21. Juni 2013

Bernhard Lassahn Das Regime der „Sexistischen Einheitspartei“

Wild gewordene Feministinnen bedrohen unsere Freiheit

Einige durchgeknallte Akademikerinnen, die sich angeblich für die Rechte der Frauen einsetzen, führen einen Krieg gegen den Mann. „Der Sprachfeminismus ist inzwischen so allgegenwärtig, als hätte man ein Medikament ins Grundwasser gegeben“, meint der Kinderbuchautor Bernhard Lassahn (Autor der „Käpt’n Blaubär“-Geschichten). Machen wir ein kleines Experiment. In Deutschland sind weibliche Pluralbildungen von negativ besetzten Begriffen tabu. So gibt es zwar die Professorinnen, die zugleich auch männlich sein können (zumindest laut dem Leipziger Allerlei), aber es gibt zum Beispiel keinen Warnhinweis auf Zigarettenschachteln, der da hieße: „Raucherinnen und Raucher sterben früher“.

Alexander Kissler hat in seiner Kolumne „Kisslers Konter“ darauf aufmerksam gemacht, dass man Taschendiebinnen, Vergewaltigerinnen, Einbrecherinnen und Serienmörderinnen ebenso wenig finden wird wie Nationalsozialistinnen, Stalinistinnen und Faschistinnen. Haben Sie’s gemerkt? Das Böse ist für den Mann reserviert.

Die radikalen Emanzen ziehen in die Schlacht gegen Männer und Kinder. Statt Vater und Mutter soll es nur noch „Elter 1“ und „Elter 2“ geben. Akademikerinnen mit viel Tagesfreizeit und Kohle vom Staat – nämlich vom Steuerzahler – schreiben Manifeste zur Vernichtung der Männer und halten diese für „unvollständige Frauen“. Für Lassahn sind dies nicht nur Zeichen der Dekadenz der westlichen Welt, sondern schlicht Auswüchse einer sexistischen Ideologie, die in den Totalitarismus führt.

Während immer mehr Rentner in Armut leben und wir genügend Probleme haben (Integration, Sozialstaat, Verschuldung etc.), leisten wir uns ca. 250 Lehrstühle im Bereich „Gender Studies“. Dabei müssen – wie die „Rheinische Post“ berichtet – rund 9.500 studentische und wissenschaftliche Mitarbeiter an den Unis in NRW weiterhin auf ihr Gehalt warten. Wegen Umstellungen bei der Software könne sich die Abrechnung der Mai-Gehälter bis in den September hinziehen. Schöne neue Wissenschaftswelt!

Unterschiede zwischen Mann und Frau werden schlicht geleugnet. Oder die Frauen gelten pauschal als das bessere Geschlecht. Diese Gender-Gedankengänge sind lebensfern und lebensfeindlich. Sie sind ein Anschlag auf die Freiheit. Männer und Frauen mögen oder lieben sich eigentlich – oft gerade wegen ihrer Unterschiede, die ja den Reiz der Anziehung ausmachen. Für Lassahn sind die Sexisten daher auch „Super-Rassisten“. Sie befolgen nämlich die Gebote der Rassisten: „Es wird brutal getrennt. Es wird bis zur Totalität verallgemeinert. Es wird ein grotesker Vergleich angestellt. Es wird die Überwindung des ‚Feindes’ angestrebt.“

Ist Lassahns These, dass wir von einer SEP, also einer „Sexistischen Einheitspartei“ regiert werden, wirklich so realitätsfern? Nehmen wir wieder ein Beispiel. Wir haben ein „Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“, demnach ein „Ministerium für alles außer Männer“. So habe Frau von der Leyen im Jahr 2009, als sie noch Familienministerin gesagt: „Für kinderlose Männer zwischen 25 und 50 Jahren bin ich nicht zuständig“. Um Männer kümmert sich unsere Politik nicht mehr.

Eine Lösung könnte sein, der Orchideen-Wissenschaft der Gender-Forschung den Geldhahn abzudrehen. Es wäre schön, wenn der Staat sich diese Freiheit nähme. Aber das ist wohl nur ein schöner Wunschtraum.

Dem ef-Chefredakteur André F. Lichtschlag stand Bernhard Lassahn ausführlich Rede und Antwort. Lesen Sie das spannende Interview in der aktuellen ef 134! PDF-Abonnenten erhielten schon am vergangenen Montag die neue Ausgabe. Print-Abonnenten müssen sich noch bis zum kommenden Samstag gedulden und am Kiosk wird das druckfrische Heft am 24. Juni erhältlich sein. Ab sofort kann es allerdings online bestellt werden.

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