25. Februar 2015

„Ich glaube so frei!“ Ein christlich-libertäres Buchprojekt

Und eine Idee, für die ich Sie als Leser gerne gewinnen möchte

Heute möchte ich die ef-Leser einmal um Mithilfe bitten – oder eher um eine Einschätzung. Seit einiger Zeit trage ich mich schon mit dem Gedanken, mich an ein Buch zu machen … also nicht, eines zu lesen, sondern selbst eines zu schreiben. Inhaltlich soll es dabei um mein Steckenpferd gehen, den christlichen Libertarismus. Nun ist es natürlich etwas ganz anderes, ob ich hier mal schnell einen Blogbeitrag dazu „raushaue“, bei dem ich mich hinsichtlich Recherche und Fundierung auf einem Minimallevel bewegen kann, den Sie als Leser und ich selbst in meinem Qualitätsanspruch gerade so akzeptieren können – notfalls kann ich ja „zurückrudern“ –, oder ob ich das, was mich bewegt, zwischen zwei Buchdeckel pressen lasse und quasi für die Ewigkeit nachlesbar mache.

Es ist auch nicht so, als ob es ähnliche Überlegungen nicht auch schon bei anderen Autoren gegeben hätte, und so wäre ich bei einem solchen Projekt vermutlich „verdonnert“, mich knietief in libertäre und liberal-katholische Grundlagen zu stürzen, von Mises bis Rothbard und von Lord Acton bis Rhonheimer. Das wird eine Menge Holz sein, bei dem ich sicher auch an den Punkt kommen werde, irgendwann „Mut zur Lücke“ zu haben. Andererseits bestünde so aber auch die Chance, eine fundierte Diskussionsgrundlage sowohl im Wettstreit der politischen Ideen als auch in Fragen der Auslegung von Bibel und katholischer Soziallehre – auch dazu jede Menge Literatur! – zu erstellen.

Ganz abgesehen von diesem beinahe wissenschaftlichen Anspruch treibt mich aber vor allem, die in diesem Blog immer mal wieder aufblitzenden Gedanken endlich mal zusammenzuführen zu einem Gedankengebäude, das mir selbst und vielleicht auch anderen als Orientierungsrahmen dienen kann. Ich verstehe den Charakter der Vernunft hinter dem Libertarismus, und ich bin ein Benedikt-Anhänger vor allem in dem Sinne, dass sich Glaube und Vernunft gegenseitig befruchten, aber nicht im Widerspruch zueinander stehen können. Unvernünftiger Glaube ist nicht gottgemäß, nicht gottgemäße Politik- oder Gesellschaftsordnungen können nicht vernünftig sein. Also sollten Libertarismus und christlicher Glaube mindestens in einem komplementären, niemals aber in einem widersprüchlichen Verhältnis stehen – davon bin ich überzeugt, den Nachweis jenseits von Indizien bin ich aber bislang schuldig geblieben.

Damit wäre der Spannungsbogen grob umrissen, den ich in meinem Buch – unter einem Arbeitstitel „Ich glaube so frei!“ – gerne in folgender Struktur bearbeiten möchte:

Ich glaube …

Mein Weg außerhalb – Gott lässt mir die Wahl

Mein Weg in den Glauben – Gott nimmt mich ernst

Kernsätze meines Glaubens – In Freiheit geschaffen

… so frei

Libertarismus als Konzept

Libertarismus: Weltanschauliche Neutralität

Kongruenz und Widersprüche zum Glauben

Ich glaube so frei: Mein „persönliches Glaubensbekenntnis“

Naja, so in etwa jedenfalls.

Und jetzt sind – wenn Sie mögen – Sie dran: Was meinen Sie, würde Sie so ein Thema überhaupt in der Tiefe eines Buches interessieren? Gibt es bestimmte Aspekte, die Sie abgedeckt sehen wollten? Haben Sie vielleicht auch Tipps und Hinweise aus Ihrem eigenen Erfahrungsschatz? Jeder genutzte Beitrag zu meinem Projekt wird sicher in einer Danksagung im Buch münden … die aber umso mehr gelesen werden wird, je interessanter das Buch für Sie als meine Leser geschrieben wird. Ich freue mich daher auf Ihre Rückmeldungen, gerne als Kommentar hier oder per Mail an mich.

Nebenbei dient dieser Beitrag natürlich auch dazu, mich ein bisschen selbst unter Druck zu setzen: So eine Idee wird eher realisiert, wenn man schon mal mit einer Ankündigung nach draußen gegangen ist … Und natürlich werde ich Sie als Leser dieses Blogs und potentielle Leser des Buches auf dem Laufenden halten.

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Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog des Autors.

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