27. Januar 2015

Politisch korrekt Kein Platz für Nazis?

Nicht mit mir

Na? Kennt Ihr diese Buttons, Schilder und Aufkleber: „Kein Platz für Nazis – nicht in den Parlamenten, nicht im Stadtteil, nicht im Betrieb“? Man findet sie mittlerweile fast überall in den Städten. In Jugendzentren, Betrieben, kulturellen Einrichtungen, überall in der Innenstadt und sogar in den Räumlichkeiten von Kirchengemeinden.

Was haltet Ihr davon? Ist es richtig, speziell diese politische Gruppierung aus allen (auch lebenswichtigen) Bereichen des Lebens auszuschließen? Und warum nur diese? Warum nicht auch Sozialisten, Kommunisten, Anarchisten, Punker, Drogendealer, Zoophile, Pädophile, Homosexuelle, Diebe, Hooligans, HSV-Fans, Zuhälter, Arbeitsverweigerer, Pornodarsteller, Demokraten oder gar Juden oder Muslime?

Man würde sich wohl hüten, an der Tür eines Geschäfts, einer Kirchengemeinde oder einer kulturellen Einrichtung ein Schild anzubringen, auf dem steht: „Kein Platz für Sozialisten – nicht in den Parlamenten, nicht im Stadtteil, nicht im Betrieb“. All die oben erwähnten Gruppierungen würden wohl auf solch einem Schild niemals Erwähnung finden, obwohl einige von ihnen durchaus nicht als harmlos zu bezeichnen sind.

Wer den Nationalsozialismus auf diese Weise bekämpft, aber zum Beispiel den Sozialismus nicht, sondern sogar mit Teilen dieser politischen Bewegung zusammenarbeitet, der ist nicht besser als die Nazis. Die Opferzahlen des internationalen Sozialismus brauchen sich nämlich in keinster Weise hinter den Opferzahlen des nationalen Sozialismus zu verstecken, ganz im Gegenteil.

Leider jedoch ist diese Denkweise in Deutschland heutzutage verpönt, wenn nicht sogar gesellschaftlich tabuisiert. Ein „Es war nicht alles schlecht“ wird über den real existierenden Sozialismus unserer Geschichte ohne weiteres mit Anerkennung und Zustimmung belobigt, aber mit Bezug zum real existierenden Nationalsozialismus ist eine solche Aussage quasi ein gesellschaftliches und berufliches Todesurteil. Beispiele dafür brauche ich wohl nicht zu nennen.

Eine Kooperation von Muslimen mit beiden Seiten dieser selben Medaille ist eigentlich undenkbar. Jedweder Sozialismus ist nicht nur ein Verbrechen, sondern eine ganz andere und eigene Religion. Leider verstehen das viele Muslime nicht und lassen sich entweder mit der einen oder anderen Seite ein.

Mit den Nazis lassen sich leider allzu gern politisierte Gruppierungen und Sekten unter den Muslimen ein. Ich erwähnte diese Problematik einmal in einem Artikel auf meinem Blog. Und die Roten scheinen eine nicht unbeträchtliche Anziehungskraft auf muslimische Verbände auszuüben, die sich im Namen der Integration gesellschaftlich etablieren wollen … man verkauft sich quasi an den Mainstream. Hier kann man als Beispiel die SCHURA Hamburg nennen, einen Zusammenschluss aus Millî-Görüş-, Rafidah-Shia- und einigen (mehr oder weniger) unabhängigen Moscheen.

So machte die SCHURA zum Beispiel im Oktober 2012 auf ihrer offiziellen Homepage Werbung für eine Demonstration der örtlichen Antifa. Auf dem Demonstrationsaufruf wurde nicht nur die Antifa (Emblem mit roter Sozialisten- und schwarzer Anarchistenfahne) beworben, sondern auch der Anti-Nazi-Button feilgeboten. Ist das nicht ein sehr anmaßender Standpunkt? Ein Verband von mehrheitlich ausländischen Vereinigungen erlaubt sich zu bestimmen, für wen hier Platz ist und für wen nicht. Ich zumindest halte das für katastrophal … vor allem, wenn man Derartiges in Bezug auf Sozialisten, Kommunisten, Anarchisten, Drogendealer, Zoophile, Pädophile, Homosexuelle, Diebe, Hooligans, Zuhälter und so weiter nicht zu lesen oder hören bekommt.

Aber das ist noch nicht alles. Auf der Homepage der SCHURA Hamburg ist diese Grafik zudem noch mit einem Hyperlink versehen. Dieser führt zu einem Bündnis gegen rechts, dass sich mehrheitlich aus kommunistischen, sozialistischen und anarchistischen Zusammenhängen rekrutiert.

Es bleibt einem bei alledem nichts anderes übrig, als sich ausdrücklich von all diesen Kooperationen zu distanzieren und sich von jedem loszusagen, der Verbindungen solcherart gutheißt oder unterstützt. Egal ob nationale oder internationale Sozialisten, die Ideologie ist ein Verbrechen, und die Anhänger sollten zur Wahrheit aufgerufen und nicht in ihrem Bestreben bestärkt werden.

Sicherlich darf jeder privat auch jeden meiden und jeglichen Kontakt ablehnen, aber wo Sozialisten, Kommunisten, Anarchisten, Punker, Drogendealer, Zoophile, Pädophile, Homosexuelle, Diebe, Hooligans, HSV-Fans, Zuhälter, Arbeitsverweigerer, Pornodarsteller, Demokraten sowie Juden oder Muslime Platz haben, da müssen auch Nazis Platz haben, denn alles andere ist eine Ungerechtigkeit, eine Anbiederung an den falschen Zeitgeist und eine Huldigung des Mainstreams.

Nicht mit mir …

Dieser Artikel erschien zuerst auf Ahlu-Sunnah.

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