07. September 2013

Paschedag Bin Grüner, habe Rücken, brauche Luxuslimo

Vollpfosten nun im Ruhestand

Der größten Audi-Limousine Modell A8 (Pendant zur Mercedes S-Klasse) begegnet man auf deutschen Straßen nicht oft. Das Luxusauto ist primär für den amerikanischen Markt konzipiert. Auch in Ölscheichtümern ist es gefragt. Russische und chinesische Oligarchen fahren es gerne, tschetschenische Gangster lassen Exemplare im Westen für ihren Privatgebrauch klauen. Für Drogenbarone in Lateinamerika und andere Gefährdete gibt es schusssichere Varianten des A8. Auch grüne Politiker in Deutschland schätzen die Nobelkarosse offenbar sehr.

Kaum nämlich hatten SPD und Grüne bei der niedersächsischen Landtagswahl im Januar 2013 mit hauchdünner Mehrheit die Macht in Hannover ergattert, gingen die Grünen ihre propagierte „Agrarwende“ an. Etwa das Vorhaben, den ineffizienten, aber von den Grünen protegierten Ökolandbau zu hätscheln und konventionelle Bauern zu piesacken. Da kommt man als Politiker in einem Flächenland ganz hübsch rum. Deshalb bestellte der neue, grüne Agrar-Staatssekretär Udo Paschedag sich einen A8 (je nach Ausführung zwischen 250 und 351 PS, Neupreis ab ca. 100.000 Euro) als Dienstwagen auf Leasingbasis.

Dass sein Begehr selbstredend postwendend publik werden und seiner Fahrradfahrerpartei um die Ohren fliegen würde, schnallte der Mann nicht. Allein wegen dieser unglaublichen Blödheit hätte man Paschedag sofort achtkantig feuern müssen. Als die Affäre aufflog und mit ihr weitere finanzielle Mauscheleien, trat er nicht etwa zurück, oh nein. Sondern erzählte der Öffentlichkeit Märchen von einem Rückenleiden, von dem ihn nur die im Fahrersitz des A8 eingebaute „Massagefunktion“ erlösen könnte.

Das ländliche Niedersachsen gackerte sich schlapp. Bestätigt der Fall doch einmal mehr, was der gestandene Landmann eh weiß: Grüne sind wie manche katholische Pfaffen, die Enthaltsamkeit predigen und in der Sakristei die Chorknaben befummeln.

Das rotgrüne Regime, nervös wegen der anstehenden Wahl, sah sich schließlich genötigt, Paschedag in den einstweiligen Ruhestand zu kegeln. Wo der Vollpfosten ab jetzt den Steuerzahlern auf der Tasche liegt und rein gar nix mehr tut. Aber auch keinen Agrarschaden mehr anrichten kann.

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Achse des Guten.


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