17. September 2013

Markt Wirtschaftliche Freiheit in Deutschland gestiegen

Report des Economic Freedom Network

Deutschland holt im Vergleich zum Vorjahr auf und gehört wieder deutlich zu den wirtschaftlich freiesten Ländern Europas. Das geht aus der am 16. September 2013 veröffentlichten Studie Economic Freedom of the World hervor, die sich auf Daten des Jahres 2011 stützt. Sie fasst die Ergebnisse der Untersuchungen der wirtschaftlichen Freiheit in 142 Ländern weltweit in einem Index zusammen. Dessen wichtigste Eckpunkte sind individuelle Handlungsfreiheit, freiwillige Austauschbeziehungen, freier Wettbewerb und die Sicherheit privater Eigentumsrechte.

Auf der von 0 (geringste Freiheit) bis 10 (höchste Freiheit) reichenden Skala erreicht Deutschland 7,68 Indexpunkte; im Vorjahr waren es nur 7,52. Damit hat sich Deutschland im internationalen Ranking deutlich verbessert, vom 31. auf den 19. Platz und liegt damit nur knapp hinter den USA (7,73). Der Erfolg beruht vor allem auf einem Rückgang der staatlichen Regulierung und einer Reduzierung des Staatsanteils am Wirtschaftsgeschehen. Die hier erreichten Gewinne konnten der Stabilitätsverlust der Währung sowie die schleichende Erosion des Freihandels nicht konterkarieren.

Wolfgang Gerhardt, Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit: „Deutschland hat sein enormes wirtschaftliches Potenzial 2011 zu nutzen gewusst. Es wäre wichtig nun konsequent auf eine Agenda 2020 hinzuarbeiten.“ Detmar Doering, Leiter des an der Studie beteiligten Liberalen Instituts, sekundiert: „Insgesamt stimmt in Deutschland schon die Richtung. Aber in Sachen Staatsumfang und Steuern gibt es durchaus noch Raum für mehr Reformen. Auch gehört Deutschland immer noch zu den Paradiesen für staatliche Regulierer. Der Trend zur kleinlichen ‚Verbotsrepublik’ muss eher Sorgen bereiten und dient nicht der wirtschaftlichen Entwicklung.“

Wie bereits in den vergangenen Jahren steht Hongkong an der Spitze mit 8,97 Punkten im Ranking, gefolgt von Singapur (8,73) und Neuseeland (8,49) als stabile Tabellenführer. Tabellenletzter ist Venezuela mit 3,93 Indexpunkten. Zur Gruppe mit den größten Defiziten der wirtschaftlichen Freiheit gehören nach wie vor die meisten Länder des afrikanischen Kontinents.

Durchgeführt wird diese Studie auch in diesem Jahr im Auftrag des Economic Freedom Network, einem Verbund von Forschungsinstituten aus 52 Ländern. Auf deutscher Seite das Liberale Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit beteiligt.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog des Liberalen Instituts.

Links

Deutschsprachige Zusammenfassung der Studie

ef über das Thema

Index of Economic Freedom 2012

Von der Schweiz siegen lernen


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