22. April 2014

Kryptowährungen Bärenmarkt-Blues

Altcoins im Abwärtsstrudel

Markus Bohl leistet Pionierarbeit. Zwar gibt es schon einige Autoren, welche sich mit Kryptowährungen beschäftigen. Sie achten dabei aber eher auf technische Spezifikationen. Dies steht bei Bohl eher im Hintergrund. Ihm geht es schlicht darum, auf diesem neuen „Neuen Markt“ Geld zu verdienen. Mit Mehrwert für ef-Leser. Denn an dieser Stelle gibt er regelmäßig Hinweise auf Handelsstrategien und sein eigenes Anlageverhalten.

Die Altcoin-Märkte wurden in den letzten Monaten fulminant durchgeschüttelt. Eng verknüpft mit diesem Crash bei den Altcoins ist der schwache Bitcoin-Kurs. Seit dem Hoch im Dezember 2013 ist er um zwei Drittel gefallen. Die Altcoins hat es meist noch schlimmer erwischt, da sie zusätzlich noch auf Bitcoin-Basis gefallen sind. Kursverluste zwischen 80 bis 90 Prozent auf Euro-Basis waren eher die Regel als die Ausnahme. Dabei darf freilich nicht vergessen werden, dass sich die Kurse meist immer noch über dem Stand von Oktober befinden. Der November war ein goldener Monat, teilweise verbunden mit Kursgewinnen von über 1000 Prozent. Da war eine Korrektur überfällig. Was diese Korrektur in einen ausgewachsenen Crash verwandelt hat, liegt für mich ebenfalls auf der Hand. Zum einen die Skandale um die Bitcoin- und Altcoin-Broker, hier war Mt. Gox das prominenteste Beispiel, aber denken wir auch an Vircurex, Poloniex oder Crypto Rush. Das hat viel Vertrauen zerstört. Das Ganze hat zusätzlich noch zu einer regelrechten Schmutzkampagne in den Medien gegenüber Kryptowährungen geführt, wodurch kaum noch neue Investoren gewonnen werden konnten. Zusätzlich sind die Altcoin-Märkte durch die beispiellose Schwemme an neuen Coins unter die Räder gekommen. Hunderte Münzen kamen auf den Markt, ohne irgendwelche Innovationen, schlecht zusammengeschusterte Klone, um einen schnellen Bitcoin zu machen. Auroracoin hat noch einmal für ein kurzes Strohfeuer gesorgt, aber ich denke, wir müssen uns der Realität stellen, dass die Zeit innovationsloser Klon-Coins, endgültig vorbei ist. Zusätzlich blieben eMunie und Ethereum in den Startblöcken hängen, wodurch auch hier keine positiven Impulse gekommen sind.

Fazit: Ich kann für die klassischen Klon-Coins (und das sind mehr als 90 Prozent am Altcoin-Markt) keine Entwarnung geben. Diese werden zurecht von Markt verschwinden. Wir sind in einem Bereinigungsprozess in der sich die Spreu vom Weizen trennen wird. Der Bitcoin wird sich auf dem jetzigen Niveau zumindest stabilisieren, um ihn herum wird eine Handvoll innovativer Coins ebenfalls seine Existenzberechtigung haben. Eine Hand voll – keine 400 Stück! Das heißt für sie ganz konkret, dass wohl die Regel gilt, „They never come back“. Cashen sie die Bitcoin- und Litecoin-Klone gegen Bitcoin ein, solange es noch einige Satoshis für sie gibt. Werte wie Worldcoin, Quark, IOCoin und iXcoin werden alle früher oder später bei null landen. Es gibt keine Existenzberechtigung mehr für sie. Die zweite Reihe, angeführt von Litecoin (schlicht alle Coins, die an der BTC-e gelistet sind), wird wohl vorerst noch überleben. Mittelfristig wird eine 2.0-Währung das Rennen machen und auch Bitcoin vom Thron stoßen. Das kann Nxt sein, vermutlich ist es aber eine neue und innovative Coin, die bisher noch nicht auf dem Markt ist. Die Lösung der Altcoin-Krise liegt nicht in der Vergangenheit, den lahmen ausgelutschten Klon-Coins, die Lösung liegt in der Zukunft, komplett neuentwickelte Coins mit tatsächlichen Innovationen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Altcoinspekulant.


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Markus Bohl

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