11. Februar 2014

Schweizer Volksentscheid Das sind ja alles Rechte!

... die der Souverän nicht haben darf, blökt es aus deutschen Schundheftchen

Sie tritt gerade aber auch wieder geballt und penetrant auf, die Kampagnenwut der gleichgeschalteten Mundstücke der EUliten, ehemals bekannt als angeblich „freie Presse“. Da ist das eine, gezielte Flächenbombardement mit Nachgerichtetem über prominente Geldverstecker zur psychostrategischen Flankierung hochkrimineller Vorschläge für asoziale staatliche Eingriffe in Privatvermögen, in denen man zur Rettung europolitischer Inkompetenz gerne langfingern würde, noch nicht mal vorbei, schon hagelt es die nächste – nämlich zum Schweizer Volksentscheid in puncto Einwanderung.

Wer das Bonsaigärtchen deutscher Meinungsbolschewiki aufmerksam beobachtet, dem dürfte auch hier wieder das verblüffend ähnliche Schimpfvokabular quer durch alle Schmierblättchen und Schundheftchen aufgefallen sein: Wer ohne Genehmigung der EUliten eine eigenständige Entscheidung fällt, wird natürlich umgehend im sehr begrenzten Wortschatz von, knacks, Rechtspopulismus, muuuh, über, knacks, rechte Hetze, määäh, bis, knacks, nationalistischen Ressentiments, wuff, und natürlich, knacks, latentem Rassismus, blökblök, wie ein junges Kätzchen ersäuft.

Obwohl die Entscheidung der Schweizer erstens recht knapp ausfiel (circa 50,4 Prozent entschieden sich für eine Begrenzung der Einwanderung) und zweitens, siehe Text in Klammern, die Schweizer schließlich nicht in braunen Hemden auf die Straße gingen, um „Ausländer raus!“ zu johlen, sondern sich lediglich für eine Begrenzung, oder in anderen Worten: eine wohl- oder besser überlegte Einwanderungspolitik aussprachen. Das aber geht in Deutschland mal gar nicht. Wer die von den EUliten propagierte, ausschließlich segensreiche Zuwanderung und „Freizügigkeit“ kritisiert, kann nur ein Rassist und geborener Gröfaz sein.

Das stumpfsinnige Geschrei deutscher Qualitätsumgehungsmedien zum Ergebnis des Volksentscheids kam also herzlich wenig überraschend, es war im Gegenteil sogar höchst vorhersehbar. Schließlich soll am EUnwesen die Welt genesen, alle anderen mögen sich doch bitte endlich an unseren Wertvorstellungen ausrichten. Stünde keine politische Absicht dahinter, ginge es nicht darum, dass nun mal nicht sein kann, was nicht sein darf, könnte man fast meinen, es mit schweren Fällen von Paranoikern zu tun zu haben, die sich in einer Art neomccarthyistischem Amoklauf ständig umzingelt sehen von „Rechten“. Die „NZZ“ („Neue Zürcher Zeitung“) brachte dazu am 10. Februar einen amüsanten Artikel, der einige der treffendsten Kommentare zur Duftverbesserung unter den geistigen Misthäuflein des deutschen Zeitdungs versammelte. „Muss sich die semidemokratische EU überall einmischen?“, fragte ein Leser des ehemaligen Nachrichtenmagazins (EhNaMag) „Spiegel“. „Poltert nur laut weiter und ihr werdet immer weniger Menschen hinter euch haben“, beschrieb ein anderer ganz vortrefflich den mainstreamigen Verwesungsprozess der Arroganzlinge, Snobs, Allesbesserwisser, Oberlehrer, Volkserzieher und dreikäsehohen Maulaufsperrer. Ein Leser der stets vorauseilend gehorsamen, politisch hyperkorrekten Propagandapostille „Süddeutsche Zeitung“ traf einen anderen wunden Punkt: „Die Schweizer waren in den letzten Jahrhunderten nicht die Dümmsten – woran das wohl liegen mag? Vielleicht, weil die Bürger näher an der politischen Entscheidung dran sind als unsere Politfunktionäre, die die Konsequenzen ihres Tuns nicht zu fürchten haben?“ Auch ins Schwarze: „Da lobe jemand doch die aufgeklärte Demokratie in Deutschland: Egal, was man wählt, es wird dann so lange herumkoaliert, bis wieder das Gleiche herauskommt.“

In der Einleitung des „NZZ“-Artikels hieß es, die deutschen Leserreaktionen seien doch „überraschend“ ausgefallen. Nein, sind sie nicht, liebe Schweizer Kollegen. Glaubt's mir, das läuft hier schon sehr lange so. Ihr dürft nur nicht den Fehler machen, die von unserer kanzleramtlich konfektionierten Systempresse ausgelöffelte Babybrei-Einheitsmeinung mit der Wirklichkeit zu verwechseln. Das „Schweizmagazin“ wurde noch etwas deutlicher: „Neid und Missgunst können wir Schweizer sicher gelassen ertragen, nur beleidigen sollte man uns besser nicht. Was sich der deutsche Mainstream erlaubt, ist wohl eher als ‚Pfeifen im Keller‘ zu beurteilen, denn man weiß, dass die überwältigende Mehrheit in Deutschland ebenso denkt wie die Schweizer. Für die Feinde der Demokratie ist die Meinung und der Wille des Souveräns eben etwas, was gar nicht geht und unerwünscht ist.“ Bingo. Nichts fürchten die heutigen EUliten mehr als selbständig denkende Untertanen. Daher auch der Versuch, die Schweiz nun mit aller publizistischen Macht zu isolieren und beinahe schon als braunes Sumpfgebiet darzustellen – bevor man in anderen Ländern auch noch auf die Idee kommt, Mitspracherechte einzufordern. Was man auch ganz offen zugibt, ironischerweise: Nicht umsonst beklagten manche Politikerdarsteller und ihre journalistischen Hofdiener, in Frankreich oder Deutschland könne sonst Ähnliches passieren. Das ganze Schauspiel ist nicht weniger primitiv als die bereits eingangs erwähnte durchsichtige Kampagne gegen vermögende Schweine, die ihre privaten (privaten, igitt!) Kröten vor größenwahnsinnigen internationalsozialistischen Umverteilungsphantasten, Steuergeldveruntreuern im Interesse „Europas“, kontinuierlich straffällig werdenden Rechtsbrechern, Vertragsverletzern und Großreichsträumern in Sicherheit bringen, statt wie glücklich grasende Kühe auf den Tag der finanziellen Ausweidung durch vollständig steuerbefreite Metzger des Zentralkomitees zu warten.

Auf die einschlägigen volkspädagogischen Sabbelshows braucht nicht näher eingegangen zu werden. Es dürfte sich von selbst verstehen, dass Klonarmeen von Politbots bereitstehen, um, gefüttert mit den üblichen Algorithmen der politischen Korrektheit, in Sendungen wie „Hart, aber Gewäsch“ ein, knacks, „Sie fischen am rechten Rand!“, knacks, oder ähnlich bewusstlose Phrasen in ihre Lochkarten zu stanzen. Damit gleich klar wird, dass dieser Lucke da und alle, die so denken wie er, für die lieben Kleinen gefälligst Pfui zu sein haben.

Ebenso unnötig, die in der Sache ja völlig richtigen Argumente pro Zuwanderung zu wiederholen: Ja, wir brauchen nun mal mehr qualifizierte Arbeitskräfte, schließlich droht unserer Gesellschaft eine Überalterung, ein demografisches Problem; ja, wir brauchen qualifizierte Migranten, da deutsche Kinder ja nicht mehr zum Selberdenken und Produktivsein motiviert werden sollen, sondern zum Masturbieren und sexuellen Volltolerantsein (zumindest, wenn es nach den Wünschen grüner Kräutergartendiktatoren und ideologisch beziehungsweise idiotisch ähnlich gelagerter Radikalverdummer geht), außerdem dazu, bloß nicht aufzumucken und individuelle Gedanken zu entwickeln, sondern die Klappe zu halten und sich vom politisch erwünschten Meinungs-Hauptstrom treiben zu lassen, was ihnen durch feige massenmediale Hetzstampeden gegen abweichende Einzelpersonen oder Völkerabfälle, die unerwünschte politische Entscheidungen treffen, immer wieder eingeprügelt wird; ja, hinter der vermeintlich nur wohlmeinenden, kosmopolitischen, „freiheitlichen“, schrankenlosen und unhinterfragbaren Zuwanderung könnte eventuell auch eine bislang leider nur wenig diskutierte Agenda stecken, die einer ihrer glühendsten Verfechter, der NWO-Stratege Thomas Barnett, einmal in bemerkenswert rassistischen, eugenischen, menschenverachtenden Worten zusammenfasste (nachzulesen in seinem Buch „Blueprint for Action“): Das „Endziel“ sei „die Gleichschaltung aller Länder der Erde“, zu erreichen durch die „Vermischung der Rassen“, unter anderem mit dem Ziel einer „hellbraunen Rasse in Europa“. Damit dies gelingt, sollten jährlich circa „1,5 Millionen Einwanderer aus der Dritten Welt aufgenommen werden“. Angestrebtes Ergebnis sei eine Bevölkerung mit einem „durchschnittlichen IQ von 90 – zu dumm, um zu begreifen, aber intelligent genug, um zu arbeiten“. Damit, so Barnett, vom europäischen Kontinent erst gar keine intellektuelle und wirtschaftliche Konkurrenz mehr ausgehen könne; eine über mehr als tausend Jahre gewachsene Kultur könne dadurch zuverlässig zerstört werden.

Sieht man von solchen fragwürdigen Hintergedanken einmal ab, zudem entwickelt von verirrten Einzeltätern wie Barnett aus dem Umfeld der mit psychisch Grenzwertigen, bellizistischen Schwerverbrechern und Herrenrassen- beziehungsweise Rassenvernichtungswaffen-Ideologen bekanntlich nicht geizenden „Neuen Weltordnung“, die (zum Glück) ja nun auch nicht repräsentativ für die Gesamtheit der EUliten steht, könnte man auch einfach nur fragen, was es eigentlich auszusetzen gibt an vernunftgeleiteter Einwanderungspolitik. In anderen Ländern klappt es ja auch, in denen bestimmte Mindestanforderungen an Zuwanderer gestellt werden. Solche Anforderungen wie zum Beispiel Nachweis ausreichender Sprachkenntnisse, beruflicher Qualifikation, profunder Kenntnisse der Kultur und Geschichte des Landes, in dem man zu leben gedenkt, Vorhandensein von Geldmitteln, damit's nicht gleich in die Sozialsysteme geht und Ähnliches, gelten hierzulande hingegen schnell als diskriminierend und „sozial ungerecht“, dann wird schnell die Rassismuskeule geschwungen.

Da so manches durch die bisherige deutsche Einwanderungspolitik verursachte Problem aber eben nicht sein durfte und Hinweise darauf viel zu lange totgeschwiegen, kriminalisiert, niedergekläfft und multikultirhetorisch parfümiert wurden, muss ein Abstimmungsergebnis wie das schweizerische natürlich der reinste Horror für politisch korrekte Parallelweltbewohner und Sozialdemiurgen sein. Sie täten besser daran, hin und wieder auch ein Ohr ans Volk zu halten. Denn auch in dieser Frage gilt die berühmte Mahnung Abraham Lincolns, dass man nicht das ganze Volk die ganze Zeit täuschen könne. Wer das versucht, sollte sich vorsorglich nach einem sicheren Rückzugsort in der Toskana umsehen.


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