10. April 2014

Marktkommentar Goldhausse in Gefahr - oder Kaufgelegenheit?

Gold schützt vor unseriöser Geld- und Staatsschuldenpolitik

Der Goldpreis ist in den vergangenen drei Wochen um 7,9 Prozent von 1.390 Dollar pro Unze auf 1.280 Dollar gefallen. Stellt diese Entwicklung meine Prognose in Frage, dass wir seit Jahresanfang am Beginn einer zyklischen Goldhausse stehen?

An den fundamentalen beziehungsweise makroökonomischen Argumenten, die für Gold und einen steigenden Goldpreis sprechen, hat sich natürlich nichts geändert. Diese Argumente sind allerdings langfristiger Natur. Deshalb werden sie uns bei der Beantwortung unserer Frage nicht weiterhelfen.

Eine Antwort kann also nur mit Hilfe der technischen Analyse gefunden werden. Dazu müssen wir zunächst prüfen, ob sich der jüngste Kursrückgang noch im Rahmen einer normalen Korrektur bewegt, oder ob er bereits einen darüber hinaus gehenden technischen Schaden angerichtet hat.

Charttechnisches Warnsignal, aber kein Hausse-Killer

Dass die Goldkurse inzwischen wieder deutlich unter die Abwärtstrendlinie gefallen sind, ist kein Hausse-Killer, sondern lediglich ein charttechnisches Schwächezeichen, ein erstes Warnsignal. Mehr nicht. Wichtig für meine Betrachtung sind vor allem die Zwischenkurse bei 1.310 Dollar, bei 1.285 Dollar sowie bei 1.260 Dollar. Sie basieren auf der Beobachtung, dass Korrekturen in der Regel etwa 40 Prozent bis 60 Prozent der vorausgegangenen Kursbewegung wettmachen. Konkret zeigen diese drei Kurse die sogenannten Fibonacci-Unterstützungen, die mit 38 Prozent, 50 Prozent und 62 Prozent der vorangegangenen Kursbewegung definiert sind und ein weit verbreitetes technisches Konzept darstellen, auf das ich hier nicht näher eingehen möchte. Hier soll die Feststellung genügen, dass sich die aktuelle Goldkorrektur in einem völlig normalen Rahmen bewegt, indem sie bisher ziemlich genau die Hälfte des vorausgegangenen Kursanstiegs wettgemacht hat. Außerdem verläuft die 200-Tage-Durchschnittslinie bei 1.297 Dollar. Der aktuelle Kursrückgang kann folglich als typischer Test dieses wichtigen Trendfolgeindikators interpretiert werden.

Erstes zyklisches Kaufsignal des Preisbänder-Indikators

Abschließend möchte ich noch auf einen Chart meines Preisbänder-Indikators, den ich in der April-Ausgabe von „Krisensicher Investieren“ vorgestellt habe, eingehen. Er wird mir dabei helfen, während der zyklischen Hausse der kommenden Jahre die besonders attraktiven kurz- bis mittelfristigen Kaufzeitpunkte zu erkennen. Im Moment befindet sich dieser sehr nützliche Indikator in einer Konstellation, aus der heraus er sein erstes Kaufsignal dieser noch sehr jungen zyklischen Hausse geben kann: Zwei der drei Voraussetzungen für ein Kaufsignal sind im Moment jedenfalls erfüllt. Wenn in den kommenden vier Wochen auch noch die Erfüllung der dritten Bedingung gelingt, dann kommt es dadurch nicht nur zu einen interessanten Kaufsignal, sondern zu einer klaren und wichtigen Bestätigung meiner Hausse-Prognose.

Ich halte die Wahrscheinlichkeit für sehr groß, dass es demnächst zu diesem Signal kommen wird.

Weitere Analysen finden Sie in Claus Vogts Börsenbrief Krisensicher Investieren.


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