11. Juni 2013

FDP Liberale Argumentation

Hinweise für einen erfolgreichen Wahlkampf

Wer Reden im Vorwahlkamp beobachtet, der kann manchmal das Gefühl bekommen, dass diese eher Werbeveranstaltungen für andere Parteien sind. Kaum etwas hätte der Koalition so helfen können, wie Peer Steinbrücks Kandidaturversuche. Wieso noch selber werben, wenn sich andere schon selbst disqualifizieren.

Leider scheinen sich einige Liberale dennoch hervorheben zu wollen. Dies jedoch mehr als unerfolgreich. Es wird nicht mit den eigenen Lösungsvorschlägen oder Taten gepunktet, sondern nur der Gegner attackiert.

Es wird von Lagerwahlkamp gesprochen und Feindschaft gesät. Wer sich in der Geschichte auskennt, der weiß nur zu gut, dass dies weder der Weg zum politischen Erfolg noch zur wirtschaftlichen Prosperität darstellt.

Zynismus scheint man leider großzuschreiben. Einem Beobachter kann es vorkommen, dass in der FDP mehr von den Roten und von den Grünen gesprochen wird als von den Gelben.

Auch der Wahlkampf 2009 war von Geschrei geprägt. Doch da wurden noch Programme und Träume vorgestellt: Finanzieller Konservatismus und gesellschaftlicher Progressivismus wurden im Zweifel nur mit anderen politischen Idealen verglichen. Heute hört man nur Kritik an der Kultur des politischen Gegners.

Kann mit negativer Kritik ein Wahlkampf gewonnen werden? Oder sollte man doch lieber zuerst aufzeigen, wie es richtig funktionieren könnte und dann darstellen, wie man aktuelle Fehler korrigiert? Es ist fraglich, ob man im Wahlkampf aus der Regierungsbank mit Parolen gegen die Opposition punkten wird. Selbst andersherum dürfte man nicht glorreich siegen.

Ein Trostpunkt bleibt. Freiheit kommt im aktuellen Wahlprogramm immer noch häufiger vor als die meisten anderen Wörter. Hoffentlich auch bald wieder in den politischen Reden und Dokumentationen.


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Alexander Czombera

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