in Syrien werden langsam aber sicher fertiggemacht und vertrieben, und wenn sie sich unklug verhalten, von irgendwelchen entfesselten Söldnern abgeschlachtet. Es handelt sich dabei, wie man mir persönlich von hoher Stelle aus dem Libanon versichert (und einer solchen ehrenwörtlichen Versicherung vertraue ich derzeit mehr als dem „Spiegel“, der übrigens seit gestern auch von der systematischen Vertreibung der Christen in Syrien berichtet), um Haufen verrohter, nach nicht ganz aktuellen Smartphones und den Schenkeln der Oberschichtfrauen gierender Gauner, die seit über einem Jahr jenseits der menschlichen Normalität von der Hand in den Mund durch die Bonzen aus Katar und Saudi-Arabien gefüttert, damit beschäftigt sind, Angst und Schrecken zu verbreiten. Hier wurden offenbar gezielt von außen Strukturen wie im Dreißigjährigen Krieg geschaffen, es wurde ein Riesenhaufen Geld unter Verzweifelte und Verbrecher verteilt, man hat Anleitungen zur Bandenbildung („militärische Hilfe ohne Waffen“) unter die jungen Männer gebracht und ihnen erklärt, dass die christlichen Huren, wenn sie auch Dreck sind, gut riechen.

Es gibt ansonsten wenig Erstaunliches von diesen Vorgängen zu berichten. Die Christen in Syrien stehen vor der Wahl, sich ausplündern und erpressen oder davonjagen, am Ende abmurksen zu lassen. Das normale Programm eines Völkermords eben. Die EU kann hier Sanktionen ausrufen gegen wen sie will, und selbst wenn sie das gegen die richtige Seite täte, sie könnte, wie man mir sagt, diesen echt biblischen Wahnsinn nicht mehr aufhalten.

Link

Spiegel Online: Syriens Christen fliehen vor radikalen Rebellen


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Fritz Gstättner

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