27. Oktober 2014

Ukraine Kriegserklärung

Börsenspekulant George Soros „mahnt“ Europäer im Ukraine-Konflikt

Dossierbild

Wer den Werdegang und die politischen Aktivitäten des durch spekulative Börsengeschäfte zum Milliardär aufgestiegenen (und in Frankreich wegen Insidergeschäften rechtskräftig verurteilten) George Soros in den letzten Jahrzehnten aufmerksam verfolgt hat, weiß, dass seine besondere Abneigung (um das harte Wort „Hass“ zu vermeiden) insbesondere zwei Nationen gilt: Deutschland und Russland. Das hat zweifellos historische Gründe, nur schreiben wir heute nicht mehr das Jahr 1944 oder 1956, sondern 2014, was den Herrn jedoch nicht anficht, wenn es darum geht, beiden Ländern und ihren Volkswirtschaften Schaden zuzufügen. Dabei kommt ihm die aktuelle Ukraine-Krise natürlich gerade recht, bietet sie doch die perfekte Gelegenheit, Russland massiv zu schaden und nebenbei die deutsche Wirtschaftskraft zu schwächen. Zwar hat der umtriebige Herr schon einmal (1993) erfolglos versucht, die D-Mark zu ruinieren, aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben, und die krisengeschüttelte Kunstwährung Euro bietet heute weitaus bessere Ansatzpunkte für ein derartiges Vorhaben als die damals noch wertstabile D-Mark.

Mit den von den Europäern auf Druck der USA gegen Russland verhängten Wirtschaftssanktionen und den russischen Gegenmaßnahmen ist es dem Spekulations- und Propaganda-Experten Soros und seinen Mitstreitern gelungen, die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland nachhaltig zu beschädigen, wobei ihm seine bundesdeutschen Helfershelfer  wie „Hufeisenplan-Plan“-Lügner Joseph Fischer oder Tymoschenko-Groupie Rebecca Harms tatkräftig zur Seite stehen. Inzwischen entblöden sich die Grünen nicht einmal mehr, das Trio infernale (Soros, Fischer, Harms)  gemeinsam in der parteieigenen Heinrich-Böll-Stiftung auftreten zu lassen. Dass sich der linke Schriftsteller und Pazifist im Grabe umdrehen würde, wenn er wüsste, was sich da mit seinem Namen schmückt, sei nur am Rande angemerkt.

Da ein Wirtschaftskrieg angesichts der russischen nuklearen Zweitschlagfähigkeit die einzige Möglichkeit scheint, das aufmüpfige Russland in die Knie zu zwingen (was bezüglich Deutschlands unnötig ist, da sich dessen politisch-mediale Klasse längst auf den Knien oder noch ein Stück tiefer befindet), ist nach Sorosscher Logik jedes Zeichen von Entspannung im Ukraine-Konflikt schädlich, weshalb sich der wackere Menschenfreund dieser Tage berufen fühlte, den verweichlichten Europäern gehörig den Marsch zu blasen. Die einstmals seriöse „FAZ“ räumte dem „Gastautor“ im üblichen Kadavergehorsam natürlich gern den dafür notwendigen Platz ein, und so erfährt der geneigte Leser unter der reißerischen Überschrift „Aufgewacht, Europa!“ eine ganze Reihe von „Tatsachen“ zum Ukraine-Konflikt, die sich vereinfacht so zusammenfassen lassen:

Erstens: Russland hat die wackere ukrainische Armee heimtückisch zusammengebombt. („Quelle“ dieser Behauptung ist mit Wesley Clark ein pensionierter NATO-Haudegen, der im Kosovo-Konflikt nur durch Befehlsverweigerung daran gehindert werden konnte, den dritten Weltkrieg auszulösen. Danach wurde er gefeuert.)

Zweitens: Die feigen Europäer, aber auch verantwortungslose US-Politiker, verweigern den Lichtgestalten der Demokratie in Kiew die verdiente militärische Unterstützung und sind auch bei Finanzhilfen für das höchst vertrauenswürdige und stabile Land kleinkariert und zögerlich.

Drittens: Das in Präsident Putin personifizierte Böse will entweder einen Russland genehmen Ministerpräsidenten der Ukraine und/oder eine (gewaltsam eroberte) Landbrücke zur Krim. Und wenn er das auch nicht bekommt, dann will dieser russische Heimtücker einfach ruhig dabei zusehen, wie die Ukraine zusammenbricht. (Ist das nicht hinterlistig?)

Viertens: Zitat: „Der Zusammenbruch der Ukraine wäre ein enormer Verlust für die NATO und indirekt für die EU und die Vereinigten Staaten. Ein siegreiches Russland würde innerhalb der EU stark an Einfluss gewinnen und eine Bedrohung für die baltischen Staaten mit ihren großen russischstämmigen Bevölkerungen darstellen.“ Im Klartext: Erst ruinieren die bösen Russen das ukrainische Musterländle und dann schnappen sie sich das Baltikum. Beweis durch Behauptung...

Fünftens: Die „neue Ukraine“ ist ein gereiftes demokratieseliges Gemeinwesen aufgeklärter Bürger. Nein, das ist nicht ironisch gemeint, denn laut Herrn Soros sind Rechter Sektor, Radikale Partei, Swoboda und Co nur eine verschwindende Minderheit und ohne jeden Einfluss. 

Sechstens: Zitat: „Es ist höchste Zeit, dass die EU-Mitglieder aufwachen und sich wie Länder verhalten, die indirekt selbst im Krieg sind. Es ist für sie besser, der Ukraine zu helfen, sich zu verteidigen, als wenn sie selbst kämpfen müssten.“ Das bedarf, glaube ich, keines Kommentars und ist auch in Russland entsprechend verstanden worden, nämlich als Kriegserklärung.

Siebtens: Die BRD und Frau Merkel sollen endlich aufhören zu sparen (schließlich hat Herr S. sein zweites Ziel, die Zerstörung der deutschen Wirtschaftsmacht, nie aus den Augen verloren) und lieber einen möglichst großen Teil der zukünftigen Schuldenlast der Ukraine übernehmen. Warum der Multi-Milliardär das nicht selbst tut, liegt auf der Hand: Weil niemand, der Herr seiner Sinne ist, einem durch und durch korrupten Pleitestaat Geld borgt...

Achtens: Zitat: „Indem sie die Ukraine rettet, könnte sich die EU womöglich selbst retten.“ Das ist eine Aussage wie: „Indem ich Geld verbrenne, werde ich reich“, oder: „Indem ich Neonazis unterstütze, stärke ich die Demokratie“, aber ich fürchte, es gibt in der politisch-medialen Klasse dieses Landes genügend „Verantwortungsträger“, die perfide und durchschaubare Propaganda des „Philanthropen“ Soros wie warme Honigmilch schlucken...

Wie heißt es doch so treffend bei Erich Kästner?

Was auch immer geschieht:

Nie dürft ihr so tief sinken,

von dem Kakao, durch den man euch zieht,

auch noch zu trinken!

Link:

George Soros in der „FAZ“: „Aufgewacht, Europa!“


Artikel bewerten

Artikel teilen

Facebook Icon Twitter Icon VZ Icon del.icio.us Logo Reddit Logo

Anzeigen

Kommentare

Die Kommentarfunktion (lesen und schreiben) steht exklusiv Abonnenten der Zeitschrift „eigentümlich frei“ zur Verfügung.

Wenn Sie Abonnent sind und bereits ein Benutzerkonto haben, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, nutzen Sie bitte das Registrierungsformular für Abonnenten.

Mit einem ef-Abonnement erhalten Sie zehn Mal im Jahr eine Zeitschrift (print und/oder elektronisch), die anders ist als andere. Dazu können Sie dann auch viele andere exklusive Inhalte lesen und kommentieren.

drucken

Dossier: Ukraine-Konflikt

Mehr von Frank W. Haubold

Über Frank W. Haubold

Anzeige

ef-Einkaufspartner

Unterstützen Sie ef-online, indem Sie Ihren Amazon-Einkauf durch einen Klick auf diesen Linkstarten, oder auf ein Angebot in der unteren Box. Das kostet Sie nichts zusätzlich und hilft uns beim weiteren Ausbau des Angebots.

Anzeige