08. Juli 2014

Millenniumsziele Enttäuschung auf hohem Niveau

Inseln versinken nur in Klima-Modellen

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Gerade hat UN-Generalsekretär Ban Ki-moon den Zwischenbericht zu den Millenniumszielen vorgelegt und kann von beachtlichen Erfolgen berichten. Gegenüber 1990 leben 700 Millionen Menschen weniger in extremer Armut, im Kampf gegen Malaria und Tuberkulose zeigen sich Erfolge, für 2,3 Milliarden Menschen wurde der Zugang zu verbesserter Trinkwasserversorgung Wirklichkeit und die Mütter- und Säuglingssterblichkeit hat sich deutlich vermindert. Wirklich ein Grund zur Freude. Bei den Klimarettern hält sich die Begeisterung allerdings in Grenzen, dort meint man, das sei ja nur „statistisch” eine Verbesserung, weil es „keinerlei Erfolge bei den Treibhausgasen” gebe. Als Kronzeuge für diese Unterlassungssünde wird der Präsident des Inselstaates Kiribati im Pazifik, Anote Tong, zitiert. Er wüsste wegen der auf  fossilen Energien gegründeten „ökonomischen Explosion” bald nicht mehr wohin mit den 100.000 Einwohnern seiner Inseln, wenn diese untergehen. Es ist wirklich unerfreulich, dass man den Einwohnern auf einer Handvoll Pazifikinseln einen solchen Schreck einjagt, bloß um der Armut und dem Elend auf dem Globus ein Ende zu bereiten. Ein Trost gibt es für die Klimaretter: Bislang versinken die Inseln nur in den Klima-Modellen, in der Realität, so der neuseeländische Meeresforscher Paul Kench, gewannen die drei am dichtesten besiedelten Inseln Kiribatis, Betio, Bairiki und Nanikai, zwischen 12,5 und 30 Prozent an Fläche hinzu. Mit dem Umsiedeln können sich die Inselbewohner also noch etwas Zeit lassen und zumindest bis dahin kann auch der Wohlstand der Menschheit noch weiter anwachsen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog des Liberalen Instituts.


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