03. Februar 2015

CDU Der Islam und der Rest der Welt

Schuld sind die Rechtspopulisten

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Wir sind ja allerhand gewohnt, wir Medienrezipienten; dass der Terrorismus nichts mit dem Islam zu tun hat, wenn Allahs Gemeinde sich von Karikaturen beleidigt zeigt, das ist durch ewige Wiederholung schon so gut wie wahr geworden; wenn ein nicht unerheblicher Teil der friedlich-oberflächlich integrierten Moslems sich von israelischen Fahnen oder dem Schweinespeck im Kindergartensüppchen beleidigt fühlt oder wenn junge Frauen hier und heute massenweise zwangsverheiratet werden und interreligiöse Ehen moslemischer Frauen die absolut exotische Ausnahme sind, denkt ja kein anständiger Deutscher (oder wie sagt man in solchen Fällen?) laut, dass das irgendetwas mit dem Islam zu tun habe.

Aber die Nachricht von der öffentlichen Hinrichtung des „CDU-Rechtsaußen“ Hans-Jürgen Irmer gibt auch dem geübten Mediengläubigen zu schlucken: Hat doch dieser gewissenlose Rechtspopulist geschrieben, „was wir beziehungsweise der Islam vor allen Dingen dringend benötigen, ist eine vorbehaltlose Diskussion über die Relevanz gewaltlegitimierender Inhalte des Korans“. Den Koran diskutieren, und dann auch noch vorbehaltlos! Das geht wahrhaftig schon hart an die Grenze. Aber endgültig zu weit geht es natürlich, wenn dieser Hetzer gegen die Allgemeine Volksverdummung dann auch noch eine Anzeige in seinem Blättchen duldet, gar noch von einem Verein, der die No-go-Vokabeln „deutsch“ und „konservativ“ im Namen führt, die die krude Behauptung aufstellt, der Koran enthalte „204 bitterböse Verse“, die sich gegen Nicht-Muslime richten. Und das dann auch noch mit einigen Zitaten belegt! Nein, so geht’s ja wirklich nicht, Herr Irmer. Zurücktreten! Als ob der Islam irgendetwas mit dem Koran zu tun hätte! Oder gar umgekehrt, der Koran mit dem Islam!? Oder wie war das gleich?

Auf alle Fälle: Wenn hier einer schuld ist, dann ganz bestimmt unsere Rechtspopulisten und die abendländische (Unwort-verdächtig!) Aufklärung, deren Wissenschaft dadurch zu einer erfolgreichen intellektuellen Bewältigung unserer Welt beigetragen hat, dass sie vergleicht: In zwei  zu vergleichenden Dingen sucht sie, inwiefern sie sich gleich sind und inwiefern sie ungleich sind. Dass die den Islam beleidigen, das will er einfach nicht verstehen, unser Rechter. Wie sagte noch gleich ein Ober-Moslem dieser Tage? Vielleicht muss erst Deutschland zum Islam gehören, bevor der Islam zu Deutschland gehört. Ah ja.

Zuerst erschienen auf self-ownership.net

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