31. Oktober 2014

Charakterwäsche Geplante Folgenlosigkeit

Zur Erinnerung an Thomas N.

Wir haben uns an den haltbaren Ruhm von sozialistischen Massenmördern gewöhnt. Nur, weil sie in der Menschheitsgeschichte nicht ihresgleichen finden? Dass Diebstahl von Privateigentum und dessen Umverteilung immer ihr Ziel ist, interessiert kaum, so wenig wie ihre Leichenberge. Ein quantitativ ähnliches Phänomen ist die Umbenennung des eugenischen, multi-millionenfachen Embryo-Schlachtens in „Planned Parenthood“ seit 1921, zunächst ein „Anti-Negro“-Projekt. Ihm folgte die noch kurz vor Kriegsende in der Dimension vergleichbare Reduktion von Japanern durch Atombomben. – Was macht den Zusammenhang dieser Phänomene so unverständlich?

„Charakterwäsche“ funktioniert ganz einfach. Als mein Freund Thomas (1937-2002) es für ein Gegenargument hielt, zu sagen, aber das mache ich doch auch, habe ich zum erstenmal verstanden, wie einfach sich buchstäblich alles rechtfertigen lässt und wie kultiviert ein einzelner, persönlich ausgeführter Mord ist, im Vergleich zu politisch im Kollektiv angerichteten Blutbädern, mit ein paar simplen Euphemismen begründet: „Klassenfeind“ – „mein Bauch gehört mir“ – „Demokratisierung“ – „Vielfalt“ – „Gerechtigkeit“ und dergleichen.

Denken Sie nur an St. Just, an Lenin oder „Gender Mainstreamer“, zusammengefasst in Himmlers bemerkenswerte Rede über die Tugend, im Geheimen, also ohne öffentliche Anerkennung, den Massenmord aus „Fernsten-Liebe“ für eine utopische Zivilreligion auf sich zu nehmen.

Vielleicht wissen Sie gar nicht, wovon ich rede?

Ich habe vom Recht auf Leben, Eigentum und Ungleichheit gesprochen, dem Recht, gegen das Staaten seit je den blutigsten Kampf führen.


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