16. Juni 2014

Taxi Uberfälliger Wettbewerb

Der Verkehr rollt besser als je zuvor

Es war nur eine Frage der Zeit, dass sich die App Uber, die private Mitfahrgelegenheiten vermittelt, den Unmut der Taxifahrer zuzieht. Die hatten sich in der Vergangenheit auf dem durch die Personenbeförderungsordnung (PBefG), die Verordnung über den Betrieb von Kraftfahrunternehmen im Personenverkehr (BOKraft) und Berufszugangsverordnung für den Straßenpersonenverkehr (PBZugV) zwangsregulierten Markt als Kartell eingerichtet und sehen ihre Pfründe nun massiv bedroht. Kein Wunder, dass der Wettbewerb jetzt nicht nur mit eigennützigen Argumenten bekämpft wird, sondern auch so getan wird, als würde das Risiko für Verbraucher nicht tragbar sein. Indes gibt es keinerlei Anzeichen dafür, dass die billigere Uber-Konkurrenz schädlich für den Verbraucher sei. Seit Jahren boomt das Geschäft mit Mitfahrgelegenheiten, die Leute mit kleinem Geldbeutel sicher über größere Entfernungen bringen. Warum dieses Modell nicht auf den Stadtverkehr übertragbar sein soll, erschließt sich wohl nur demjenigen, der Angst vor preisgünstiger und flexibler Konkurrenz hat. Im Zweifel ist jedem Anbieter und Nutzer der Dienste von Uber und ähnlichen Anbietern klar, dass es nicht das teure Rundum-Sorglos-Paket eines Taxifahrers gibt, sondern eben nur eine Mitfahrgelegenheit, wie sie schon heute millionenfach praktiziert wird. Die hohe Nachfrage nach den unabhängigen Beförderungsdienstleistungen zeigt indes nichts anderes als die Überfälligkeit der Liberalisierung der Personenbeförderung im Straßenverkehr. Das muss keineswegs das Ende der Taxis bedeuten, ganz im Gegenteil, es ermöglicht ihnen im Wettbewerb ihre Stärke zu zeigen. Erst im vergangenen Jahr hat die Liberalisierung der Fernbusverkehrs gezeigt wie dynamisch sich ein Markt entwickeln kann, der jahrzehntelang von den Ludditen des Personenverkehrs bekämpft wurde. Auch hier wurde neben dem wirtschaftlichen Risiko für etablierte Verkehrsmittel wie die Bahn auch das Wohl der Verbraucher als Gegenargument angeführt. Doch der Verkehr rollt immer noch, sogar besser als je zuvor.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog des Liberalen Instituts.


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