15. April 2014

Deutschland zu Sinnen Aufstehen, Akif hat den Wecker gestellt!

Diesseits von affentheatralischem Gejaule

Dossierbild

Akif Pirinçci hat das geschafft, was vielen Autoren vorher nicht gelungen ist. Er hat mit „Deutschland von Sinnen“ die Mainstream-Journalisten aus der Reserve gelockt und sie gleichzeitig als das bloßgestellt, was sie sind: Handlanger und Profiteure eines fett gefressenen Systems, die das wieder ausspucken, was ihnen von der Politik in den Hals gestopft oder auf den Redaktionstisch gelegt wurde.

Bei so viel Schnappatmung (der Begriff „Rezension“ wäre in diesem Zusammenhang übertrieben) bleibt den linksseitig gelähmten Wiederkäuern natürlich nicht genügend Luft, Akif Pirinçci inhaltlich zu widerlegen, sich überhaupt ernsthaft mit seinen Thesen auseinanderzusetzen. Also lenken sie auf Akifs Schreibstil ab. Und genau das ist der Punkt. Akif verwendet die Sprache des Volkes, fernab von hohlen intellektuellen Phrasen, gibt er das wieder, was unten auf der Straße und in den Kneipen – mehr und mehr hinter vorgehaltener Hand (Feind hört mit) – geredet wird.

Diese Sprache allerdings war und ist unseren feinen Herren, die auf ihren angewärmten Redaktionsstühlen kleben, schon immer ein Graus. Das gilt insbesondere für die Politik- Meinungs-, und Feuilletonjournalisten, die sich schon immer für die besseren, weil wichtigeren Autoren verstanden haben. Damit sind sie sich eins mit unseren Politikern, die ebenfalls gerne aus ihren Palästen herab aufs Volk schauen und entsetzt mit den Kopf schütteln, wenn basisdemokratische Begehrlichkeiten in einfache Worte gefasst werden.

Man sollte allerdings Verständnis für diese armen Meinungsschlucker haben. Sie wollen auch nur sich und ihre Familie ernähren und sind deshalb darauf angewiesen, dass sie ihren Bossen genehm bleiben. Also schreiben sie das, was ihnen der Chefredakteur diktiert. Dass dieser aber auch nur das weiter gibt, was ihm der Verleger vorschreibt und dieser wiederum eng verbandelt mit Politik und Wirtschaftslobby ist, wissen wir alle.

So sitzen sie also in gläsernen Hallen, fahren zwischen Wohnung und Redaktion hin und her, ohne auf die Straße zu gucken und speisen ihr journalistisches Wissen aus der Google-Brühe.

Das System ist gut eingespielt und so findet die Zensur im Kopf statt. Kein Wunder also, dass sie alle durchdrehen, wenn jemand mit scharfer schwarzer Tinte und spitzer Feder ihr Nest beschmutzt und zerkratzt.

Absurd wird es allerdings, wenn die so genannten Verteidiger der „guten“ Sprache selber herumpöbeln, von Hitler faseln und zu den Wutbürgern mutieren, auf die sie in ruhigeren Zeiten sonst selbst gerne herab spucken. Und wenn ausgerechnet diejenigen, die in höchsten Tönen jubeln, dass in Kinderkrippen Dildos statt Schnuller verteilt werden, sich echauffieren, wenn jemand wie Pirinçci vor seiner Tastatur unter der Gürtellinie herumfuchtelt, dann kann man schon von affentheatralischem Gejaule sprechen.

Aber unser Akif wird denn ideologisch entfachten Flammenwerfer schon verkraften, er hat die hyperventilierende Gegenwehr sicherlich einkalkuliert, wenn nicht sogar provoziert. Wir aber sollten „Deutschland von Sinnen“ als Chance sehen. Akif hat den Wecker gestellt, es ist jetzt an uns, aufzustehen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Journalistenwatch.


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