18. April 2013

Zwischenruf Liberalismus heißt „dafür“

Für Freiheit, Eigentum und Selbstbestimmung

Lange Zeit war ef-online eine meiner liebsten Informationsquellen im Internet. Die Artikel zeigten nach vorne, zeigten Alternativen und Möglichkeiten auf. Doch die Autorschaft ist defensiver geworden.

Sie richtet ihren Blick kaum noch auf fortschrittliche Ideen wie Seasteading, sondern gegen alles, was die „Mainstreammedien“ schreiben. Ganz egal, was dort publiziert wird, sicherlich kann man als eigentümlich freier Mensch dagegen sein. So mag man eventuell ein paar Nörgler erreichen, einen liberalen Aufbruch schreibt man indes nicht herbei.

Der Liberalismus steht für freie Entfaltung und macht damit allen Menschen ein grandioses Angebot. Er ist ein durchweg menschenfreundliches Modell, da er jedem Individuum zutraut, souveräne Entscheidungen zu treffen. Er gesteht den Menschen zu, Fehler zu machen und daran zu wachsen. Er engt niemanden in seinem Denken ein, sondern fördert die Entwicklung neuer Ideen.

Wer liberal ist, wird kaum damit rechnen, dass in einer unregulierten Gesellschaft eine große Zahl von Menschen in Armut lebt und Gewalt allgegenwärtig ist. Wer liberal ist, glaubt vielmehr an das Gute im Menschen. Wer liberal ist, mag naiv sein. Wer liberal ist, hat Träume.

Liberalismus kann sich daher nicht entfalten, wenn man hinter jeder Ecke eine feindliche Verschwörung wittert. Es kann nicht nur darum gehen, alles schlecht zu finden. Eine Rhetorik, die immer nur gegen etwas ist, stellt sich ins Abseits. Menschen begeistert man, wenn man ihnen Visionen vermittelt.

Der Liberalismus ist voll von solchen Visionen, da er auf eine Vielzahl von individuellen Ideen zurückgreifen kann. Lasst uns die liberale Botschaft daher wieder mit einem „dafür“ verbinden. Es kommt darauf an, neue und praktikable Konzepte für ein freiheitliches Zusammenleben im 21. Jahrhundert zu entwickeln. Für Freiheit, Eigentum und Selbstbestimmung.


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Autor

Nick Runia

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