25. April 2014

Klima und Energie Pumpspeicherwerke in der heimischen Pampa

Bei kollektiven Entscheidungsprozessen gibt es ein Problem

Vor einer Woche habe ich an dieser Stelle über die Klimahysterie in Deutschland geschrieben. Mein Blogbeitrag und der entsprechende Gastbeitrag in der Onlineausgabe des „Handelsblatts“hatten mit Abstand die größte Verbreitung, seit ich hier für Sie schreibe. Das freut mich. In dieser Woche ist dies nicht zu toppen. Deshalb möchte ich Sie lediglich auf einen Beitrag auf dem Blog des Liberalen Instituts der Stiftung für die Freiheit aufmerksam machen. Dort macht der Autor Steffen Hentrich deutlich, wie unsinnig unser deutsches, aber auch das europäische Vorgehen in der Klimapolitik ist.

Sie werden vielleicht einwenden: „Wenn wir nicht anfangen, dann…“. Diese Denkweise geht davon aus, dass wir es kollektiv besser wissen als andere. Das mag sein. Doch bei kollektiven Entscheidungsprozessen gibt es ein Problem. Wenn es nicht stimmt, nicht so stimmt oder wenn Nebenbedingungen nicht ausreichend berücksichtigt wurden, dann haben wir ein gemeinsames Problem. Wenn Milliarden von Euro für Fehlinvestitionen für Stromtrassen, Windkraftanlagen auf hoher See und Pumpspeicherwerke in der heimischen Pampa durch Steuerzahler und Stromkunden ausgegeben werden für ein Problem, das in 30 oder 40 Jahren in dieser Form nicht eintritt, anders eintritt oder weniger stark eintritt, dann wirft eine solche Entscheidung ein Land, einen Kontinent und die Menschen, die dort leben, auf Jahrzehnte, vielleicht sogar Jahrhunderte, zurück. Historische Beispiel gibt es dafür zur Genüge. Man muss nicht mal bis zu den alten Griechen oder den Römern zurück.

Wenn Sie sich persönlich dafür entscheiden, dass Sie Ihre Energieversorgung mit Solar- und Windkraft vor Ort oder für Ihre Nachbarn betreiben wollen, ist dies lobenswert. Stellt sich mit der Zeit heraus, dass Sie dafür keine Kunden gewinnen, Ihr Strom teurer ist als der von einem anderen Energieversorger, dann haben SIE ein Problem, nicht die anderen. Für das Land, den Kontinent und die Menschen, die dort leben, hat Ihre persönliche Entscheidung keine Auswirkungen. Das ist der Unterschied zwischen staatlicher Planwirtschaft und Marktwirtschaft. In einer Marktwirtschaft werden viele Fehler gemacht. Diese sind individuell. Sie betreffen den Einzelnen. Diese Fehlentscheidungen werden durch die Übernahme von Unternehmen, durch Aufgabe oder durch Konkurs millionenfach korrigiert. Die Planwirtschaft kennt diese Folgen von Fehlentscheidungen ebenso. Der Unterschied ist jedoch: Es betrifft alle gleichzeitig und ein anderer hat für Sie entschieden. Wehren Sie sich gegen diese Entmündigung. Ihre Kinder werden es Ihnen später danken.

Link:

Steffen Hentrich, IPCC-Report: EU-Klimaziel ohne wissenschaftliche Basis


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