15. Januar 2015

Schweiz Vollbremsung vor dem Ruin

Die SNB-Währungs-Planwirtschaft kapituliert

Dossierbild

Seit ganz genau der Einführung des Euro-Franken-Pegs am 05. September 2011 prangere ich hier diesen absurden Schritt der SNB an. Er hatte die SNB nach einer Bilanzverlängerung mit (großteils) Euro-Papieren inzwischen an den Rand des Ruins durch seit 2011 aufgestaute Abschreibungen auf diese toxischen Weichwährungs-Papiere geführt. Selbst der nun recht sichere Sturz des Euros auf oder meines Erachtens mittelfristig sogar unter die Parität zum Franken wird die SNB und damit die Schweizer Kantone und Bürger bereits geschätzte 50 Milliarden Franken kosten (!). Unter Umständen mehr, falls der Franken weiter gegen den Euro aufwertet oder falls man für mehr als die von mir unterstellten circa 250 Milliarden Franken Euro-Papiere auf der Bilanz hat!

Planwirtschaft führt immer in den Ruin! Der Markt ist auf lange Sicht stärker. Der jetzige Schritt der Schweiz ist gerade noch rechtzeitig erfolgt. Vergleichbar mit diesem Wahnsinn sind übrigens auch die Target2-Forderungen der Bundesbank, die am Tag x des Euro-Zusammenbruchs aber dann nicht nur um 20 Prozent (wie heute die Euro-Bonds auf der SNB-Bilanz), sondern um 100 Prozent abwerten werden! Die Bundesbank ist dann über Nacht 100-fach überschuldet! Und an dem Tag kommen über die EZB dann nochmals ein paar hundert Milliarden an Totalabschreibungen hinzu! Der Kreditkaskadenwahnsinn wird dann brechen! Aber die Lügenpresse leugnet das ja alles seit vielen Jahren und berichtet stattdessen von Schäubles absurder „Null-Neuverschuldung“... Hätte man auf die Euro-Skeptiker gehört, wären Deutschland und seine Infrastruktur heute keine Investitionswüste, sondern ein Hochglanz-Powerhouse. Kollege Steffen Bogs von Querschuesse.de schreibt just heute:

„Wieder der kurze Blick auf die detaillierten Daten der Deutschen Bundesbank zur Zahlungsbilanz für den Monat November 2014. Während der Leistungsbilanzüberschuss im November plus 18,591 Milliarden Euro betrug und plus 190,838 Milliarden Euro in den ersten elf Monaten 2014, kletterte der Nettokapitalexport Deutschlands im November 2014 auf minus 26,919 Milliarden Euro und in den ersten elf Monaten 2014 auf minus 254,681 Milliarden Euro. Es treibt einem die Tränen in die Augen, wenn man den aggressiven Nettokapitalexport betrachtet und dabei Investitionen im Inland darben sieht.“

Die Schweiz immerhin hat nun die Chance, ihr Kapital wieder im eigenen Land zu investieren. Franken-Halter haben jedenfalls heute ihre seit 2011 aufgestauten Gewinne realisiert. Goldhalter werden das auch noch tun.

Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Goldseitenblog.

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