12. November 2013

Liberale Bewegung Students for Liberty Konferenz in München

Graswurzelbewegung der Liberalen lebendiger denn je

Wo man vor einigen Jahren mit seinen Gedanken zur Österreichischen Schule der Ökonomie oder seiner politischen Präferenz für Libertarismus beziehungsweise echten Liberalismus noch alleine war, findet man nun in Deutschland eine breite soziale Infrastruktur an Förderern, Gesprächspartnern sowie gleich und ähnlich Gesinnten. Zu nennen sind hier zum Beispiel die mit der Friedrich-August von Hayek-Gesellschaft e. V. assoziierten immer zahlreicher werdenden regionalen Hayek-Clubs oder die regionalen Clubs des Liberalen Aufbruchs. Neu ist auch das im Jahr 2012 gegründete Ludwig von Mises Institut Deutschland e. V. unter Leitung von Andreas Marquart und Prof. Dr. Thorsten Polleit. Daneben gibt es viele kleine Gruppen, wie etwa Stammtische oder Hochschulgruppen an Universitäten. Kurzum: Von 2007 – damals wurde ich noch als Student erstmals auf die Österreichische Schule aufmerksam – bis heute ist ein flächendeckendes Angebot entstanden.

Eine weltweit agierende Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, alle diese liberalen Bewegungen überwiegend junger Leute auch in Deutschland zu unterstützen, sind die Students for Liberty. Auf der einen Seite sammeln sie bei privaten Unternehmern Spendengelder – ihr moralischer Selbstanspruch ist keinerlei Geld vom Staat anzunehmen. Auf der anderen Seite unterstützen sie alle entstehenden kleinen liberalen Gruppen durch Büchersendungen, On- und Offlineseminare mit Organisationsberatung und Argumentationstraining sowie größeren Veranstaltungen auf denen sich liberale Gruppen und Studenten treffen, informieren und vernetzen können. Als Gründer und Leiter des Hayek-Club Passau konnte ich mich selbst sehr positiv von dem kompletten Angebot der Students for Liberty überzeugen.

Die nächste Veranstaltung der Students for Liberty findet nun wieder am Samstag, den 23. November 2013 von 9 bis 18 Uhr in München statt. Eine Anmeldung ist online noch bis zum 15. November möglich. Die European Students for Liberty laden zu ihrer Munich Regional Conference zum treffenden Thema „Unternehmer im Spannungsfeld zwischen Freiheit und Staat“ ein. Unter dem wohlklingenden Motto „Jedermann als Unternehmer seines Lebens“ wird Prof. Dr. Gerd Habermann in die Veranstaltung einführen. Professor Habermann ist Initiator der Friedrich August von Hayek-Gesellschaft e. V. und Pate der mit ihr in Verbindung stehenden regionalen Clubs. Passend zu der aktuellen NSA-Abhöraffäre wird unter anderem Dr. Barbara Kolm, die Präsidenten des Hayek Instituts aus Wien, sprechen. Das Wiener Hayek-Institut hat unter anderem die empfehlenswerte Buchserie „The International Library of Austrian Economics“ herausgegeben, die etwa auch der Hayek-Club Passau als Geschenk von den Students for Liberty erhalten hat. Weitere Referenten der Students for Liberty in München sind Prinz Michael von und zu Liechtenstein zum Thema „Mehr Staat versus Unternehmertum“ und Prof. Dr. Rolf W. Puster (Universität Hamburg) zum Thema „Freiheit recht verstehen. Eine Revolution“. Als Medienpartner und Gold-Sponsor wird eigentümlich frei an der Konferenz inklusive Stand auf dem Liberty Fair teilnehmen und berichten.

Das Beispiel der Students for Liberty als Netzwerk verschiedener liberaler Gruppen zeigt, wie sich die verschiedenen liberalen Initiativen sinnvoll ergänzen und ein dichtes soziales Netz bilden. Dieses Netz wird gespeist durch den liberalen Ethos an seinen Knotenpunkten – privatinitiativ, eigenverantwortlich und dezentral. Darum wird es den bevorstehenden Niedergang der westlichen Staaten – allen voran der USA und der EU – durch Verschuldung, Inflation und Planwirtschaft überleben. Auf diese Weise entsteht schon heute der Keim für ein Wiederaufblühen von Kultur, Wirtschaft und Freiheit.

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Ralph Bärligea

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