09. Januar 2014

Hitzlsperger-Parodie Nun habt euch nicht so! Habt den kleinen Akif wieder lieb!

Gegen die mediale Homo-Hysterie

Liebe schwule und lesbische Freunde und andere Gleichgeschlechtliche, die in diese Seite reingucken, durch meine Hitzlsperger-Parodie mag der Eindruck entstanden sein, dass ich eine Antipathie gegen eure Art der Sexualität pflege. Dieser Eindruck ist grundfalsch! Was ich vielmehr an diesem Thema beargwöhne beziehungsweise was mich daran so amüsiert, ist dessen an eine Hysterie gleichende mediale Wahrnehmung, welche per se mit dem Vorwurf der Homophobie an die Hetero-Gesellschaft einhergeht. Insbesondere jedoch erstaunt mich die mediale Penetranz, mit der man in dieser Sache Tag ein, Tag aus berieselt wird. „Das ist ein Sport, den man im Geheimen ausübt“, sagte man früher, wenn es um Sex ging. Gut, ich selbst bin diesbezüglich auch nicht gerade zimperlich, doch versuche ich es stets in eine künstlerische Form zu verpacken, lustig, grotesk, als Verarsche oder wie auch immer.

Weiterhin sonderbar finde ich es, dass wenn es um Gleichgeschlechtlichkeit geht, darüber offenkundig keine Witze gemacht werden dürfen, ja, dass diesbezüglich eine einzige, nämlich eine politkorrekte Meinung zu herrschen habe. Würde ich mich jedoch so verhalten, wäre es ein Armutszeugnis für euch. Denn Leute, die man nicht mal ordentlich verarscht und denen man nicht mal die Meinung geigt, nimmt man auch nicht ernst. Wollt ihr das? Über alles darf gelacht werden – mit Ausnahme der Themen, die von einem aufklärerisch tuenden Mainstream vorgegeben werden. Das ist der eigentliche Witz! Einfacher gesagt: Nun habt euch nicht so!

Ich habe über meine Hitzlsperger-Parodie („Ich bekenne mich zu meiner Heterosexualität“) Kommentare gelesen, die mich nicht nur ratlos machen, sondern erschüttern. Da wird mir „Schwulenfeindlichkeit“, ja, „Schwulenhetze“ vorgeworfen, als führte ich einen Kreuzzug gegen euch an. Wie kommt ihr darauf? Oder besser gesagt, was wollt ihr? Dass ich hier brav den politkorrekten Müll von mir gebe, dessen größte Sünde gar nicht mal sein autoritärer Charakter ist, sondern seine Stinklangweiligkeit und Vorhersehbarkeit? Zudem kann man zu diesem Thema durchaus eine andere Meinung haben als die vom vergrünisierten Mainstream vorgegebene, ohne es zu verdammen, ob ihr es glaubt oder nicht.

Nichts liegt mir ferner, als eure Art der Liebe abzulehnen, gar zu verachten. Denn ohne die und deren andere Facetten wäre die Welt des Eros in der Tat ärmer. Allerdings auch ohne die Verarsche darüber. Und da wir gerade bei Liebe sind: Habt den kleinen Akif wieder lieb!

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Facebook-Seite des Autors.


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