04. Januar 2015

Pegida-Gegner Bundestagsparteien sind zur Gründung von Perfida aufgerufen

2015 wird ein spannendes Jahr

Dossierbild

Die im Bundestag vertretenen Parteien, Bundestagsabgeordnete und Bundesregierung wie auch unsere politisch korrekten Staatsmedien sind sich einig: Wer als patriotischer Europäer gegen eine Islamisierung des Abendlandes auftritt, muss von allen anständigen Bürgern ausgegrenzt und bekämpft werden. Wer gegen eine Islamisierung auftritt, ist angeblich unanständig. Anständig ist also offensichtlich nur, wer sich fürIslamisierung einsetzt.

Wie die Medien von den Pegida-Protesten berichten, tarnen sich die dort versammelten unanständigen Rechtsradikalen durch betont bürgerliches Auftreten in Kleidung und Verhalten und maskieren sich ausweislich der gehaltenen Reden als Menschen, die nicht nur die Einhaltung von Recht und Gesetz  fordern, sondern das Zusammenleben mit unseren aus dem Ausland zu uns gekommenen und weit überwiegend integrierten Mitbürgern ausdrücklich begrüßen. Als besonders perfides Vorgehen wird geschildert, dass die Versammelten ihre ausländerfeindlichen Proteste verbal durch das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern zum Ausdruck bringen. 

Offensichtlich hat der Verfassungsschutz in umfassender „Undercover-Aktion“ in Erfahrung bringen müssen, dass in der Weihnachtsnacht und den Weihnachtstagen diesmal sogar Millionen von Bürgern – ausweislich ihres betont bürgerlichen Auftretens mit Pegida-Attitüde – unter erneutem Absingen auch von Weihnachtsliedern rechtsradikale ausländerfeindliche Protestveranstaltungen in deutschen Kirchen durchgeführt haben. Menschenverachtend haben sie für ihre so getarnten Protestveranstaltungen in Ausgrenzung jüdischer und muslimischer Mitbürger – wie nicht anders zu erwarten war – Synagogen und Moscheen als Veranstaltungsorte ausgespart.

Bei der Bundeskanzlerin kommen angesichts dieser nunmehr nicht mehr wegzuleugnenden massiven  Bürgerproteste offenkundig die 89er-Ängste des Politbüros auf. Nach den schlimmen weihnachtlichen Auftritten von Pegida-Anhängern in Gotteshäusern hat sie die Abwehr der Pegida-Bestrebungen zuletzt sogar zur „Chefsache“ und  zum Thema ihrer Neujahrsansprache gemacht.

Es wird deshalb Zeit, dass sie zur Klärung der Machtverhältnisse im Land die aus ihrer Sicht anständigen und staatstragenden Kräfte endlich zu einer klaren Gegenbewegung für das sammelt und auf die Straße bringt, was sie  befürwortet: „Patriotische Europäer regieren für eine Islamisierung des Abendlandes“, kurz „PERFIDA“.

Tatsächlich würde eine solche Bewegung für alles stehen und alles anstreben, was den insoweit völlig übereinstimmenden Parteien des Bundestages als „Neue Sozialistische Einheitsparteien Deutschlands“ (NSED) wichtig und heilig ist: Mit dem Islamismus würde endlich die momentan noch mit so vielen Hindernissen versehene Gleichmachung aller Bürger unter der unangefochtenen politischen Leitung ihrer dann endlich auch religiös legitimierten und dann unangreifbaren Regierung durchgesetzt. Widerstand ließe sich mit den brachialen Strafen der Scharia brechen. Das Prinzip „Der Zweck heiligt die Mittel“ wäre als Staatsgrundsatz unumstößlich legitimiert. Durch eine unspektakuläre Ergänzung des „Mindestlohngesetzes“ zum „Höchst-und Mindestlohngesetz“ ließe sich der Mindestlohn gleichzeitig als Höchstlohn festlegen, damit die unerträgliche Ausbeutung der Armen durch Höherverdienende unterbinden und durch die damit erzielte Lohngleichheit auf niedrigem Niveau jegliche Armut beseitigen. Die Aussicht auf das Paradies mit 72 Jungfrauen für jeden – sicher auch für Frauen – reicht dann zur Kompensation für irdischen Wohlstand.

Und für die männlichen Politiker, die sich politisch korrekt bis zur Perversion der Sprachaufgabe als Wölfe im Schafspelz für feministischen Extremismus stark machen, wäre der jahrzehntelange Zwang zur Selbstverleugnung endlich vorbei: Endlich könnten sie wieder den Macho raushängen lassen und Frauen wieder in Haus und Küche und – süße Rache für eigenen jahrzehntelangen Zwang zur gendergerechten Selbstbezichtigung als zumindest latenter Macho und Sexist  – sogar unter die Burka zwingen.

Entgegenkommen  würde das – anders ist ihre Antipathie gegen eine Bekämpfung des Islamismus nicht zu verstehen – offensichtlich auch den geheimen Wünsche vieler Frauen, die einen weiblichen Lebensstil in sicherer islamistischer Beschränkung anscheinend angenehmer finden als die persönlich anstrengenden Freiheiten und Anforderungen der Emanzipation.

Problematisch dürfte nur werden, dass unsere muslimischen Mitbürger weit überwiegend gerade in dem Bestreben nach Deutschland kamen, als Teil einer freiheitlichen Gesellschaft vor islamistischer Unterdrückungen bewahrt zu werden.

Migranten würden deshalb wohl eher als unanständig gelten und sich Pegida anschließen wollen, als in Solidarität mit den Gutmenschen der NSED und deren Präsidenten gemeinsam mit einer Perfida-Bewegung die eigene Unterdrückung „herbeizuprotestieren“... Dann würde man erleben, dass unsere „anständigen“ Politiker und Medien vor allem auch gegen unsere aus dem Ausland stammenden integrierten Mitbürger antreten, und sie wären endlich gezwungen, sich öffentlich als „unanständig Anständige“ – oder umgekehrt – zu outen. Perfida würde endlich für Klarheit sorgen.

2015 wird ein spannendes Jahr.


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