25. Februar 2014

Wochenschau Orwell, Friedman, Obergrenzen

Ukraine – und Action!

Das überschuldete osteuropäische Land steht vor einer extrem schwierigen  Entscheidung. Es hat die Wahl zwischen: erstens dem Altkommunisten Putin und seinen Oligarchen, derer viele nur durch ihre Mitgliedschaft in der staatlichen Terrororganisation KGB (beerbt vom FSB) und bis in die Haarwurzeln gesättigt mit Vitamin B an die Schalthebel großer Rohstoffkonzerne gelangten und dadurch Milliardäre wurden; zweitens Brüssel beziehungsweise der westerweiterten EUdSSR, die, wie Prof. Eberhard Hamer einmal ganz richtig bemerkte, von den „geistigen Erben des Kommunismus“ in den totalitären Misthaufen gefahren wird, an der Spitze prominent besetzt mit Leuten wie Barroso (Bewunderer des Massenmörders Mao), Bankierssozialisten-Püppchen wie Van Rompuy vom Bilderberg oder, in Deutschland, dem ehemaligen FDJ-Meinmädchenkohl für Agitation und Propaganda, Angela Merkel; und drittens einer Marionette Washingtons auf dem Präsidentenstuhl, also jemandem, der dann unter direktem Einfluss des strammen Marxisten Obama stünde, der sich momentan alle Mühe gibt, mittels planwirtschaftlich-korporatistischer Fehlkonstruktionen wie „Obamacare(s for the destruction of America)“ die letzten Reste der freien Marktwirtschaft der USA in die Kloschüssel zu kippen und den geldsozialistischen Bankrott des Landes heraufzubeschwören.

Kurz, die Ukraine hat die Wahl zwischen Moskauer, Brüsseler oder Washingtoner Superstaatssozialismus. Schwierig.

Dass man in den hiesigen Määähdien auf die Finanzierungshintergründe und politischen Manipulationen des Konfliktes (die es von beiden Seiten gibt, amerikanischer wie russischer) nicht eingeht, dürfte keinen Beerdigungsunternehmer mehr hinter dem Sarg des Mainstreams hervorlocken. In unserem scheinfreiheitlichen Pressepuff wird natürlich nur das Feindbild Putin fixiert, mit, wie's scheint, immer wütenderem Tunnelblick. Hat der doch glatt der ukrainischen Führung mit dem Scheckbuch vor der Nase herumgewedelt und mit verbilligtem Gas und anderen Boni gelockt, während der zunehmend ostähnlicher und kollektivistischer werdende Westen inklusive im Propaganda-TV öffentlich vorgeführter und abgestrafter Gedankenverbrecher und  fundamentalistischem Gendertalibanismus so manchen Protestler mit 50 bis 100 Dollar pro Tag versorgte und in Bussen nach Kiew karrte, um Rabatz zu machen. Natürlich darf man dabei nicht sämtliche Demonstranten in einen Topf werfen. Es gibt einen authentischen Teil, der sich völlig legitim gegen die korrupte Regierung Janukowytschs auflehnt – so wie übrigens jede Bevölkerung, die noch bei Verstand ist, erstens den dringenden Wunsch verspüren sollte, herrschende politische Sauställe regelmäßig auszumisten, die es ja beileibe nicht nur in der Ukraine gibt, und zweitens ganz allgemein nicht der Illusion erliegen sollte, das Gewaltmonopol eines Staates wäre potentiell weniger verderblich als dasjenige eines anderen – Tatsache ist aber eben auch, dass auf westlicher Seite vermeintlich unabhängige Organisationen wie das NED (National Endowment for Democracy) im Schatten des U.S. State Department sowie George Soros' Open Society Institute ihre Finger im Spiel haben, während der pro-russische Teil natürlich von Moskau umgarnt und gepäppelt wird. Auch wenn Terroristen-Pate Barack Pinnochio, wie die meisten Politiker, die es an die Spitze geschafft haben oder geschafft wurden, ein pathologischer Lügner, Blender und Schwätzer, dessen Nase mittlerweile die Länge dreier Football-Felder mühelos hinter sich lässt, sogleich zu versichern suchte, es gehe dabei keineswegs um ein „amerikanisch-russisches Schachbrett“. Sein Amtskollege Putin, ebenfalls im Terrorbusiness tätig, dürfte es ihm gedankt haben. Schade, dass George Orwell nicht mehr lebt. Es würde mich brennend interessieren, was Orwell, Mitglied der Fabian-Sozialisten und Eliten-Insider, über die derzeitigen Vendetten zwischen Ozeanien und Eurasien zu sagen hätte, die er in seiner Dystopie „1984“ verblüffend genau zu erahnen vermochte.

Letzte Woche tauchte auch noch ein Propagandavideo billigster Machart auf (Titel: „I'm a Ukrainian“, „Ich bin eine Ukrainerin“), in dem ein – selbstverständlich – bildhübsches junges Ding mit Schönheitsfleck über dem vollen, roten Erdbeermund, effektvoll ausgeleuchtet wie Angelina Jolie in einer Kuss-Szene, das Gesicht in hellstem Unschuldsweiß erstrahlend wie die Jungfrau Maria, mit leicht bibberndem Kinn und großen, verzweifelt nach mehr Demokratie suchenden Scheinwerferaugen Zuguckern vom absolut friedlichen, zivilisierten Protest der Oppositionellen erzählte, unterlegt mit dramatisch-romantisch dahinklimperndem Soundtrack wie aus einem Filmtrailer für eine x-beliebige Hollycrap-Schmonzette. Danke, Academy! Das Streiflein wurde von einer Firma produziert, die zuvor unter anderem eine Dokumentation über Freiheitsbewegungen in aller Welt in den Äther schickte – und zwar auf Anregung eines ranghohen Mitgliedes des keiner ausführlicheren Vorstellung mehr bedürftigen Council on Foreign Relations (CFR), Larry Diamond. Der Regisseur des Clips gab dann auch ganz freimütig zu, er habe sich schon Wochen vor (!) Ausbruch der Unruhen in der Ukraine aufgehalten, um dort einen „Film über Demokratie“ zu drehen. Ob das Leben in diesem Fall die Kunst imitierte?

In diesem Zusammenhang: Wer sich einen guten Überblick darüber verschaffen möchte, wohin die politische Reise auf internationaler Ebene gehen und wieso es sich bei den Kabbeleien zwischen EU und Russland  (zumindest auf höchster politischer Ebene) vielleicht doch nur um Scheinscharmützel handeln könnte, werfe einen Blick in Oliver Janichs furioses Buch „Die Vereinigten Staaten von Europa“. Janich haut Schlafschafen ein hieb- und stichfest belegtes Zitat aus den Reihen der machtpsychotischen Globalistenelite nach dem anderen um die Plüschöhrchen. Selbst Kennern der NWO-Materie dürfte manches Detail aus Vergangenheit und Gegenwart der EUdSSR die Beine wegtreten – beispielsweise zahlreiche von Janich lustvoll auseinandergenommenen Äußerungen des fälschlicherweise als großer „Reformer“ und „Befreier“ gefeierten Michail Gorbatschow. Wünsche viel Vergnügen und Erkenntnisgewinn bei der Lektüre! Wer danach immer noch Kaffee zum Aufwachen braucht, ist hirntot.

Deutsche Fernsehkultur - zum Wegsehen!

Und noch ein Eklat im deutschen Sabbel-TV! Bernd Lucke verließ ganz empört vorzeitig die Aufzeichnung einer Sendung von Michel Friedmans Ego-Show bei N24. Potzblitz. Es gab Zeiten in diesem Land, da wären solche „Informationen“ noch nicht mal dem hinterletzten Regionalblättchen aus einer agrarwirtschaftlichen Kommune mit 20 Einwohnern (inklusive Kuh Erna) eine Meldung wert gewesen. Gastgeber beziehungsweise -quäler Friedman, darin mit vielen anderen TV-Selbstdarstellern und Öffentlichkeitsproduzenten ganz auf einer Linie, besticht meistens dadurch, die vorgeladenen Angeklagten ununterbrochen zu unterbrechen, um sie mit zusammengekniffenen Augen darauf hinzuweisen, dass immer noch eeeer der Moderator dieser Sendung sei und eeeer zu entscheiden habe, wer was wie lange sagen darf, oookay? Da hat er nicht ganz Unrecht. Es ist seeeine Sendung, keine Frage. Nur hat das alles mit Diskutieren nichts mehr zu tun, bei dem, so munkelt man, es ja darum gehen soll, die Diskutanten tatsächlich auch mal ausreden und ihre Argumentationen zuende bringen zu lassen – oookay? Nichts für ungut, Herr Lucke: Das hätten Sie nicht nur vorher wissen können, sondern müssen. Warum setzen Sie sich freiwillig – ganz ohne äußere Not, ohne physisch bedroht zu werden – den stets strammstehenden, jedem Delinquenten hektisch das Wort abschneidenden, in politisches Korrektheitskonzentrat getunkten Verbalschlägerbanden der TV-Diskussionsvermeidungskultur aus? Zugegeben, es ist eine Zwickmühle: Einerseits verhilft einem die Omnipräsenz in allen möglichen nicht umsonst „Show“ genannten Sendungen dieser Art zu dauerhafter Erwähnung, man bleibt im Gespräch, im Bewusstsein der Zugucker. Wer nicht bereit ist, damit seinen Frieden zu machen beziehungsweise Kompromisse einzugehen, wird es schwer haben, überhaupt Gehör zu finden, denn im Internet gibt's ja bekanntlich nur Verschwörungsidioten und Terroristen. Andererseits bekommt man dann schnell vorgeworfen, ja Moment, wenn sogar der Mainstream den so oft sprechen lässt, kann doch irgendwas nicht stimmen. Ich für meinen Teil warte deshalb immer noch auf Schlagzeilen wie „AfD-Vorsitzender Lucke fordert Abschaffung des kriminellen Zentralbankenkartells“ oder „Vorsitzender der Alternative für Deutschland attackiert das Geldmonopol“.

Suizid oder suizidiert? – Banker fallen wie Fliegen

Gegen Ende Januar 2014 sickerten Meldungen über eine mysteriöse Reihe sogenannter Selbstmorde aus den Reihen der Finanzwelt an die Öffentlichkeit. Unnötig zu erwähnen, dass diese Todesfälle in unseren ... ach, sagen wir einfach, oben erwähnter Beerdigungsunternehmer bekommt schon wieder das große Gähnen.

Einige Beispiele:

David Bird, 55 Jahre alt, Reporter des „Wall Street Journal“, verschwand am 11. Januar in der Nähe seiner Wohnung in New Jersey spurlos, als er einen kleinen Spaziergang unternahm. Bird berichtete auch über die Öl- und Rohstoffmärkte, die momentan wegen Verdachts auf massive Preismanipulationen von einem dauerhaften Unterausschuss des US-Senats untersucht werden.

William Broeksmit, 58, vormals bei der Deutschen Bank, wurde in seiner Wohnung tot aufgefunden – er soll sich erhängt haben. Die Deutsche Bank steht unter Verdacht, circa zwölf Billionen Dollar an Verlusten, verursacht durch die Finanzkrise, verheimlicht zu haben, außerdem wegen des Verdachts auf massive  Manipulationen der Devisenmärkte.

Gabriel Magee, 39, Vizepräsident des europäischen Hauptquartiers von JPMorgan in London, soll sich vom Dach des 33-stöckigen Hochhauses gestürzt haben. Das Bankhaus JPMorgan – ein Haus mit einer langen Tradition betrügerischer bis krimineller Machenschaften und eines der „Kernhäuser“ der anglo-amerikanischen NWO-Hochfinanz – wird derzeit vom selben Unterausschuss des US-Senats unter die Lupe genommen, der auch die Manipulationen an den Rohstoffmärkten untersucht. Außerdem sieht sich auch dieses Institut mit Vorwürfen bezüglich betrügerischer Machenschaften an den Devisenmärkten konfrontiert. Kurz vor seinem Tod soll Magee noch eine E-Mail an seine Freundin geschickt haben, in der er ihr mitteilte, er werde das Büro bald verlassen und nach Hause kommen.

Mike Dueker, 50, der fünf Jahre lang für Russell Investment arbeitete, wurde am 29. Januar tot aufgefunden. Vor seinem Job bei Russell war Dueker bei der Federal Reserve Bank in St. Louis beschäftigt. Im November des vergangenen Jahres berichtete die „New York Times“, Russell Investment sei verwickelt in illegale Zockereien mit New Yorker Pensionsfonds.

Ryan Henry Crane, 37, war geschäftsführender Direktor für die JPMorgan Global Equity Group. Die Umstände seines Todes sind – wie in den meisten anderen Fällen auch – bislang noch nicht vollständig geklärt. Ein Bericht der Gerichtstoxikologie steht noch aus. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Crane eng mit Gabriel Magee von JPMorgans Londoner Filiale zusammenarbeitete.

Richard Talley, Gründer und Direktor von American Title, verstorben am 6. Februar. Auch sein Unternehmen soll im Fokus einer Untersuchung über Finanzbetrügereien gestanden haben. Er wurde von einem Familienmitglied in seiner Garage gefunden – nachdem er sich, heißt es im offiziellen Bericht, mit einer Nagelpistole sieben oder acht Mal in Körper und Kopf geschossen haben soll.

Bei wie vielen dieser Todesfälle es sich tatsächlich um Selbstmord oder Geselbstmordung handelte, lässt sich bisher nicht mit Sicherheit sagen. Gut möglich, dass mancher einfach die Nerven verlor und angesichts einer eingehenden Untersuchung über kriminelle Vorgänge, möglicherweise drohender Haftstrafen, Verlust des Ansehens und so weiter den Freitod vorzog. Einige langjährige Kommentatoren des Geschehens in der internationalen Finanzwelt behaupten jedoch – wie glaubwürdig diese Anschuldigungen sind, sei natürlich erstmal dahingestellt – es handele sich um Auftragsmorde, da es sich bei sämtlichen der Verstorbenen um Leute gehandelt habe, die ins Visier von Untersuchungen gerieten, in deren Verlauf sie – im Falle einer Gerichtsaussage unter Eid – unter Umständen höchst Kompromittierendes über dubiose Vorgänge hinter den Kulissen der Hochfinanz hätten ausplaudern können. Karen Hudes, früher Angestellte der Weltbank, mittlerweile als sogenannte „Whistleblowerin“ tätig, behauptet dasselbe: Sie hätte mit einigen der Banker in Kontakt gestanden – diese hätten ihr versprochen, sich ihrem Kreis anzuschließen, um sie in ihren Bemühungen, die massiven Betrügereien von globalem Ausmaß aufzudecken, zu unterstützen.

Ob das nun stimmt oder nicht – warum wird über eine in der Tat seltsame Häufung solcher Vorfälle so gut wie gar nicht berichtet?

Das Schmankerl zum Schluss

Zum Ausklang  noch ein kleines Musterbeispiel für erfolgreich gemainstreamtes Neusprech und Doppel- beziehungsweise Quatschdenk: Nach der (vorerst) letzten Anhebung der Schulden-„Obergrenze“ hieß es in diversen Groschen- und Schundblättchen mal wieder, der Haushaltsstreit sei erstmal beigelegt, es handele sich um einen „Erfolg“ für die „Demokraten“ unter Obama bin Wall Street. Schön, dann eben nochmal für die Begriffsstutzigen:

Erstens: Es gibt in diesem Geldsystem keine Schulden-„Obergrenze“. Das ist ein Phantom, eine Einbildung, eine Illusion. Beim derzeitigen Schuldenstand der USA von einem „Erfolg“ oder gar „Konsolidierungsversuchen“ zu sprechen, ist nichts als blanker Hohn.
Zweitens: Es kann gar kein „demokratischer“ Erfolg sein, da die Federal Reserve nie demokratisch legitimiert wurde. Sie ist keine „demokratische“ Institution, da sie erstens dem amerikanischen Volk aufgeflunkert beziehungsweise -oktroyiert wurde und zweitens diejenigen, die dort zu entscheiden haben, sich keinen Dinar um die Meinung und die Interessen des Volkes kümmern, geschweige denn ihr wirtschaftliches Wohlergehen, wie sie ein ums andere Mal auf US-volks- als auch weltwirtschaftlich deprimierende Art unter Beweis gestellt haben. Könnten wir den Blödsinn also bitte endlich mal lassen und aufhören, von „Demokratie“ zu sprechen, wo in Wahrheit feinster neofeudalistischer Geldsozialismus wütet?


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