02. Oktober 2014

Staatsschulden Grundrechenarten

Der Staat schadet allen Regierten

Das Ergebnis von 2 x 2 verkündet Finanzminister Schäuble mit strenger Rohrstock-Lehrer-Miene, mathematisch originell und politisch windelweich, je nachdem, zu wem er gerade spricht. Nach Jahren anhaltend hoher Steuereinnahmen kündigt er an, den Schuldenberg nicht noch weiter wachsen lassen zu wollen, wenn nichts dazwischen kommt, versteht sich.

Der Staat schadet durch das extrem niedrige, künstlich-politisch, illegal und eidbrüchig von Euro-Rettern verordnete und realwirtschaftlich von Finnland bis Griechenland schädliche Zinsniveau allen Regierten, außer dem Finanzsektor. Er bestiehlt nicht nur Sparer, zusatzversicherte Rentner und Lebensversicherungen, sondern vor allem jetzt Arbeitende und künftige Generationen. Er setzt ökonomisch widersinnige Investitionen durch, verursacht die nächste Blase, den unweigerlich bevorstehenden Crash.

Welches Interesse die Demokratur an ihrer Nach-mir-die-Sintflut-Politik hat, errechnet die Bundesbank: Der Staat hat sich seit 2007 insgesamt 120 Milliarden Euro an Zinszahlungen erspart, 37 davon allein 2013, und damit die angeblich abzubauende Verschuldung der gesamten Eurozone extrem stimuliert – eine Logik, die jedes Kind mittels der Grundrechenarten verstehen könnte.


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