18. Juli 2013

Wikipedia Politikwissenschaft enttarnt eigentümlich frei

Ein Artikel legt den Finger in die Wunde

Die Zeitschrift eigentümlich frei, vorgeblich dem Libertarismus, der freien Marktwirtschaft und den ökonomischen sowie politischen Ideen der Österreichischen Schule verpflichtet, sieht sich zunehmend öffentlichem Druck ausgesetzt. Das Online-Lexikon Wikipedia, in dessen Sektion für Politik und Zeitgeschichte in gesunder sozialdarwinistischer Manier linksprogressive Bessermenschen das Recht des meinungsbildungstechnisch Stärkeren ausüben, vermochte das Organ der Neuen Rechten als das zu entlarven, was es ist.

So kam die Politikwissenschaftlerin Sieghilde Uferschnauz-Silbengischt nach einer Analyse vieler Autorennamen der Zeitschrift zum Schluss, es handele sich um Code- und Tarnnamen, an denen sich die rechte bis rechtsextreme Gesinnung der Publikation  eindeutig ablesen lasse. Diese Namen, so Silbengischt, seien ein eindeutiges Signal an Leser aus dem rechtspopulistischen und -extremistischen Spektrum, in ihr einen sicheren geistigen Hafen, eine ideologische Heimat gefunden zu haben. „Besonders der Name des Herausgebers ist für diese Praxis der Absichtsverschleierung das beste Beispiel. ‚Licht‘ ist eine Anspielung auf Luzifer, den Lichtbringer, und lässt nur wenig Interpretationsspielraum bezüglich der Affinität des Journalisten und Publizisten zum Okkulten, dem bekanntlich schon Hitler frönte; der zweite Teil des Namens deutet auf den geplanten An-‚Schlag‘ auf unsere demokratische Gesellschaftsordnung hin, in der wir alle vier Jahre frei wählen dürfen, welches kleinere Übel das nächste größere wird“, so die Rechtsextremismus-Expertin. „‚Licht-Schlag‘  ist also eine Chiffre für einen sich aus okkultem Fanatismus speisenden Wunsch nach Zerschlagung unseres demokratischen Gemeinwesens.“

Die 33-jährige Professorin mit zwei Doktortiteln (in Politischer Wünschelruten- und Planrouten-Wissenschaft sowie Exorzismus) ist nun ganz in ihrem Element. „Nehmen wir mal ein anderes Beispiel, Carlos A. Gebauer. Carlos ist ein spanischer Vorname, mit dem Gebauer seine politische Sympathie für die faschistische Franco-Diktatur mehr schlecht als recht zu kodieren versucht“, erläutert sie, tupft sich behutsam den Latte-Macchiato-Schaum vom Mund und fährt fort: „Sein mittlerer Name ist ‚Alexander‘. In Verbindung mit dem Vornamen könnte man daher schließen, dass Gebauer seinen rechtsextremen Lesern damit eine Welteroberungsstrategie nach dem Vorbild Alexanders des Großen unter brauner Flagge ankündigt. Oder nehmen Sie Ferdinand Hoischen! Der Vorname lässt keinen Zweifel an den revisionistischen und reaktionären Absichten des Autors, der die Gesellschaft auf den politischen Entwicklungsstand vor der Ermordung Franz-Ferdinands, also kurz vor dem Ersten Weltkrieg (!) zurückwerfen möchte. ‚Ferdinand Hoischen‘ ist – man beachte das ‚oi‘ im Nachnamen – also auch wieder nur eine Chiffre dafür, die Öffentlichkeit über die wahren politischen Absichten zu täuschen. Beziehungsweise – zu toischen, wenn Sie verstehen. Das ‚T‘ wurde bezeichnenderweise durch ein ‚H‘ ersetzt: ‚H‘ = ‚Hitler‘ oder ‚Heil‘. Auch dem Anti-Europäer Hans-Olaf Henkel bietet die Zeitschrift  – nicht nur sie, übrigens auch das „Handelsblatt“ – regelmäßig eine Plattform für Hass- und Hetztiraden gegen die im Volk äußerst beliebte Währung. Und jetzt schauen Sie sich mal den Namen genauer an: ‚(H)ans-Olaf (H)enkel‘. HH = ‚Heil Hitler‘! Die Häufung des ‚H‘ in den Namen von ef-Autoren kann kein Zufall sein.“

Ein weiteres untrügliches Zeichen sei die Tatsache, dass eine beträchtliche Zahl von ef-Autoren Glatze trägt – auch der Herausgeber selbst. Den Wikipedia-Eintrag über eigentümlich frei begleitend und inhaltlich bestätigend erschien am 18. Juli ein Artikel auf Welt Online.  Überschrift: „Auf dem besten Wege in die absolute Verblödung.“

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eigentümlich frei: Rettet Wikipedia!


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