08. Januar 2014

Klima Auch 2014 wird sich das Wetter nicht nach unseren Wünschen richten!

Betreibt die Bundesregierung bewusst eine Entschleunigung unseres Lebens?

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Seit November schallte tönte es aus allen Lautsprechern: „I’m dreaming of a White Christmas“ und „Leise rieselt der Schnee“, um das Wetter nachhaltig daran zu erinnern, was wir uns zu Weihnachten wünschen. Wie seit Urzeiten ignorierte das Wetter diese Klänge und machte das, was es will. Auch die Aussage des Meteorologen Sven Plöger im Ersten, „Ich arbeite daran!“, blieb eine hohle Floskel. Wie in der überwiegenden Zahl der Jahre war Weihnacht eher „grün“ denn „weiß“.

So war Bundeskanzlerin Angela Merkel gut beraten, in ihrer Neujahrsansprache sich jeglicher Andeutung über den Verlauf des Wetters 2014 zu enthalten. Sie hob zwar die hohe Bedeutung der „Energiewende“ hervor, sagte aber mit keiner Andeutung, dass deren wahrer Endzweck die Stabilisierung des „Globalklimas“ und die Disziplinierung des „Klimawandels“ ist. Sollen die vielen Milliarden, die in die Energiewende investiert wurden und werden, am Ende doch wieder sinnlos verschwinden, ohne dass das Wetter davon die geringste Notiz nimmt? Wer sich das Klima „untertan“ machen will, muss zuerst sich das Wetter „untertan“ machen. Ist es diese Erkenntnis, die die Kanzlerin so mutlos erscheinen ließ? Ihrer Ansprache fehlte irgendwie die belebende Kraft, das mitreißende Feuer.

Bei der Ansprache für das Jahr 2013 hatte sie noch zu Beginn Adolph Kolping (1813-1865) zitiert: „Wer Mut zeigt, macht Mut!“ Am Ende bemühte sie den griechischen Philosophen Demokrit mit dem Satz: „Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende!“ Ist ihr vielleicht die Feststellung des bekannten amerikanischen Physikers Harald Lewis zu Herzen gegangen, der ohne Umschweif frei und offen sein Urteil fällte: „Die Erderwärmung ist der größte und erfolgreichste pseudowissenschaftliche Betrug der Neuzeit!“

Man kann dies in noch verständlicherer Form sagen, dass der Betrug schon mit der Wortwahl „Erderwärmung“ beginnt. Kein Körper kann sich aus eigner Kraft erwärmen. Keine Suppe wird von alleine heiß, keine Herdplatte von alleine glühend. Erst muss das Wasser im Heizkessel erhitzt werden und in die Heizkörper gepumpt werden, bevor diese ein Zimmer erwärmen. Das jeder Körper in Abhängigkeit seiner Temperatur Wärme abgibt, kühlt er sich ab, wenn er nicht mehr beheizt wird. Dieses erleben wir tagtäglich bei Sonnenuntergang. Dreht sich die Erde aus dem Lichtkegel des Heizstrahlers Sonne heraus, wird es Nacht, dann kühlt sich die Erde ab. Den Eindruck mit dem Wort „Erderwärmung“ zu erwecken, dass sich die Erde erwärmen könnte, ist irreführend. Sagt dies ein Physiker, dann ist es Betrug!

Teurer Abenteuerurlaub auf Eisbrechern zur Antarktis

Das Wetter ist immer für Überraschungen gut, wo auch immer auf dem Erdenrund. Kaum war Weihnachten vorbei, da suchte ein gigantischer Blizzard die USA heim. Aber auch eine Reise in den südlichen Sommer kann vom Wetter überrascht werden. Nachdem sich drei Eisbrecher aus Russland, China und Australien zum Jahreswechsel 2013/2014 vor der Antarktis trotz rasanter „Erderwärmung“ mitten im Hochsommer der Südhemisphäre im Packeis festgefahren haben und nun nach erster Rettung sehnlichst auf ihre Befreiung durch einen amerikanischen Eisbrecher warten, ist es schon interessant nachzulesen, was für Pläne 1963, also genau vor 50 Jahren, geschmiedet wurden. Damals herrschte noch Optimismus!

1963 wurde darüber spekuliert, die Antarktis mit einem Atomreaktor am Meeresgrund, in 3.200 Meter Tiefe, zu erwärmen. „Eine Zentralheizung für die Antarktis“: Unter dieser Überschrift berichtete das populäre Technik-Magazin „Hobby“ (Nr. 5/1963, S. 33-38), dass solche Pläne keineswegs utopisch seien. „Nicht nur die amerikanische Marine hat im Hinblick auf eventuelle Unterwasserstützpunkte bereits ihr Interesse an dem Reaktor bekundet, sondern auch die Meeresforscher. Sie wollen damit die „Meereswüsten“ – große fischarme Gebiete in den Ozeanen – fruchtbar machen. Ein versenkter Reaktor würde nämlich durch die Erwärmung des Meerwassers in seiner unmittelbaren Umgebung eine Vertikalströmung bewirken. Diese würde zahlreiche Mineralstoffe vom Meeresboden an die sonnendurchflutete Oberfläche spülen. Dadurch müsste sich das Plankton sprunghaft vermehren, was zahlreiche Fischarten anlocken würde. Ein neues Fischfanggebiet wäre damit geschaffen.“

Bei allen Einwänden gegen ein solches Vorhaben, der Gedanke ist korrekt und orientiert sich am „Archimedischen Prinzip“. Erwärmtes Wasser steigt auf an die „sonnendurchflutete Oberfläche“. Heute versucht man die „Klimapause“ dadurch zu erklären, dass sich an der Oberfläche von der Sonne erwärmtes Wasser in der Tiefe des Meeres verstecke, um eines Tages wie Phönix aus der Asche emporzusteigen und die „Klimaerwärmung“ verstärkt fortzusetzen.

Ja, hätte man diese Pläne damals weiter verfolgt, der Antarktis-Tourismus mit Eisbrechern für zahlungskräftige Naturfreunde würde wohl in voller Blüte stehen. Noch eine andere Idee stand damals hoch im Kurs: „Atombomben gegen Hurrikane?“ In „Hobby“ (Nr.15/1961, S. 72-78) schrieb Ernst Behrendt zweifelnd: „Ein Hurrikan enthält so viel Energie wie sie etwa 300.000 Atombomben darstellen. Die Frage, ob man einer Naturgewalt mit der Kraft von zigtausend Atombomben begegnen könne, beschäftigt die amerikanischen Meteorologen schon lange.“ Aber selbst die amerikanischen Meteorologen sahen wohl bald ein, dass der Mensch energetisch ein Zwerg ist und der Natur nicht das Wasser reichen kann.

Das Ziel wurde sang- und klanglos aufgegeben.

„Das Prinzip Hoffnung“ von Ernst Bloch und die geplante Energiewende

Auch einer der bedeutendsten utopischen Enzyklopädisten, der Philosoph Ernst Bloch (1885-1977) träumte von den wundersamen Effekten einer Nuklearheizung für die Atmosphäre. In seinem Werk „Das Prinzip Hoffnung“ (1973, S. 774f) schwärmte er voller Enthusiasmus: „Wie die Kettenreaktionen auf der Sonne uns Wärme, Licht und Leben bringen, so schafft die Atomenergie, in anderer Maschinerie als der der Bombe, in der blauen Atmosphäre des Friedens aus Wüste Fruchtland, aus Eis Frühling. Einige hundert Pfund Uranium und Thorium würden ausreichen, die Sahara und die Wüste Gobi verschwinden zu lassen, Sibirien und Nordkanada, Grönland und die Antarktis zur Riviera zu verwandeln. Sie würden ausreichen, um der Menschheit die Energie, die sonst in Millionen von Arbeitsstunden gewonnen werden müsste, in schmalen Büchsen, hochkonzentriert zum Gebrauch fertig darzubieten.“ Es war kühl und jeder Mensch der mittleren und nördlichen Breiten sehnte sich nach Sonne und Wärme.

Wer an solche Pläne, mögen sie auch konkret utopisch gewesen sein, erinnert, sündigt der bereits gegen das Gebot der politischen Korrektheit? Ernst Bloch als marxistischer Philosoph glaubte an die These, dass der Fortschritt ein Geschichtsgesetz und der Marxismus Wissenschaft ist. Daraus leitete er folgerichtig die Aussage ab, dass die „Fahne des Verstandes“ rot ist (Bloch AOP339). Indirekt sprach er damit allen, die nicht „rot“ sind und nicht marxistisch denken, den Verstand ab.

Jedenfalls, mit der „Energiewende“ und der abrupten Abkehr von der friedlichen Nutzung der Kernenergie hat sich ja die Bundesregierung indirekt und unausgesprochen vom Fortschritt verabschiedet. Doch wie will sie ohne hinreichende Energie die Energiewende herbeiführen, zumal sie sich damit in die totale Abhängigkeit zur Natur begibt? Es ist allein die Natur, es ist das Wetter, das uns letztendlich die Energie zur Verfügung stellt, die es erlaubt, elektrische Energie zu gewinnen. Das hinfälligste Beispiel ist der Wind. Die in bewegter Luft steckende Energie kann ja nur dann genutzt und in Strom verwandelt werden, wenn der Wind entsprechend weht. Doch ob und wie stark er weht, das liegt nicht in der Macht des Menschen! Es ist wiederum die Sonne, die über Temperaturgegensätze Druckgegensätze erzeugt und die Luft in Bewegung setzt.

Die Energiewende ist ganz auf das „Prinzip Hoffnung“ angewiesen. Doch diese Hoffnung ist die jährlich wieder neu aufflammende Hoffnung auf weiße Weihnacht!

Es ist Etikettenschwindel, beim Wind von einer regenerativen Energie zu sprechen. Der Mensch erneuert den Wind nicht, regeneriert keinen sich abgeschwächt habenden Luftdruckgradienten, der die Bewegung der Luft antreibt. Elektrischer Strom mittels Wind ist bestenfalls eine additive Energie und das in der Regel nur für rund 1.500 Stunden eines Jahres. Ein Jahr hat aber 8.760 Stunden, so dass das politische Versprechen einer kontinuierlichen Stromversorgung ein auf einem Selbstbetrug aufbauender gesellschaftlicher Betrug ist.

Dies gilt gleichermaßen für die Sonne, die im astronomischen Idealfall ohne Wolken am Himmel 4.380 Stunden im Jahr scheint. Im Mittel sind von den täglich 24 Stunden 12 Stunden Tag und 12 Stunden Nacht. Doch mit Wolken liegt in unseren Breiten die jährliche Zahl an Sonnenstunden zwischen 1.500 und 2.000 Stunden. Zusammen könnten Wind und Sonne im Idealfall etwa 3500 Stunden pro Jahr Strom liefern, doch was passiert in den restlichen 5.260 Stunden des Jahres? Wäre es nicht sinnvoll, zur Förderung der Kontemplation den Strom einfach abzustellen und sich der nachhaltigen Muße hinzugeben? Die Industriegesellschaft soll ja ohnehin abgeschafft, transformiert und in eine Lustgesellschaft verwandelt werden.

Betreibt die Bundesregierung bewusst eine schleichende Verlangsamung, eine Entschleunigung unseres Lebens? In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, verehrte Leser, Gesundheit, Glück und Wohlergehen! Genießen Sie die Mobilität, bevor uns allen der CO2-Fußabdruck daran hindert.


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